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nun zu ihren Dienſtgebern in's Zimmer ſtürzte, und unter dem heftigſten Weinen das Unglück verkündete, warfen ſich Herr und Frau beſonders auffallende Blicke zu, die Frau nickte ihrem Gatten ſehr bedeutſam, welches der Mann ebenſo unzweideutig erwiederte. Dieſe ſtumme Sprache ge⸗ nügte Beiden vollkommen, ſie ſagte ſo viel als: ſei ruhig, ich habe das Silber verſteckt, nun ſoll ſie aber ein Donner⸗ wetter hören. Dies brach auch ſogleich los. Siehſt Du nun, leichtſinniges Ding, ſchrie die Frau, daß es gekommen iſt, wie ich geſagt! Nun iſt mehr als fur 200 fl. an Werth verloren, nicht ein Löffel, nicht ein Salzfaß iſt da! Nun können wir mit dem hölzernen Salatlöffel die Suppe eſſen, ſetzte der Gatte hinzu, ſogar die ſilbernen Kaffeelöffel ſind beim Teufel! Und die Zange zum Spargel, ergänzte die Frau, und o Schöpfer! auch der Schöpfer iſt hin, erlaubte ſich der Herr mit einem Wortſpiele zu äußern. Das Mäd⸗ chen warf ſich dem Ehepaar zu Füßen, und gelobte, zehn Jahre umſonſt zu dienen aber nur Verzeihung, Verzei⸗ hung wollte ſie erbitten. Als ſie ſo ganz in Thränen zerfloß, ſagte die Frau zu ihrem Manne: ich glaube es iſt nun genug, ſie ſtirbt uns ſonſt noch vor Herzweh. Ja, ſagte der Gemahl, ſie büßt fürchterlich, und es ſoll ihr die⸗

5 5 I n ſes Mal Gnade widerfahren. Steh auf! Wir wollen einen bene

den Tiſch, mich hungert ſchon erbärmlich. Das Mädchen ſprang auf, küßte die Hände ihrer gütigen Herrſchaft und eilte in die Küche um anzurichten. Das arme Kind, ſagte die Frau, ich hoffe, ſie wird ſich nun in Acht neh⸗ men; aber lieber Mann; da Du ſo hungrig biſt, und die Suppe kommt, ſo gib das Silberzeug heraus, welches Du verſteckt haſt. Wie, ich hätte es verſteckt, eiferte der Mann, indem ihn eine Anwandlung von Schreck einen Satz in die Luft machen ließ; Du haſt es verſteckt. Wer hat Dir dies weiß gemacht, replicirte die Frau; Du haſt mir ja durch Geberden zu verſtehen gegeben, Du ha⸗ beſt es auf die Seite geſchafft. Ach Gott! ſchrie die Frau, aus dem Spaße iſt ein trauriger Ernſt geworden, und dem Mädchen können wir nicht einmal mehr etwas ſagen: Wir haben ihm bereits verziehen! In dieſem Augen⸗ blick kam die Suppe auf den Tiſch. Ohne Löffel magſt Du die Suppe eſſen, nichtswerthe Perſon, tobte der Mann, morgen kaufe ich neues Silberzeug, das werde ich aber täg⸗ lich einſchließen. Komm, Weibchen, wir eſſen heute bei Domayer!

Schleier darüber ziehen, aber nun bringe die Suppe auf 1 5

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Verſteigerung von Bauarbeiten zu Hauſen.

(1277) Dienſtag den 5. Auguſt l. J, Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen die bei Reparatur der Kirche zu Hauſen vorkommenden Arbeiten und Materiallieferungen ein Schulhaus zu Hau⸗ ſen öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſtei⸗ gert werden.

Der Voranſchlag hierfür beträgt:

1) Maurerarbeit mit Materialien 104 fl. 57 kr. 2) Steinhauerarbeit5

3) Zimmerarbeit 138 43 4) Dachdeckerarbeit 93 21 5) Schreinerarbeit 66 12 6) Schloſſerarbeit 24% 30 7) Glaſerarbeit 85 8) Weißbinderarbeit 27

Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einficht offen.

Friedberg den 26. Juli 185 1.

Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen.

Verſteigerung von Bauarbeiten auf dem Okarberſauerbrunnen.

(1279) Montag den 4. Auguſt l. J., Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſollen auf dem Okarber⸗ ſauerbrunnen im Local des Herrn Muffert fol⸗ gende Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 1) Herſtellung des Plattenbelegs am Brunnen a) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 88 fl. kr. b) Steinhauerarbeit 77 54 2) Reparaturarbeiten an den Brücken in Rö⸗ delheim a) Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 105 fl. b) Anſtrich der Brücken mit Schiffstheer, veranſchlagt zu 125 Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 26. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhaufen.

Verſteigerung von Bauarbeiten zu Butzbach.

(1278) Dienſtag den 5. Auguſt l. J., Nach⸗

mittags um 2 Uhr, ſollen die wegen Erbauung

der Oeconomiegebäude für die IIte Pfarrei zu

Butzbach erforderlichen Arbeiten und Material⸗

lieferungen im 2ten Pfarrbaus daſelbſt öffentlich

an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Voranſchlag hierfür betragt:

1) Maurerarbeit 82 fl. 38 kr. 2) Steinhauerarbeit 39 27 3) Zimmerarbeit 192 5 4% 4) Dachdeckerarbeit 3518 5) Schreinerarbeit 10% 6) Schloſſerarbeit 16 8 7) Weiß binderarbeit 67 38 89 Pflaſterarbeit 7* 48

9) Anlieftrung der nöthigen Materialien, beſtebend in Mauerſteinen, Backſteinen, Kalk und Sand im Ganzen zu 224 fl.

55 kr. veranſchlagt. Voranſchlage und Verſteigerungsbedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur

Einſicht offen. Friedberg den 26. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen.

Verſteigerung von Pflaſterarbeiten.

(1280) Dienſtag den 5. Auguſt l. J., Nach⸗ mittags um 3 Uhr, ſollen in Butzbach im Local des Herrn Gaſtwirths Joutz die bei Herſtellung von Goſſenpflaſtern an der Straße von Lich nach Butzbach vorkommenden Pflaſterarbeiten, einſchließlich des Vehauens der Pflaſterſteine, öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 26. Juli 1851. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſeu.

Mater lal⸗ Lieferungen für das Dorheimer Bergwerk.

(1281) Die Lieferung der nachſtehenden Ma⸗ terialten ſoll Donnerſtag den 7. Auguſt d. J. auf dem Soumiſſionswege vergeben werden und liegen die Bedingungen acht Tage vor dieſem Termin in dem Geſchäftslocale des Un⸗ terzeichneten zur Einficht offen.

I. Floßholz: 120 Böden Zehnter Stämme, 36 Neunter 5 4 Achter II. Bretter.: 150 Stück ſchmale Schreinerdiele, 150 Dachdiele,

80 Stück breite Doppeldiele, 100/ Latten. III. Pfähle: 6 24000 Stück 4füßige Eichenpfähle, IV. Oel: 840 Maas Rüböl, 160 Cryſtallöl.

Die Lieferungen werden nach dieſen Abthei⸗ lungen vergeben, bei annehmbaren Geboten können jedoch alle oder mehrere derſelben einem einzigen Uebernehmer überlaſſen werden. Die an die Gr. Heſſ. Bergverwaltung auf dem Dorheimer Bergwerk bei Friedberg zu addref⸗ ſirenden Soumiſſionen find mit der Aufſchrift Soumiſſion wegen Lieferung von das Dorheimer Bergwerk zu verſehen und ſpä⸗ teſtens bis zu dem oben genannten Tag Vor⸗

mittags 10 Uhr verfiegelt einzureichen. 5

Dorheimer Bergwerk

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00 Donn.

den 23. Juli 1851. N g a be Die Gr. Bergverwaltung 1 9 5 fun Jäger. eldaher duerber Immobilien-⸗Verſteigerung. 8 Stecken (1296) Montag den 11. Auguſt d. J., Vor-. mittags 10 Uhr, werden auf freiwilligen Aun⸗] 3 trag der Erben der dahier verſtorbenen Philipp% Hoffmanns Wittwe die zu deren Nachlaß ge hörenden Immobilien, nämlich: ö 4 1 Gemarkung Stadt Friedberg: Pag. No. 1 4 9 188 14 121,9 UKlftr.= 62 Rth. Garten 187 in der 13. Gewann an Johannes 2 15 1 1 Schäfer, e Zuann 100, Ula. S. 108% Ruthen gan; gun 101 45 995 17. Semen d Mali d ildkautsgraben an Chriſtian Sta⸗. delmann, 5 1 Sgotten d 209 21 337%[◻Klftr.= 171 ¼ Ackergar⸗ ten, theilt mit Philipp Preußer II. und Conſorten, 10 Gemarkung Ockſtadt; 1 Bek 178 1 120 Ruthen Garten an der Burg. 0080 0 leimenkaut an der Friedberger Grenze 0 D Mit 8 an Martin Mondigler, bahn al di ace Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ben Vun eigert. 0 3 berge una ſtford Friedberg den 30. Juli 1851. ne we In Auftrag wesheiy Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſſer 1 Bender. Verſteigerung von Früchten auf dem i Peine cen anf dene epa 1297) Dienſtag den 5. Auguſt, Vormittags 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die dies⸗ 2c 5 q