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1819.
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0 Mittwoch den 31. Oktober
Der Schatz. 5 Novellette, nach dem Leben. 5 92„ Cortſetzung.) 2
Charles hielt inne; ſein Athem ſtockte, ſeine Augen
leuchteten vor Vergnügen, als er dem Veteranen forſchend in's Geſicht blickte.—„Watet Ihr bei dieſer Compagnie, Oheim?“ fragte er. Der Alte bejahte.—„Und Ihr kennt den Ort, wo der Schatz vergraben iſt?“ 8
„Allerdings,“ war die Antwort des Invaliden;„ich wür einet von denen, welche der Kapitän mit der Ein⸗ ſcharrung beauftragt hatte, und wahrſcheinlich der Einzige, der damals nicht unter dem ſchweren Feuer des Feindes fiel!“ „So koͤnnt Ihr alſo nähere Nachweiſe uber den Ort liefern? Ihr könntet Einem den Schatz heben helfen.““ fragte Charles geſpannt. Mm „Ganz gewiß, und um ſo eher, als uns der Kapitän ein ganz ſicheres Merkmal zur Wiederauffindung des Or⸗ tes in den drei parallelen Vorfprüngen eines Felſen und
eier Hugel nachwies, bas gar nicht verloren gehen bann!“ fagte Vincent.„Ich wollte den Ort im Schlafe
uden.“. a 5 Charles ſprang heftig von ſeinem Stuhle auf. „Dann iſt Euer Glück ja gemacht, Oheim!“ rief et;„aber warum habt Ihr ſo lange geſchwiegen? Die Franzöſiſche Regierung hätte gewiß gerne jeden Vorſchlag von Euch angenommen, dieſe Schätze wieder zu heben!“ n
„Höchſt wahrſcheinlich hätte ſie das gethan!“ ver⸗
ſetzte der Alte,„aber meine Mittheilung wäre von keinem ſonderlichen Nutzen geweſen, da die ſpaniſche Regierung ſeither die Erlaubniß zu den e verweigerte! — Da, lies es nur ſelbſt““ Mit dieſen Worten reichte er dem jungen Manne ein anderes Zeitungsblatt, welches ausdrücklich beſagte, daß die ſpaniſche Regierung das
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Geſuch um Erlaubniß zur Nachforſchung nach den im
Jahre 1812 an den Ufern des Douro vergrabenen Fäſſern ganz abſchläglich beſchieden habe. 5 „Aber konnte man dies denn nicht ohne Erlaubniß thun?“ fragte Charles.„Wozu braucht man denn offiziell um die Erlaubniß zu einer Nachforſchung zu bitten, welche man ohne alles Aufſehen ebenſo gut ins geheim hätte be⸗ treiben können? Wären wir nur erſt an Ort und Stelle, und hätten den Grund und Boden erkauft, wer könnte uns, da an einer Nachgrabung hindern?“ 4 ch habe daruber in den vergangenen dreißig Jahren ebenfalls ſehr oft nachgedacht,“ gab der Veteran zur Ant⸗
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wort;„allein woher ſollle ich das nöthige Geld zur Be⸗ ſtreitung der Reiſekoſten und zum Ankauf von Grund und Boden nehmen?“ a 1 e
„Wäre es nicht moglich, daß wir uns an irgend eine reichere Perſon wendeten und ſie mit in das Geheimniß zögen?“ fragte Charles. 140 21 1212 w Wie könnte man einer ſolchen Glauben und Ver⸗ trauen zu unſerem Plane beibringen, oder wie wäre es möglich, einem Verrathe vorzubeugen, wenn wir Glauben fänden?“ ſagte Vincent.„Oder wenn uns der Verſuch mißlänge„oder weun beim Theilen im Falle unſeres Er⸗ folges der Dritte den Wwenantheil für 10 behielte, wür; den wir uns dann nicht, zu den Sorgen und Mühſalen der Reiſe hin, noch den Drangſalen eines Prozeſſes aus⸗ ſetzen? Was hülfe uns das? Sollte ich für die paar Tage, die mir noch zu leben beſcheext ſind, mich ſolchen Wider⸗ wärtigkeiten ausſetzen?— O. neinz die Millionen moͤgen meinethalben bleiben wo ſie ſind. Ich habe meine kleine Penſion von 200 Franken, welche— Dank dem Fleiße und der Wirthſchaftlichkeit der guten Suzon— ſammt meiner Zulage für das Kreuz der Ehrenlegion gerade hin⸗ reichen, mir das tägliche Brod und meinen Taback zu ſichern. Ich mache mir den Henker aus allen, anderen Annehmlichkeiten des Lebens!“ de
„Ihr wollt alſo die ſchöne Gelegenheit reich zu wer⸗ den in den Wind ſchlagen, Oheim?“ fragte Charles in ſieberiſcher Aufregung.„Wollt Ihr denn dieſen Reichthum ganz von der Hand weiſen?“ 5
„Für meinen Theil recht gerne, obwohl ich ihn Dir und Suzon ebenſo gerne goͤnnen würde!“ erwiderte der Alte.„Bei Dir iſt es ein Anderes. Ich konnte erſt vor⸗ hin zum Erſtenmale bemerken, daß Du ehrgeizig biſt und daß Dir kein Opfer zu groß wäre, um reich zu werden. Wohlan, ſuche Dir einmal die Summe zuſammenzuraffen, die wir zur Beſtreitung der Reiſe nöthig haben und ich will Dich an Ort und Stelle begleiten!“
„Wie? iſt das Euer Ernſt, Oheim?“ „Vollkommen! Verdiene Dir zweitauſend Franken und ich bringe Dich an den Ort, wo der Schatz vergraben liegt. Genügt Dir dieſe Zuſage? biſt Du mit dem Vor⸗ ſchlage einverſtanden?“
„Ei gewiß, Oheim; ganz und gar!“ rief Charles freudetrunken, raffte ſich dann aber wieder zuſammen, und ſetzte nach einer Pauſe kleinlaut hinzu;„Wie ſoll ich es aber angreifen, um jemals ſo viel Geld zuſammenzubrin⸗
gen? Es wird mir nie gelingen!“
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