Ausgabe 
27.1.1849
 
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Bekanntmachungen von Be⸗ 6 hoͤrden.

1 NM NN NN Cuxakel und oͤffentliche Aufforderung. (59) Jobannes Fritzel V., ledig, von Ober⸗

eſchbach wurde, wegen verſchwenderiſchen Lebens⸗ wandels, der Verwaltung ſeines Vermögens entſetzt und ihm Wilhelm Fritzel III. zu Ober⸗ eſchbach als Curator beigegeben.

Man bringt dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß gedachter Johannes Fritzel V. von nun an keine auf ſein Vermögen Bezug habende Rechts eſchäfte, hne Zuſtimmung

des Curators, mit Rechtsbeſtand abſchließen kann. Zugleich werden die Gläubiger des Jphannes

Fritzel V. aufgefordert, ſo gewiß Dienſtag den

27, Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, ihre

Forderungen daher anzuzeigen und zu begrün⸗ den, als ſie anſonſten bei der Regulirung ſeiner Vermögenssverhältniſſe keine Berückſichtigung fin⸗ den würden. Groskarben den 8. Januar 1849. Groß. Heſſ. Landgericht Jäger. Sartorius.

Bekanntmachung.

99) Die Gewerkſchaft des hieſigen Braun⸗ kohlenwerks hat die Fortführung des Betriebes auf der bisherigen Stelle für unthunlich erkannt und den Unterzeichneten beauftragt, ſämmtliche

Gebäude und Ländereien, im Ganzen oder ge⸗

theilt, zu verkaufen.

Zu denſelben gehört:

1 ein neues zweiſtöckiges, von Backſteinen er⸗ bautes Wohnhaus, nebſt Nebengebäuden und Garten. 0

2) Eine vollſtändig eingerichtete Ziegelei mit drei Brennöfen und zwei großen 120 Fuß langen Trockenſchoppen.

3) 30 Morgen ehr gutes Ackerland.

Das Ganze liegt geſchloſſen dicht am Orte Roßdorf, 1 Stunde von Hanau, an der von Hanau über Windecken nach Friedberg und der Wetterau führenden Chauſſee.

Das ganze Etabliſſement eignet ſich auch ſehr t zu einer Fabrik⸗Anlageg und können auf, erlangen anſehnliche Braunkohlen-⸗Vorräthe mit

überlaſſen werden. 5 Der Unterzeichnete erſucht etwaige Kauflieb⸗

haber, mit ihm in Unterhandlung zu treten.

Roßdorf bei Hanau

den 15. Januar 1849. eie b E. Ulrich, 9819 Bergverwalter.

Main ⸗Weſet⸗Eiſenbahn. (116) Dienſtag den 30. Januar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das Ausfüllen des Bahn⸗

hofs dahier, veranſchlagt zu 3150 fl., an Ort und Stelle unter den bei der Verſteigerung be⸗

kannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich

an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Friedberg den 19. Januax 1849. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.

1 Bekanntmachung.

(117) Die Erben des verſtorbenen Ober⸗

jägermeiſters von Bibra laſſen Samſtag den 17. Februar d. J., Morgens um 9 Uhr, auf dem Rathhaus zu Cleeberg, Herzogl. Amts Uſingen, durch den unterzeichneten Bürgermeiſter von Cleeberg ein neues Wohnhaus, Stunde von Butzbach entfernt, auf den Abbruch ver⸗ ſteigern und wird bei annehmbarem Gebote der Zuſchlag alsbald erkheilt. 135

Das Haus iſt 80 Fuß lang, 32 Fuß tief, zwei und einen halben Stock, à 12 Fuß hoch (nach heſſiſchem Maaß), vorzüglich als Wirth⸗ ſchaftsgebäude geeignet, erſt 1843 neu von Holz

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erbaut und mit Schiefer gedeckt. Daſſelbe ent⸗ hält acht große und kleine Zimmer, Küche, Spei⸗ ſekammer und einen Saal und haben die Zim⸗ mer hohe und ſchöne Fenſter. 5 Liebhaber wollen, um den nöthigen Augen⸗

ſchein zu nehmen, ſich an den Unterzeichneten

wenden. N Eleeberg den 19. Januar 1849. f Der Bürgermeiſter Viehmann.

330 Gul den

(120) liegen in dem lutheriſchen Kirchenkaſten

zu Holzhauſen, Regierungsbezirk Friedberg, zum Ausleihen, gegen gute Verſicherung, bereit. Der Kirchenvorſtand.

Bekanntmachung.

(130) Da die auf Freitag am 19. l. M. anderaumte Verpachtung des Hoſpitalguts, in der Gemarkung Schwalheim, durch eingetretene Umſßtände ausgeſetzt wurde, ſo wird nunmehr dieſe Verpachtung Dienſtag den 30. l. M., Morgens um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe abgehalten, mit dem Anfügen, daß kein Nach⸗ gebot angenommen wird. Friedberg den 24. Januar 1849. i Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz⸗-Verſteigerung (131) Donnerſtag den 1. Februar l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſoll in dem Oberros⸗ bacher Gemeindewald, Diſtrikt Loosholzſchlag, nachſtehendes Holz, als: g 25 Stecken nadel Scheitholz,

127% Prügelholz, 47% Stockholz, 989½ Wellen Reiſerholz,

256 Stämme nadel Bauholz, 4572 Eubikfuß enthaltend,

12 Stangen Nadelholz von 69 Cubikfußgehalt, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.

Die Zuſammenkunft iſt oberhalb der Sang an den Privatwaldſtücken.

Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird das Holz verborgt bis den 1. September d. J.

Oberrosbach den 24. Januar 1849.

Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter B hee

Güter Verſteigerung. (132) Mittwoch den 31, d. M., Vormittags

um 10 Uhr, wollen die Philipp Thomas'ſchen

Eheleute ihre Hofraithe und ſämmtlichen Güter ſtücke unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigern laſſen. Fauerbach II. den 24. Januar 1849. Der Gr. Beigeordnete Neffe.

NN NN N

Privat Bekanntmachungen. Arac de Batavia!

(103) Rum de Jamaica, feinſte Orange- und Ananas⸗Arac⸗Punſcheſſenzen, Lapperdan, Stock⸗ fiſche, holländiſche Vollhäringe, Vollbückinge, Sardellen, Malaga-Citronen, ächten Emmen⸗ thaler- und Limburgerkäs, feinſte Stearin⸗,

Tafel⸗ und Chaiſenlichter, inländiſche, auslän⸗

diſche und überſeeiſche Tabake und Cigarren, bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209.

2* 2 Geſchaͤfts-Empfehlung. (111) Einem verehrlichen hieſſgen und aus⸗ wärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige, daß ich neben meinem ſeither dahier betriebenen Ge ſchäft, in Anfertigung neuer und Reparatur alter Regen- und Sonnenſchirme, auch einen Ladenlmit Seide, Zwirn, Schnur, Einſchußgarn, Watten, Knöpfe aller Art, Strick- und Stickwolle, und ſonſt in dieſes Fach gehörende Artikel in meiner ſeitheri⸗ gen Wohnung, in der Judengaſſe neben Herrn Kaufmann Goldmann sen., eröffnet habe, und empfehle mich unter Zuſicherung prompter und billiger Bedienung, indem ich ſtets dafür beſorgt ſein werde, meine verehrlichen Geſchäftsfreunde mit guter Waare und dauerhafter Arbeit zu

verſehen. Friedberg den 17. Januar 1849. S. Garde.

Veröffentlichung.

(121) Nachſtehende Gebäude ſtehen bei Jo⸗ hannes Schäfer IV. zu Heegheim auf den Ab⸗ bruch zu verkaufen: 1) eine ſich in ganz gutem Zuſtande befin⸗ dende Scheuer, aus lauter geſundem eichen Holz, noch nicht lange erbaut, von 46 Fuß Lange und 35½ Fuß Breite.

2) Ein Holzſchoppen, 24½ Fuß lang und

19½ Fuß breit, ebenfalls in ſolchem Zu⸗ ſtande.

3) Ein Rindviehſtall, 23½ Fuß lang und 14 Fuß breit, welcher ganz gut zu einem Haus von einem Stockwerk eingerichtet werden kann, ebenfalls von gutem geſun⸗ den Holze erbaut.

Heegheim den 18. Januar 1849.

Johannes Schäfer IV.

Zum Vermiethe n. (127) Der zweite Stock in meinem Hauſe iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Juni bezogen werden. Ludwigsſtraße Nro. 26.

Ehr tian! Re ucß.

Zum Vermiethen. (133) Ein vollſtändiges Logis, dem Großh. Landgericht gegenüber, hat zu vermiethen

Friedberg. Friedrich Rodaug.

Für Auswanderer nach den öſtlichen Provinzen des Preußiſchen Staats.

(S6) Um den ſo häufig eingehenden Anmeldungen, zur Betheiligung bei den Anſiedlungen auf Königl. Preuß. Domänen, insbeſondere der Domäne Mokrau, und da Letztere bereits ſo weit verkauft iſt, ſachgemäß erwiedern zu können, bemerke ich auf dem öffentlichen Wege, daß nun⸗ mehr das Dominſum Bendzmirowitz, an der Hauptſtraße von Berlin nach Königsberg gelegen und eine Stunde von Mokrau, in einigen Wochen parcellirt, zum Verkauf aus der Hand kommt,

Das Dominium hat eine Geſammtfläche von 4500 Morgen, à 400 Klafter heſſiſches Maaß, mit 500 Morgen Buchen- und Eichwald, eine günſtige Lage und ſehr günſtiges Wieſenverhältniß. Die eingetheilten Parcellen ſind, von 50 Morgen aufwärts, in jeder möglichen Größe zu erhalten. Die Bedingungen und ſonſtige Verhältniſſe ſind ſehr günſtig, ſowie der Preis ſo billig geſtellt, daß dieſe Anſiedlung jede Aufmerkſamkeit, Seitens der Auswanderungsluſtigen oder ſonſtiger Grund⸗ erwerber, verdient. Der Kaufſchilling wird beim Kaufabſchluß mit /, nach 5 Jahren mit ½, und innerhalb 10 Jahren das letzte Drittel abbezahlt. a N Die ausgeſtellten Feldfrüchte auf dem ganzen Dominium erhalten die Anſtedler, im Ver⸗ hältniß der. erkauften Fläche zum Ganzen als Eigenthum, ohne dafür irgend eine Vergütung zu leiſten, wodurch er von vornherein mit keinen Nahrungsſorgen zu kämpfen hat und ſich eine behag⸗ liche Zukunft ſichert. Ferner iſt zu bemerken, daß der Morgen Land mit Wieſen, durchſchnittlich nicht über 18 Thlr. kommt, und werden die Parcellen von allen Laſten frei, außer der ſehr geringen Staatsſteuer, dem neuen Erwerber übergeben.