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Allein nie werden wir e 0 Rückſichten der Erſparniß ſoweit treiben, daß ſie ihre Diener auf ſolche Weiſe in ihren Gehalten verkürzen, daß dieſe außer Stand geſetzt werden, ihren Dienſt pflichtgetreu zu erfüllen, oder gar zu Opfern aus dem eigenen Vermögen genöthigt werden. Wir führen hier beiſpielsweiſe die uns oft vorgekommenen Gehaltsherabſetzungen
8* 9 1 155 0 2 88 4 8 Erſparniſſe thun d n Noth, und wir empfehlen i ihnen, ſolche wo thunlich in i em Haushalle eintreten zu laſſen. U 8
igen können, wenn die Gemeinden dieſe*
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der Forſtſchützen und Polizeidiener ung die, Serunperung der Hüre ug 5 Fangen 44 0
koſten der Bürgermeiſter an. f
In der Oeffentlichkeit der Gem indetathsſizungen erblicen wir
die Garantie für die Lauterkeit der Beſchlüſſe der Ortsvorſtände und
die redliche Verwaltung des Gemeindevermögens, und Pei. 4 4
wirkſames Mittel zur Bildung und Hebung des Volkes und zur Be⸗
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1 9 Getraute:
Ludwig Böhm, Ortsbuͤrger zu Griesheim und Gr. Geometer an der Eiſenbahn, Section Butzbach, mit Johannette Mariane arbara, des berittenen Grenz⸗
ſufſchers und Gr. Hofjägers Chriſtian Diehl dahier Hege cds 4. f
a Getaufte: ö Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Karl Hagemann ein Sohn, Johann Censqd geb. den 23. Januar.
förderung ſeiner größgren Theilnahme an einen Angelegenheiten und 5 en beben wie uus ap a daß die 5 Zvorſtändg, 5. 1 uneheliche Tochter, Ida Henriette, geboren den 1 1 e*
unſeres e 8 den gerechten Anforderungen und ünſchen der Zeit in dieſer Beziehung ſich nicht länger verſchließen werden.
Die Verleihung des Staatsbürgerrechtes an die Israeliten und!
deren Gleichſtellung mit den Chriſten in politiſcher und bürgerlicher Beziehung durch den Staat ſcheint noch nicht alle Vorurtheile gegen unſete Brüder füdiſchen Glaudens überwunden zu haben, und mit Bedauern haben wir ſprechende Beweiſe hiervon bei unſeren Ver⸗ handlungen wahrnehmen müſſen. Wir hegen zu den Ortsvorſtändeu unſeres Bezirks das innige Vertrauen, daß ſie dem Gebote der chriſt⸗ lichen Liebe und den geſetzlichen Beſtimmungen nicht länger wider⸗ Feed den Iſraeliten, namentlich bei ihren Geſuchen um orts⸗ ürgerliche Aufnahme keine unnsthigen und ungerechten Schwierig⸗ keiten in den Weg legen werden. 3 9 Daß die Oxtsvorſtände den Schulen, der ſittlichen und intellee⸗ tuellen Bildung der Jugend, den Intereſſen der Landwirthſchaft und namentlich auch dem Armenweſen ihre ganze Fürſorge zuwenden möchten, betrachtet der Bezirksrath als einen ſeiner heißeſten Wünſche und iſt bereit, allen in dieſer Beziehung an ihn gerichtet werdenden Anforderungen hilfreiche Hand zu bieten. Was das Armenweſen betrifft, ſo glaubt er auf die überhandnehmende Bettelei, namentlich der Kinder und arbetts fähiger Leute aufmerkſam machen und den Wunſch, daß verſelben kräftigſt entgegen getreten werde, ausſprechen zu müſſen. Weiter aber empfehle er, wo die Verhältniſſe es geſtatten, die 2 von Kleinkinderbewahr⸗ und Knabenarbeits⸗Anſtalten, rivat⸗Wohlthätigkeitsvereinen und die Errichtung einer Arbeitsan⸗ falt für den Regierungsbezirk Friedberg, bei der ſich die einzelnen Gemeinden mit entſprechenden Beiträgen betheiligen könnten. Dus zweckmäßige der Bildung von Schiedsgerichte in den einzelnen Orten zur gütlichen Schlichtung von Rechtsſtreitigkeiten be⸗ darf wohl keiner weiteren Begründung.. 5 Der Bezirksrath hegt die Ueberzeugung daß er nur dann ſeine volksthümlichen Zwecke vollſtändig zu erreichen vermag; wenn ihn die Gemeinden ſelbſt und deren Vertreter in ſeinem Streben für Recht und Freiheit, ſowie für das materielle Wohl des Bezirks Unterſtützen werden. Er ſpricht deßhalb dieſe Unterſtuͤtzung im voll⸗ ſten Maaße an und zweifelt bei der Einſicht der Ortsvorffände nicht Laran, daß ſie ihm werde. Ordnen wir mit weiſem Sinn und 7 en was zum wahren Heile des Bezirkes dient, ſetzen die möglichſte Beförderung des Gemeinwohls als das höchſte 1 unſerer Thätigkeit, weihen wir alle unſere Kräfte der fittlichen und geiſtigen Entwickelung des Volkes, der Anerkennung der noth⸗
wendigen Rechte und Freiheiten deſſelben, der Gründung gemein⸗
nütziger Anſtalten, der Linderung der Armuth— und der Erfolg wird unſere Bemühungen krönen. f Friedberg den 12. Januar 1849. Uamens des Vezirksrathes: Der Vorſitzende: Der Schriftführer: R. Stockhauſen. N Kuhl.
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Januar. 10 Bürger und Kaufmann, Mitglied des Gemeinde⸗ hs und Kirchenvorſtandes Jacob Steinhäuſer IV.
— ein Sohn, Arnold, geb. den 8. Januar.
20,
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25.
25.
Dem Bürger und Bäckermeiſter Adam Sohn, Jacob, geb. den 18. Januar.. Dem Bürger, Schuhmacher und Taglöhner Johannes Wuſtenhöfer eine Tochter, Juliane Margarethe, geb. der 4 Pidg e d e
Dem Bürger und Taglöhner Jacob Wüſtenhöfer ein Sohn, Johann Chriſtoph, geb. den 5. Februar.
Dem Bürger und Pfläſterer Johannes Görnert eine
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Tear, lune Seger
Beerdig Dorothea Margarethe, des weiland Bürgers und Roth⸗
gerbermeiſters Joh. Chriſtoph Gröninger ehelſche Tochter,
alt 20 Jahre, 2 Monate und 16 Tage, t den 1. Febr. Ernſt Ludwig Schäffer, alt 27 Jahre, 6 Monate und 2 Tage, T den 3. Februar. ein Marie Margarethe Jacobine, des Bürgers und Kamin⸗ fegers Georg Andreas Brüchnet eheliche Tochter, alt 1 Jahr, 4 Monate und 5 Tage, 1 den 8. Februar.
„Caroline Sophie, des verlebten Bürgers und Schuh⸗
machermeiſters Johannes Berner ehelich ledige Tochter,
alt 25 Jahre, 7 Monate und 28 Tage, f den 9. Febr.
26.
1
. Margarethe Chriſtine Rumpf, alt 1 Jahr, 4 Monate und 1 Tag, 1 den 11. Februar. e
1
Jacob, des Bürgers und Inſtrumentenmachers Jacob Marguth erſter ehelicher Sohn, alt 5 Jahre, 7 Mo⸗
nate und 23 Tage, t den 14. Februart.t..
Der Buͤrger und Schuhmachermeiſter Juſtus Andreas
Frank, alt 62 Jahre und 2 Monate, 1 den 16. Febr. Eliſabethe Gotthardt, des weiland Poſtknechts allhier Wilhelm Daniel Gotthardt eheliche ledige Tochter, alt 75 Jahre, 11 Monate und 20 Tage, k den 22. Febr. „Die, Hebamme Eliſabethe Bauer, des Bürgers und
Polizeidieners Ernſt Bauer zweite Ehefrau, geb. Wilz,
alt 32 Jahre, 4 Monate und 8 Tage, 1 den 25. Febr. Katharine, des weiland Bürgers und Sattlermeiſters
Adam Klös nachgelaſſene Wiktwe, geb. Berner, alt
62 Jahre, 7 Monate und 10 Tage, f den 25. Febr.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. i
N *
Lohrinde⸗Verſteigerung.
(406) Dienſtag den 27. März d. J, Nach⸗ mittags 2 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewald auf circa fünf Morgen jungem, 30 jährigem Eichenſchlag die Lohrinde, vorzüglicher Qualität, unter den vor der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, verſteigert wer⸗ den. Indem ich dieß hiermit zur Kenntniß des geehrten Publikums bringe, bitte ich die Herren
veröffentlichen zu laſſen. Ju Gegendienſten bin ich ſtets bereit.*„ 18 Selters am 7. März 1849.
Bürgermeister dieſe Verſteigerüng noch beſonders E We 8 an den Meiftbietenden verfteigert. Alan
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Der Großh. Heft. Bürgermeiſer 5
Emrich. Holz ⸗Verſteigetung.
(482) Montag den 26. März, Morgens um
9 Uhr, werden im Gemeindewald Jungenholz: 20 Eichenſtämme, zu 503 Cubikfuß, 7 Klafter eichen Scheitholz n„ büchen„ 2„ gemiſchtes Holz,
*
2000 Stück gemischte Wellen. 15 an
Pfaffen wie sbach den 10. März 1849,
10%; Der Bürgermeiſter 1 Münt Ru p p, 10 Main Weſer⸗ Eiſen bahn.
(470) Dennerſtag den 29. März d. J. Vor⸗
mittags 9 Uhr werden in dem Gaſthaus zum Karlshof in Okarben nachgenannte Arbeiten und Materiallieferungen zur Herſtellung der Ueber⸗ gänge nebſt Sperrungen in der Sektion Vilbel
öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Akkord
gegeben werden, und zwar
Wendel n


