Ausgabe 
14.11.1849
 
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vative, Freigeiſter oder Momiers ſeien. Sie waren im Canton Neufchatel..

Sie lenkten nun ihre Blicke nach Deutſchland.Dort wollen wir Hütten bauen! ſagten ſie;Deutſchland iſt die Heimath der Philoſophie, des Walzens, der Muſik und des Bieres. Dort kümmert man ſich um Nichts als um

Metaphyſik und Bier! Kaum aber waren ſie halb

wegs, ſo warnte man ſie bereits, nicht nach Wien und noch weniger nach Berlin zu gehen. Weiterhin beſtärkte ſich das Gerücht; aber Deutſchland iſt ja groß, dachten ſie. Als aber ihr Reiſewagen über eine Brücke fuhr, ſprengte ihnen eine Reiterin, ein anmuthiges Geſchöpf mit langem,

wallendem Haar, in ein prächtiges Reitkleid von ſchwarzem

Sammt, gekleidet, mit einem ſo kecken Profil, daß man ſie für die Königin der Amazonen hätte halten können, auf einem edlen ärabiſchen Roß ſo heftig entgegen, und warf ſich ihnen ſo haſtig in den Weg, daß der Poſtillon kaum Zeit hatte, das Geſpann auzuhalten.Zurück! halt! rief ſie ihm zu und ſtreckte ihm eine Piſtole mit geſpanntem Hahn entgegen. Der Poſtillon glitt erſchrocken vom Gaule und hielt knieend ſeine Pferde an, während Arthur als er den Kopf aus dem Wagenſchlag ſtreckte, in der verzwei⸗ felnden Amazone keine Andere erkannte, als Lola Montes, die Gräfin v. Landsfeld.

Ich verſichere Sie, Madame, ſagte er mit freund⸗ lichſter Miene,daß wir weder preußiſche Gendarmen noch bayriſche Polizeidiener ſind! Haben Sie deßhalb die Gnade Ihr Pulver und Blei für irgend eine größere und bedeut ſamere Veranlaſſung und politiſche Kataſtrophe aufzube⸗ wahren, und erlauben Sie uns, unſere Reiſe ungehemmt fortzuſetzen! Lola Montes brach in ein lautes fröh⸗ liches Gelächter aus, das die Echos der Berge weckten.

Dieſe Echos waren alten Höflingen zu vergleichen, nur

etwas mehr natürlich. Nehmen Sie guten Rath an, woher er auch komme, und gehen Sie nicht nach Deutſchland! ſagte ſie.Es

Man hat mich aus München verjagt; wollen Sie mir nicht mein ſchöͤnes Hotel abkaufen? Und als Arthur verneinte, ſprengte die Gräfin Landsfeld davon wie ein Pfeil vom Bogen, während Arthur und Mathilde befremdet einander anblickten, als wollten ſie einander fragen, nach welchem Lande man ſich denn eigentlich wenden müͤſſe, um Ruhe zu finden.Laß uns immerhin weiterreiſen, im mer gerade aus! ſagte Mathilde.Es wird nicht ſo

fürchterlich werden, als wir's uns vorgeſtellt haben! Und

ſie reiſten in geradeſter Richtung weiter durch Feld und Flur, Wald und Wieſen, über Berg und Thal, bis ihnen

der grüne Rhein eine ſpiegelhelle Schranke gegen das Wei

terfahren entgegenſetzte; dann ſetzten ſie ſich zu Schiffe

und fuhren ſtromabwärts auf dem herrlichen Strom und hielten nicht eher als angeſichts des Johannisbergs, wo ſie einen alten Mann in einer Laube ſitzend fanden, mit

einem Glas und einer Flaſche vor ſich. Es war Fürſt Metternich.. 1

(Schiuß folgt.)

Eine Anekdote. 8

Ein Jude in England hatte geſtohlen und war dar⸗ über ertappt worden. In dem Artikel verſtehen die Eng⸗ länder keinen Spaß und das Geſetz ſpricht, daß der Dieb gehängt werde.

So fiel dann des Juden Urtheil auch nicht anders

aus. Als er nun zum Galgen geführt wurde, und der

Henker den Schlupf ihm um den Hals legen wollte, ſchrie der Jude: Au weih! und ſprang auf die Seite. Die Gerichtsdiener ſtießen ihn wieder herbei.

Herr Scharfrichter, rief er: Mache Se mer das Strickelche doch um de Leib; am Hals bin ich immer gar kitzelig geweſe!

herrſcht eine dumpfe Gährung und wilde Wuth drunten.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

NN

E die haba dun g.

) Großherzogliches Hofgericht der Pro⸗ 90 en hat gegen Joſt Merz von In⸗ heiden Concursproceß erkannt und es werden Daher alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an denſelben bilden zu kön⸗ nen glauben, aufgefordert, ſolche ſo gewiß im Termin 8 den 17. December I. J., Vormittags 9 Uhr, bei dahieſigem Landgerichte anzuzeigen, widrigen⸗ falls ſie damit ſtillſchweigend von der Maſſe ausgeſchloſſen werden.. N en den 8. Oktober 1849. Großh Heſſ. Landgericht Hofmann. Brück.

Edietalla dung.

8 orderungen oder ſonſtige Anſprüche 91 Fa ae Raab von Inheiden, gegen welchen Gr. Hofgericht zu Gießen den Concurs⸗ proceß erkannt hat, ſind Montag den 20. December, Vormittags 9 Uhr, ſogewiß bei dem hieſigen Landgericht vorzubringen, widrigenfalls der Ausſchluß von der Maſſe er⸗ kannt werden wird.

Hungen den 23. Oktober 1949. Großh. Heſſ. Landgericht 5 Hofmann. Brück.

Main- Weſer⸗Eiſenbahn. 7 Section Butzbach. (1646) Freitag den 16. November, des Vor⸗ mittags 9 Uhr, werden die mit Schienentrans⸗ port zu fertigenden Erdarbeiten in den Gemar⸗ kungen Niederweiſel, Oſtheim und Obermörlen, in einem Looſe veranſchlagt zu 16500 Gulden, an den Wenigſtfordernden durch öffentliche Ver⸗ ſteigerung in Accord gegeben. Die Zuſammen⸗ kunft iſt am Uebergang der Oſtheimer Vicinal⸗ ſtraße. Butzbach am 5. November 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eicke meyer.

Hofraithe⸗Verſteigerung. (1663) Montag den 19. November d. J., Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rath⸗ hauſe auf freiwilligen Antrag des hieſigen Bür⸗ gers und Büchſenmachers Emmerich Felix Fritz, die demſelben gehörige Hofraithe ſammt Gärt⸗

chen in der Auguſtinerſchulſtraße, öffentlich meift⸗ bietend verſteigert und zugleich bemerkt, daß bel

annehmbarem Gebot der Zuſchlag und Ge nehmigung alsbald erfolgen wird. Friedberg den 12. November 1849. In 05 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Verſteigerung.

ö(186 n) Montag den 19. November d. J.,

Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rath⸗ hauſe auf Antrag der Chriſtian Friedrich Engels Wittwe dahier, der derſelben gehörige Stall und

Gärtchen, in der Auguſtinerſchulſtraße, einer frei⸗ willigen öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt. Friedberg den 12. November 1849. In 2 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Verſteigerung.

(1665) Montag den 19. November d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe auf Antrag der Erben der Baruch Grödels Wittwe dahier, das nachbeſchriebene Grundſtück in der Gemarkung Fauerbach II., als: P. N. 354/1 272,8[◻Klafter Acker im Holderbuſch, an Schloß Fauerbach, zehntbar, öffentlich freiwillig unter den im Verſteigerungs⸗ Termin bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen verſteigert werden und wird zugleich bemerkt, daß bei annehmbarem Gebote die Genehmigung ſogleich ertheilt wird. Friedberg den 12. November 1849. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Ge ſu ch. (1666) Die hiefige Gemeinde ſucht ein Ka⸗ pital von Zweihundert Gulden anzuleihen, Luſt⸗ tragende zur Anleihe wollen ſich bei dem Unter⸗ zeichneten anmelden.

Nonnenroth den 5. November 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meß ger.

Capital⸗ Aufnahme.

(1667) Oie Gemeinde Büdesheim iſt willens

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