Ausgabe 
14.3.1849
 
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Holz- Berſteigerung. (130) Diel früter bekannt gemachte und am d. Mts, in hieſigem Gemeindewald abgehaltene olz⸗Verſteigerung iſt nicht genehmigt und werden Donnerſtag den 15. d. Mts., wieder 300 Stämme eichen Bau- und Werkholz zum Verkauf ausgeboten. Der Anfang iſt um neun Uhr Vormittag. 13119 Lindheim den 6. März 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Fach 3 * Holz Verkqu f. N (4300 Dienſtag ven 20. J. Mts., Vormittags

Palb 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald 140 Stecken buchen Stheitholz,

* Prügelholz,

84 Stockholz, 5 Reisholz, ſodann ö eichen Scheitholz,

16* Prügelholz, 8 Stockholz,

35 Reisholz, und

1 36 eichene Bauſtämme, 3355 Cubik⸗Fuß, 4 buchene Werkholzſtämme, 360 Cubik⸗

Fuß haltend, meiſtbietend verkauſt werden, wozu Kaufliebhaber einladet 334

Wölfersheim den 10. März 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter All wohn.

Holz Verſteigerung. (432) Donnerſtag den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags präcis 9 Uhr, ſoll in dem Gemeindewald zu Niedermörlen, in nachbenannten Schlägen folgendes Gehölz an den Meiſtbietenden verſtei⸗

gert werden:

15 im Schlag II. 812. Wellen aspen weiden Reiſerholz, im Sch. ia g IV. 425 Wellen aspen weiden Reiſerholz, f n Schein. 125 Wellen aspen weiden Reiſerholz,

4) im Schlag VIII. 105 Wellen Dorn,

5) im Schlag IX.

21 Stecken nadel Scheitholz,

21 Prügelholz, 18 ne Stcockholz, 2425 Wellen Reiſerholz,

16 Leäſte Allerleiholz,

21 Nadelbauſtämme, 273 Cubik- Fuß enthaltend, f

3. nadel Stangen, 6 Cubikfuß enthaltend, 6) im Schlag X. 87 Wellen Dorn, 7) im Schlag. JI. 600 Wellen Dorrn.

Bemerkt wird hierbei noch beſonders, daß die vorkommenden Dornwellen ſich vorzüglich zur Herſtellung von Zäunen eignen.

Die Zuſammenkunft iſt zur beſtimmten Stunde am Forſthaus Winterſtein.

Niedermörlen den 10. März 1849. 75 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter

75 eee Verkauf von Eichen⸗Lohrinden in den Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg, für 1849. un kran (133) Der Verkauf der oben erwähnten Eichen⸗ Lohrinden ſoll auf dem Soumiſſionswege ſtatt⸗

nden. f a 0 Der Materialertrag derſelben iſt abgeſchätzt: ) in dem Diſtricte Frauenwald 20 jährig,

zu 310 Centner

b) in dem Diſtricte Burgwald

18jährig, zu 443 e) in dem Diſtricte Weſter⸗ feld ſcher Wald, 30 jährig zu 182 Zuſammen 935 Centner.

Die Verkaufsbedingungen liegen aufdem Vureau

des Unterzeichneten und dem des Gr. Revier⸗

3

förſters Bingmann zu Oberrosbach zur Ein offen. Die einzureichenden Gee fd 5

bis zum 4. April d. J. mit der Aufſchrift Eichen⸗Lohrinden des Reviers Oberrosbach be⸗ tteffend, verſiegelt und mit deutlicher Namens⸗ uuterſchrift verſehen, an den Unter zeichneten ge⸗

langen zu laſſen, welcher an dieſem Tage Morgens 10 Uhr die Eröffnung der Eingaben auf ſeinem Bureau vornehmen wird. Diejenigen, welche Gebote eingereicht haben, können derſelben bei⸗ wohnen. 75 Die Gr. Forſtſchützen Blecher zu Oberrosbach, König zu Winterſtein und Schlitz zu Niedermör⸗ len find angewieſen, den Kaufliebhabern die Schläge, in welchen die Eichen⸗Lohrinden pro 1849 geerndt werden, vorzuzeigen. Rodheim den 9. März 1849. 0 Der Gr. Heſſ. Forſtmeiſter des Forſtes Friedberg Rübſamen. Bekanntmachung, Zahlung für empfangene Klötze betreffend. (130 Die Braunkohlenkäufer des hieſigen Werks werden davon in Kenntniß geſetzt, daß auf Rechnungen für empfangene Klöße nur dann bei der Verkaufskaſſe auf dem Werk Zahlung erfolgen kann, wenn dabei die Rechnungen der Schichtmeiſterei vorgelegt werden, dieſelben erſt ſeit 4 Wochen ausgeſtellt und noch keinerlei Klagkoſten darauf erwachſen find. Alle andern Rechnungen müſſen bei der Be⸗ triebshauptkaſſe in Reichelsheim bezahlt werden; namentlich können auch Abſchlagszahlungen nur bei letzterer Kaſſe angenommen werden. Dabei wird bemerkt, daß Bergarbeitern des Werkes bei Verluſt der Arbeit und des Lohns, und den Steigern und Auf⸗ ſehern bei Verluſt des Dienſtes unter⸗ ſagt iſt, die Beſorgung von Geldern an

eine der beiden Kaſſen für dritte Per⸗

ſonen zu übernehmen, und daß nur von Schichtmeiſtern, oder, unter obigen Vorausſetzun⸗ gen, von Unternehmern ausgeſtellte Quittungen als rechtsgültig von Seiten des Werks aner⸗ kannt werden. Braunkohlengrube Wilhelms hoffnung bei

Dornaſſenheim am 10. März 1849.

Fer. Schmidt, Bergverwalter.

NN

Privat. Bekanntmachungen.

Wiener Putzpulver, (391) das Pocket zu 4 und 8 kr. Mittelſt dieſes ulvers kann man augenblicklich allen Metallen, als Gold, Silber, Kupfer, Meffing, Zinn, Stahl, Eiſen ꝛc., den prachtvollſten, tiefſten Glanz ertheilen. Zu haben in. Friedberg bei P. F. Schmittner. Bekanntmachung. (485) Den Theilnehmern des am 20. Feb⸗ ruar d. J. im Trapp'ſchen Gaſthauſe abgehal⸗ tenen Balles wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß nach Bezahlung aller Koſten ein Reſt von 5 fl. 47 kr. geblieben iſt, welcher auf Beſchluß des Ballvorſtandes an die Kaſſe der Kleinkin⸗ derbewahr⸗Anſtalt dahier abgegeben wurde.

Daß 9 7 fur dieses Frühjahr 3 ich wieder für dieſes Frühl 110515 Sorten friſchen und ächten Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Waldſämereien beſtens ver⸗ ſehen bin, bringe ich allen meinen Freunden in geneigte Erinnerung; ich werde das mir ſeit vielen Jahren geſchenkte Zutrauen durch reelle Bedienung und äußerſt billige Preiſe immer zu erhalten mich beſtreben. Preisverzeichniſſe wer⸗ den gratis abgegeben. Auch übernehme ich Be⸗ ſtellung von allen Sorten veredelten Obſt⸗ und Zierbäumen, Zierſträuchen, Roſen und Blumen⸗ ſtöcke und dergleichen, welche ich billig und ſchnell beſorgen deere 3 riedberg im Mär, 5 . 2 g M. Jung.

. Matzen. 437) Aus der Großh. Seminarbaumſchule nd noch einige Hundert ſchöne Wildlinge, Stein⸗ obſt⸗ und Aepfelbäumchen, billig zu verkaufen. Friedberg den 12. März 1840, f

*. J. Wahl) Seminarlehret. Nr. 129 (488) bat die geſtrickte Damen ⸗Shawl, und Nr. 58, 171, 68 und 21 die Perlen⸗ Geldbeutel gewonnen. e Piet, aus Obereſchbach. (4390 Aue Sorin Saanen f e Sorten Saamen wieder friſch und ächt zu haben bei a Wilhelm Schmidt, g neben dem Landgericht. Verſtei gerung.

(440) Jakob Fabri von Bönſtadt beabſich⸗ tigt, Montag den 19. März die ihm zu⸗ ſtehende Ziegelhütte zu Hungen auf ein Jahr durch öffentliche Verſteigerung in Pacht zu geben. Die Bedingungen können bei dem Beſitzer oder am Tage der Verſteigerung bei Gaſtwirth Luft in Hungen eingeſehen werden. Schlußerklärung gegen Inſerat 356. (4410 Folge eines Druckfehlers, Inſerat 394, leſe man Kalk ſtatt Backſteine.

Daß Abends zweimal Kalk geliefert, iſt der Grund in dem zu ſpäten Beſtellen, derſelbe war nicht eher zu haben, auch ſollte ich bei Verzug Unkoſten bekommen. Dann iſt eine freie Ueber⸗ gabe meines Guthabens an die Gemeinde wegen Verzögerung der Zahlung an Jemand geſchehen, wo ich ſchon ähnliche Fälle übergeben und über⸗ nommen habe, würde nur einer der Verläumder meine vieljährige Forderung bezahlen.

Grünwald. Oeffentliche Anerkennung. (442) Wenn die Preſſe in unſeren Tagen jed⸗ wede mißliebige Perſönlichkeit vor das Forum der Oeffentlichkeit zu ziehen und ihre Handlungs- weiſe an den Pranger zu ſtellen ſich angelegen ſein läßt, ſo verdienen gewiß mit gleichem

Rechte edle Charaktere öffentliche Anerkennung

und es dürfte in den Spalten eines Blattes, deſſen Leſerkreis mit Artikeln wechſelſeitiger Be⸗ kämpfungen ſattſam tractirt wird, einmal ein andres Bild zu ſehen, eine, wenn auch über⸗ raſchende, doch vielleicht nicht unerfreuliche Er⸗ ſcheinung ſein. ö

Die Unterzeichner fühlen ſich gedrungen, wenn auch nur mit wenigen Worten, einer Dame öffentlich zu gedenken, deren höchſtes Glück in der Beglückung ihrer Nebenmenſchen beſteht. Es iſt dies unſere allverehrte Frau Geheime Räthin Freifrau von Günderode, das Glied einer Fa⸗ milie, deren Adel ächt menſchenfreundlicher Ge⸗ ſinnungs⸗ und Handlungsweiſe, jedem Wechſel und Sturme trotzend, ſich erhalten und fort⸗ pflanzen wird in den Herzen von Höchſt's Be⸗ wohnern, die mit Liebe ihr entgegenſchlagen. Nicht nur daß wir den einzelnen Gliedern dieſer Familie die wohlthätigſten Anſtalten zur Unter⸗ ſtützung der Dürftigen verdanken, läßt ſich das liebevolle Herz ſtets weich und die milde Hand ſiets offen finden, wie der Einzelnen Noth zu mildern, ſo das Wohl der Geſammtheit zu fordern.

Einen ſprechenden Beleg hierfür bildet nun, der einzelnen Liebesgaben nicht zu gedenken, ein der Gemeinde von Freifrau von Günderode zum Zwecke der Erweiterung unſeres Friedhofes und der Einrichtung eines Leichenhauſes gemachtes Neujahrsgeſchenk, beſtehend in einem von ihr zum Preiſe von 600 fl. angekauften Garten mit einer Hofraithe..

Höch 12 Nidder den 9. März 1849.

Namens des Ortsvorſtandes: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger.