Ausgabe 
15.3.1848
 
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Intelligenz Glatt

fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen,

den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke

im Beſonderen.

* 22.

Mittwoch, den 15. Maͤrz

1848.

Anuntlicher Sbeil.

Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg

an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes.

Setreffend: Die Streunutzung in den Domanial- und Communal⸗ Waldungen.

Ich benachrichtige Sie, daß an die Großh. Forſtbe⸗ ſörden höchſten Orts die Weiſung ergangen iſt, daß ſie

us den Communalwaldungen, ſoweit dleſes geſchehen kann,

das wirkliche Bedürfniß zu befriedigen ſuchen und wegen ſraglaſtweiſer Abgabe von Waldſtreu die geeigneten An⸗ talten treffen ſollen. 8

Sie haben ſich deßhalb alsbald an die Großh. Revierförſter zu wenden und mit denſelben in Benehmen zu treten. f

Friedberg den 11. März 1848.

Küchler.

I Deputation des Friedberger Stadtrathes an Se. K. H. den Erbgroßherzog-Mitregenten.

Um Sr. Königl. Hoheit dem Ergroßherzog-Mitregenten zm Antritte Allerhöchſt Seiner Regentſchaft allerunter⸗ hänigſt Glück zu wünſchen und zugleich den Dank und die Freude der Bewohner hieſiger Stadt wegen der dem Volke mittelſt Allerhöchſter Entſchließung vom 6. März d. J. jetzt vuldvoll verliehenen Rechte und gemachten Zugeſtändniſſe aus udrücken, erwählte der hieſige Stadtvorſtand, das geſetzliche Organ der Bürgerſchaft, am 7. d. M. aus ſeiner Mitte eine Depu⸗ tation an Allerhöchſtdenſelben. Die Deputation, beſtehend aus den Herren Bürgermeiſter Bender, Kaufmann Carl Groß und Apotheker Carl Wahl, verließ in der Nacht vom 7. nuf den 8. d. M. die Stadt und wir ſind in den Stand zeſetzt, in dem Nachfolgenden die von ihr überreichte, von Herrn Hofgerichts-Advokat Trapp III. verfaßte Adreſſe den Leſern unſeres Blattes mittheilen zu können. Sie lautet:

Durchlauchtigſter Erbgroßherzog und Mitregent! Allergnädigſter Fürſt und Herr!

Tage ſchwerer Prüfung haben ihren Kreislauf vol⸗ llendet der Heſſen Stolz und Freude iſt mit Ruhm gekrönt,

denn ein weiſer und gerechter Fuͤrſt hat, im Drange der Verhültniſſe die Zügel der Regierung ergreifend, den ernſten Ruf der Zeit erkannt, hat die Wünſche ſeines treuen Volkes erhört. Mit dankbarem Jubel haben auch Friedbergs Be⸗ wohner die Verheißungen, welche Eure Königliche Hoheit in dieſen Tagen großer Weltbegebenheiten mit Vertrauen dem Volke verkündet, entgegen genommen.

So wird denn fortan in den Gauen unſeres engeren Vaterlandes der Wahrheit goldner Quell ungehemmt und ungetrübt dem Fürſten wie dem Volke ſtrömen ſo ſoll denn in Heſſeus Gauen hinfort durch die Freiheit des Gewiſſens das deligiöſe Bewußtſein treuer Unterthanen erſtarken ſo ſind denn den mit unerſchüͤtterlicher Liebe ihrem Fürſtenhauſe ergebenen Heſſen zur Gewährleiſtung der bürgerlichen und politiſchen Freiheit äußere und innere Garantieen, welche ſelbſt die kühnſten Hoffnungen erfüllt, als wahrhaftes Pal⸗ ladium geboten.

Auch wir, die geſetzlichen Vertreter der Stadt Fried⸗ berg, die wir unter einer ruhmvollen Regierung Eurer Königlichen Hoheit einer glücklichen Zukunft entgegenſehen, fühlen uns durch die großen Tagesereigniſſe mächtig ergriffen in unſerem Innern gedrungen, die Gefühle unſers wärmſten Dankes für die koſtbaren Gaben unſers hochherzigen Fürſten ſo in ungeheuchelter Weiſe wie in tiefſter Ehrerbietung darzubringen.

Wir begrüßen deßhalb in heiliger Begrüßung unſers verehrten und vielgeliebten Erbgroßherzogs Königl. Hoheit als unſern erhabenen Regenten wir begrüßen von Freude und Hoffnung bewegt, die neuen Räthe der Krone als Wächter unſerer neuen Reformen wir erflehen von der göttlichen Vorſehung für die Wohlfahrt unſeres Füͤrſten, »unſrer Mitbürger und des geſammten deutſchen Vater⸗ landes des Himmels reichſten Segen. Dankerfuͤllt und in treuſter Hingebung unſerm ruhmgekrönten Furſten aus der Fülle unſers Herzens Heil und Segen in der Ferne zu rufend, erſtirbt in tiefſter Verehrung.

Stadt Friedberg am 7. März 1848.

Der Bürger-Vorſtand Friedbergs. (Folgen die Unterſchriften.)

Bald nach ihrer Ankunft zu Darmſtadt gelangten die Deputirten bei Sr. K. H. dem Erbgroßherzog Mitregenten zur Audienz und wurden von Allerhöchſtdenſelben auf's Gnädigſte empfangen. Se. Köngl. Hoheit geruhten dem Sinne nach zu äußern:daß Sie die feſte Hoffnung hätten, es werde Ihnen gelingen, den Sturm der Zeit in