Ausgabe 
1.3.1848
 
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und Humanität ſelbſt zu arbeiten ſucht, wenn man auch gerade dieſe unter gleißenden Worten zur trügeriſchen Maske nimmt. Welchen Zweck kann man z. B. haben, wenn man Gerüchte ausſprengt, die ſo ungegruͤndet als gemeingefähr lich, die offenbar nur darauf berechnet ſind, die Maſſen des Volkes tief aufzuregen und mit bangen Beſorgniſſen zu er füllen. Es gehört eine Dreiſtigkeit dazu, die nur ſolchen Wühlern eigen zu ſein pflegt, in dem Augenblicke, wo von der Staatsregierung das Budget der Staatseinnahmen und Ausgaben fuͤr die nächſte Finanzperiode 1848/50 offen vor dem ganzen Volke hingelegt wird, zu ſagen:der Preis des Salzes werde erhöhet werden, um die Eiſen bahnkoſten zu decken. Es iſt dies eines jener gehäſſigen Ge rüchte, zu denen auch nicht der mindeſte Grund beſtehet. Die Staatsregierung, deren angelegentlichſte Sorge es un längſt noch war, dieſes nothwendige Bedürfniß des Volkes im Preiſe herabzuſetzen, kann wahrlich nicht daran denken, ein dem Landmann namentlich ſo unentbehrliches Product, das zugleich oft das einzige Gewürze der ärmeren Volks klaſſen iſt, wieder im Preiſe zu erhöhen. Möge man ſich doch nie durch ſo handgreifliche Unwahrheiten täuſchen laſſen! Ein zweites Gerücht, das man Beſorgniſſe erregend unter dem Volke ausſprengte, erſcheint eben ſo lügenhaft. Der Staat werde die Sparkaſſen zum Staatsver mögen ziehen, hat man geſagt. Nichts iſt ungegrün deter! Es gibt allerdings Staaten, wie z. B. Frankreich, wo dies Syſtem iſt. Bei uns hat ja aber die Staatsregie rung gerade das entgegengeſetzte aufs Beſtimmteſte ausge ſprochen und alle ihre Verfügungen deuten darauf hin, daß die Sparkaſſenanſtalten, welche bereits ſo ſehr wohl thätig im Lande wirkten, rein als Privatanſtalten be trachtet, daß ſie ſtets als ſolche beſonders verwaltet werden, daß ihr Vermögen niemals mit dem Staatsver mögen vermiſcht werden ſoll! Möge man ſich deßhalb ob ſolcher ungegründeten Beſorgniſſe beruhigen, der gleiche Gerüchte, welche ſo böswillig ausgeſprengt und leicht ſinnig weiter verbreitet werden, mit gerechtem Mißtrauen aufnehmen und erſt von verſtändigen und vorurtheilsfreien Männern prüfen laſſen, ehe man ihnen zu ſeinem und ſei ner Mitbürger Schaden Glauben ſchenkt, oder ſie wohl gar in ängſtlicher Beſorgniß weiter verbreitet! Möchten aber auch alle Sachverſtändige, welche den Staat und ſeine ge meinnützigen Anſtalten und Einrichtungen, ſeine wohlmei⸗ nenden Tendenzen beſſer kennen, ſich ſtets berufen fühlen, in dieſen Zeiten der Unruhe und der Bewegung den noch mehr aufregenden Lügen und Entſtellungen immer mit der Wahrheit und nur mit der Wahrheit entgegen zu treten!(Gr. H. Ztg.)

Für die armen Schleſier

ſind weiter bei dem Unterzeichneten eingegangen: durch J. Falk von Frau Suhrada 1 fl., A. L. 1 fl., K H. 1 fl. 45 kr., einem Ungenannten 1 fl. 45, . ff 4 Ch, W. 2 kr. J. L. 36 k., C, W. 30, M. W. 1 fl., E P. 1 fl., einem Ungenannten 1 fl., C. K. 18 kr., Chriſt. Schmidt 36 kr., J. F. 1 fl. 45, W. S. 30 kr., H. M. 1 fl., Wtw. Knispel 1 fl, durch M. Hir ſch von J. Rappolt 1 fl, Frau Z. Grödel Wtw. 1 fl. 30, durch die Redaction von der Abendgeſellſchaft bei Gaſt wirth Hofmann zu Wölfersheim 3 fl. 42, Jacob Meininger in Helden⸗ bergen 1 fl. 10, von den Jsraeliten in Heldenbergen, nemlich Abr. Roth⸗ ſchild 2 fl. 42, Simon Ballin Oppenheim 1. 45 kr., Seligmann Scheuer II. 1 fl., Samuel Mager 30 kr. Thaddäus Rothſchild 1. 1 fl.Dav Roth⸗ ſchild II. 45 kr., S. B. Oppenheim II. 12 kr., Baruch Speier 48 kr., Moſes Sichel 18 kr., Löb Oppenheimer 12 kr, David Speier 12 kr., Michael Scheuer 12 kr., Löb Sichel 12 kr., Aaron Speier 15 kr., Abr. Speier 30 kr., Th. Rothſchild II. 12 kr., Joſeph Scheuer 15 kr., Joſeph Speier 12 kr., Maper Rothſchild 24 kr., Gemeinderechner Jakob Scheuer 12 kr., Jakob Ballin 12 kr., Oberpf. Rahn in Oberrosbach 2 fl., Pf.

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Strack daſ. 1 fl., von einem Ungenannten zu Nauheim 2 fl., H. St. 1 fl., W. R. 1 fl. 45, J. W. 24 kr. direkt von zwei kleinen Kindern für die armen Leute, die krank find, 6 kr. G. Hauſtädt 1 fl. 45, Pf. Breiden⸗ ſtein zu Södel 1 fl., den unglücklichen deutſchen Mitbrüdern in Schleſten von Wickſtadt 17 fl. 36, Frau Leonhard zu Fauerbach 48 kr., Fried. Hel⸗ ferich zu Fauerbach 1 f. 45, A. B i ff 30, K. 1 fl. 00 Nh. 1 fl., von deſſen Kindern 42 kr, einer Ungenannten 12 kr., J. Heß 38 kr., Gemeinde Florſtadt durch Pf. Görtz. daſelbſt 10 fl., durch den⸗ ſelben von einzelnen Einwohnern zu Nieder- und Oberflorſtadt 17 fl. 30, mehreren Arbeitern im Steinbruche zu Fauerbach, geſammelt von Bern⸗ hard Otto 3 fl., Gemeinde Fauerbach II. 5 fl. Gemeinde Fauerbach I. 15 fl., Gemeinde Oſtheim 10 fl, von Pf.-Vikar Linß und Bürgermeiſter Jakobi in Rodheim geſammelt 78 fl. 27 kr., Singverein in Okarben 7 fl., einem Gemeindegliede in Bauernheim, nachträglich durch Pf. Buchhold 1 fl., Lehrer Kromm zu Steinbach, ſeinen Schülern und ſeinem Singverein 3 fl., J. Ameis in Obererlenbach 4 fl., C. F. H. von Bönſtadt 2 fl. 42, J. H. 36 kr., aus der Sparkaſſe zweier Kinder 24 kr. Fr. Philippi in Fauerbach 24 kr. Joh. Neiſel daſelbſt 30 kr., deſſen Kinder 30 kr., Peter Wirz von Dornaſſenheim 3 kr., Pf. Scharmann von Oberau 1 fl. 30, Seifenſieder Wolf 1 fl., Chr. Eichelmann) von Berſtadt 1 fl. 45 kr. Von Heldenbergen, wo die Herrn Lehrer Benk, Heinrich und Franz Henſch eine durch einige paſſende Worte eingeleitete Subscription er⸗ öffnet hatten, von Zeih, Pfarrer, 5 fl. 15, N. Ropiequet 1 fl. 45 K. Rumpf 4 fl., Dr. Conradi 2 fl. 30, Heinr. Henſch 3 fl. 30, deſſen Kin⸗ der aus ihrer Sparkaſſe 1 fl. 30, Pauly, Bürgermeiſter, 1 fl. 30, Dan.

Appel 24 kr. Johs Fuhr III. 24 kr., Jak. Goy II. 30 kr, Hch Hild 12 kr. 6 Johs. Goh 12 kr. Johs. Pauly II. 1 fl. 30, Johs. Schneider II. 45 kr:, Joſeph Pauly 24 kr., Balth. Grix 18 kr., Adam Franz 30 kr., Chriſt. Brauns Frau 30 kr., Marg. Rothweil 20 kr., Johs. Pauly Wwe. 24 kr, Andreas Manike 30 kr., Phil. Reul 6. kr., Gg. Kunkel 12 kr., Gg. Fuhr II. 3 kr., Ant. Braun Ww. 6 kr., Hch. Hacker II. 24 kr, Sch.

Fuhr II. 6 kr., Gg. Fuhr III. 6 kr., Hch. Hacker I. 6 kr., Fz. Ant. 0

Neff 6 kr., Peter Paulg 6 kr., Konſt. Seifried 3 kr, Konrad Gerlach 3 kr., Heinr. Emmerich e kr., Gg. Schmidt 6 kr., Balth. Häfner 15 kr., Gg. Schneider II. 12 kr. Johs. Meininger 12 kr., Andreas Appel 12 kr., Wilhelm Kalbhenn Ww. 6 kr., Johann Georg Rothweil 12 kr., Chriſtoph Weil 12 kr., Alexander Kunkel 6 kr., Johs. Hacker III. 18 kr., Heinrich Werner 12 kr., Andreas Rothweil II. 12 kr., Johs. Kliem III. 12 kr, Max Hochſtadt 1 fl, Gg. Goh 1 fl., Peter Falkner Ww. 24 kr., Peter Schmidt 15 kr., Jak. Goy Ww. 30 kr., Peter Clarius 12 kr, Kasper Nichter 18 kr., Johs. Dott 30 kr., Johs. Rothweil II. 1 fl., Konrad Reh 1 fl., Franz Schweitzer 6 kr., Kaspar Röſel II. 18 kr., Auguſt Röſel 6 kr., Johs. Hacker II. 12 kr., Friedrich Appel II. 3 kr. Chriſt. Gruner 24 kr., Johs. Groß J. 12 kr., Georg Koffler 12 kr., Johs. Kliem II. 36 kr, Michael Zeh 18 kr., Chriſt. Koffler 24 kr, Leonhard Kuſchmann 12 kr, Peter Seifried 36 kr., Joſeph Bickel 1 fl., Benk, Lehrer, 30 kr., deſſen Sohn Fernando aus ſeiner Sparkaſſe 12 kr., Andr. Bechtold 1 fl. 30, Johs. Löhner 24 kr, Andr. Pauly II. 12 kr, Konrad Fuhr 1. 35 kr., Kaſimir Veith 17 kr., Johs. Appel III. 12 kr., Peter Veith II. 12 kr., Ziegler, Lehrer, 24 kr., Johs. Hacker 1. 12 kr., Johs. Fuhr II. 15 kr, Kilian Fuhr Ww. 6 kr, Andreas Gruner 18 kr., Peter Schulmeier 12 kr. Jak. Bechtold 18 kr., Kilian Hild Ww. 6 kr., Sim. Pet Veith I. 6 kr, Dan. Gärter 24 kr, Nikolaus Bröder 12 kr, Phil. Manike Ww. 6 kr, Friedrich Veith 6 kr., Jak Becker 15 kr., Hch. Grix Wwe. 18 kr., Andr. Bröder 6 kr, Andr. Reul II. 6 kr., Anton Pauly II. 30 kr. Kaspar Bröder 12 kr., Hch. Fuhr III. 12 kr, Andreas Meininger II. 12 kr. im Ganzen 285 fl. 36 kr. und mit der in Nr. 17 d. Bl. bereits quittirten Summe 753 fl. kr.

Aufrichtigen Dank und Gotteslohn den edelen Gebern! Unter der ſchon angegebenen Adreſſe werde ich heute oder morgen weitere 227 fl. 30 kr. in 130 Thalern nach Breslau ſenden. 0

Friedberg am 28. Febr. 1848. Dr. Matthias.

Für die Armen Schleſiens.

Die Unterzeichneten zeigen hiermit an, daß ſie heute das Ergebniß

der Sammlung aus hieſiger Stadt von 105 fl. nach Breslau unter der

Adreſſe des Centralcomité's ꝛc. abgeſandt haben, und erklären ſich bereit, jeden etwa noch eingehenden Betrag eben dahin zu befördern.

Butzbach den 26. Februar 1848. n

Ebel, Landrichter. Kuhl, Collektor. Al geier, Rector.

) Herr Eichelmann hat ſeine freundliche Gabe mit einem Schreiben

an mich zu begleiten die Güte gehabt, welches über die Urſachen

des wachſenden Proletariats auch in unſerer Gegend ſo manche

treffende Bemerkungen enthält, daß ich vielleicht ſpäter bei gegebener

Gelegenheit die Genehmigung des Herrn Briefſtellers voraus⸗

geſetzt in dieſem Blatte auf ſeinen Inhalt zurückkommen werde,

jedenfalls aber fetzt ſchon meine Uebereinſtimmung auszusprechen

mich gedrungen fühle. f

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