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zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets für ½ Jahr 40 kr.— Durch
beziehen.
Friedberg.
Intelligenz-Olatt
für die
Provinz Oberheſſen
im Allgemeinen,
Mittwoch, den 23. Dezember
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
13846.
S„Intelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1847, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1846, wöchentlich
bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., urch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das Intelligenz⸗Blatt, nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr.
emeſter für 48 kr. zu
0 Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen.
a 5 C. Bindernagel.
Ein Stückchen Papier.
f(Schluß)
Doch auch die Produkte dieſer Volksſchriftenvereine ſind nicht immer die vorzüglichſten und beſten,— ja es gibt deren ſogar, die durchaus nicht zu empfehlen ſind,— und auch hier iſt alſo die Auswahl immer noch ſchwer. Dies ſahen auch jene Gelehrten in Berlin, Dieſter weg, Dr. J. Gersdorf, Löſt, Otto Ruppius, Friedr. Schmidt, ſehr wohl ein und gründeten im Juli des vorigen Jahres ein: Organ für das geſammte deutſche Volks— ſchriften weſen.— Dieſes Organ iſt weniger für die ein zelen Mitglieder eines Vereins, als für die Vorſteher deſſelben beſtimmt. Ihnen ſoll es ein gerader, treuer Rathgeber für die Anſchaffungen ſein, ſoll ihnen manche getäuſchte Hoff— nung, die ſchon viel verſprechende Titel, gewiſſenloſe Empfeh⸗ lungen hervorgerufen, fur die Zukunft erſparen, es ſoll ihnen ſtets die Ueberſicht über das ganze Feld der neueſten Volks— literatur, und auch die Kenntniß alles wahrhaft Brauchbaren aus älterer Zeit möglich machen.]—
Zuletzt ſchließt dann unſer Herr Pfarrer ſo:
„Ja, ihr Lehrer des Volkes, ihr Freunde des Bauern— ſtandes, des wichtigſten von allen,(wie Max von Schenken— dorf ſingt) laßt das Volk leſen,— ebnet ihm den Weg zur Erreichung dieſes Mittels zu ſeiner Ausbildung, ſpart keine Mühe, ſcheut kein Opfer, dem Landmänn eins der höchſten Güter dieſer Welt zu bringen, nämlich: geiſtige Bildung. Geht aber ja bei eurer Aufopferung für den Bauernſtand nicht allzuweit,— werft euch nicht als die alleinigen all⸗ zu ängſtlichen Sorger für das Volkswohl auf, ſtellt euch nicht als die einzigen Autoritäten und Lenker an die Spitze eines Vereines, der nur ſeinen Zweck erreichen kann, wenn er ſich aus ſich ſelbſt entwickelt, wenn er durch ſich ſelbſt er⸗ ſtarkt, wenn jedes einzelne Mitglied an ſeiner Vollendung arbeitet. Nur Leben aus ſich ſelbſt entwickelt iſt wahres Leben.
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Angeregt kann es von außen werden, aber nicht gebildet, nicht zugeſchnitten, nicht entwickelt.———
Wenn einer hier das Blättchen auf den Chauſeeſteinen etwa finden ſollte und vielleicht die Güte hätte,'s dem Herrn Redaction des Friedberger Blättchens zu ſchicken, ſo mag er bitten, daß mein Artickelchen hier recht bald aufgenommen werde, aber ja in das Samſtagsblättchen, und warum? Weil ſo'n Samſtagsblättchen den Sonntag in unſerm Dorf' von meinen Freunden, den Bauern, beſſer geleſen werden kahn, weil ſie an ſo'm Tag mehr die Zeit dazu haben, und weil's auch auf ſo'm andern Dorf, wie auch auf'm Hüttenberg, in Brantweinhauſen, in der Spinnſtub' und 'm Wirthhaus eher geleſen werden kann.—
Haben Sie— unbekannter Findling— auch die Gewogenheit und ſchreiben Sie gefälligſt d'runter, der Voll⸗ ſtändigkeit wegen:
Von der kurheſſiſchen Grenze
am 24. Oktober 1846. a Ein Wetterauer.
P. S. Daß dieſes Stückchen Papier nicht von mir ſebſt eingeſchickt worden iſt, beruht auf'nem Geheimniß, das ich vielleicht ſpäter durch'n„Stück Papier“, welches ich dem Herrn Redaction ſchicke, aufhelle.—
Ferner wollte ich hier in dieſem kleinen Anhang noch einige zweckmäßige Bücher für Leſevereine oder zum Selbſt— gebrauch hinſchreiben. Neulich hat dieſe unſer Herr Pfarrer commandirt: 1) Der Bauernſpiegel von Metzger, Frank⸗ furt 1845. 2) Joach Nettelbeck, Bürger zu Colberg, Lebens— beſchreibung. Herausgegeben von Haken, 2. Aufl. Leipzig 1845. 1 fl. 48. 3) Die Spinnſtube von Horn, Frankfurt 1846. 4) Meiſter Jordan oder Handwerk hat einen gol— denen Boden, von H. Zſchokke. Aarau 1845. 5) Das Gold— macherdorf von Zſchokke. Aarau 1837. 6) Kinder- und Haus— mährchen von Grimm, 2. B. Berlin 1844. 7) Die Sagen


