Weſtenſtoffen, Hoſenzeugen, wollenen Caſſnets, Flanell, Orleans, Tybets, Cattunen und Druck⸗ zeugen und mit allen ſonſtigen dahin einſchla⸗ genden Artikeln unter Zuſicherung der reell⸗ ſten Bedienung. i
Grünberg im Juli 1846.
h. Heerz.
NB. Seit dem 24. Juni 1846 wohne ich in der Neugaſſe im Hauſe des Herrn Schloſ— ſermeiſter Carl Fritſchler.
Offene Lehrlingsſtelle.
(1092) Für einen jungen Menſchen, von
guter Erziehung und mit den nöthigen Vor—
kenntniſſen verſehen, welcher ſich dem Handels⸗
fache widmen will, iſt eine Lehrlingsſtelle in
einem gemiſchten Geſchäfte, mit oder ohne
Lehrgeld offen und kann ſogleich eintreten. Die Expedition d. Bl. ſagt wo?
Zum Verkaufen.
(1078) Ein vor mehreren Jahren neu ge⸗ fertigter
Maiſch⸗Deſtillir⸗Apparat,
mit welchem in 10 Stunden 6 800 Maaß Maiſche abgetrieben werden können, ſteht mit allen dazu nothigen Geräthſchaften in Gießen zu verkaufen und iſt das Nähere bei Herrn Ku⸗ pferſchmied Kir ſch daſelbſt auf frankirte Briefe zu erfahren.
Verlornes.
(1110) um 10. d. M. iſt auf der Chauſſee von Gießen über Grünberg nach Rupperten⸗ rod ein in gelbes Packpapier eingeſchlagenes Päckchen Acten, für den darin genannten Eigenthümer von wichtigem Inhalt, für einen Dritten ganz ohne Intereſſe, verloren worden, welches der redliche Finder an ſeinen Herrn Bürgermeiſter abzugeben beliebe, woher dann gegen Erſatz der Koſten gefällige Benachrich⸗ tigung hötlichſt erbeten wird.
Bank zur Verſicherung der Pferde und Rinder fuͤr Deutſchland.
(11110 Ju Gemnäßheit der§§. 27, 40 und 41 iſt laut Protocoll vom 25. v. Mts. der V. Rechenſchafts Bericht vom Geſellſchafts⸗ Ausſchuß anerkannt und von der Reviſions— Commiſſion in ſeinen Einzelheiten geprüft worden, und theilen wir, indem wir bemer— ken, daß derſelbe gedruckt, mit ſpeciellen Nach⸗ weiſen und Bericht verſehen, bei allen unſern Beamten unentgeldlich zu haben iſt, hierdurch ſummariſch mit, daß das Verſicherungskapital ſich auf fl. 47,140 erböbt und auf 140 geregelte Todesfalle fl. 95635 ſtatutenmäßig baar entſchädigt wurden.
Seit dem 1. Januar bis dato wurden 127 neue Verträge mit einem Capital von fl. 183.460 abgeſchloſſen. a
Die Beilragszeltel, gegen deren Einlöſung die betreffenden Legegelderneuerungsquittungen rückerſtattet werden, liegen bei den betreffen den Rendanturen zur Empfangnahme vor und ſind letztere um ſo ſicherer noch vor Beginn des neuen Semeſters, 1. Juli a. c., ein⸗ zulösſen, als ſonſt von Stunde an weitere Anſprüche auf Entſchädigung nicht geltend gemacht werden können.
Homburg v. d. H. den 1. Juni 1846. N. Schindler, Director. Regier. Adv. Binge, Syndicus, C. F. Anthon, Hauptrendant. Landgräfl. Heſſ. Rentmeiſter J. C. Neuter, Special⸗Reviſor.
1
Hochfreiherrlich von Rau'ſches 4 prCtges Anlehen, auf das Hofgut Heibertshauſen, d. d. 1. Juli 1842. (970) Aus Auftrag Sr. Hochfreiherrlichen Gnaden des Herrn Freiherrn Fr.
W. G. A. v. R
au, Herrn zu Beienheim 2c. ꝛc., ſind nachverzeichnete
ApCtige Partial-Obligationen des rubricirten Anlehens:
Lit. X.
Lit. B. Lit. C. Lit. D.
Nr. 1 12 à fl. 500 jede fl. 6000 Nr. 1-16 à fl. 250 jede fl. 4000 Nr. 110 à fl. 200 jede fl. S000 Nr. 170 à fl. 100 jede fl. 7600
fl. 25000
zur Rückzahlung auf den 31. Dezbr. a. C. beſtimmt, wovon das unterzeichnete Handlungshaus die reſpectiven Intereſſenten mit dem Anfügen in Kenntniß ſetzt, daß von da ab, ſomit deren Verzinſung aufhört.
Friedberg i. d. W. im Juni 1846.
Simon Lindheimer.
Z ur W
(1112 unterzeichneter beabſichtigt in einem Zeitraum von 14 Tagen, wegen Auswande⸗ rung nach Nordamerika, mehreres Schreiner— werkzeug, als namentlich: 2 neue Hobelbänke mit vollſtändigem Zugehör, 4 S raubböcke mit Zulage, eine Fournierſäge, 4 Dutzend Schraub⸗ zwingen und andres Werkzeug, ſowie einen Stamm eichen Holz, 100 Cubikfuß haltend, und ſonſtiges Werkholz aller Gattung aus freier Hand zu verkaufen. Flosſtadt den 16. Juli 1846.. Philipp Dauernheim.
Concert in Salzhauſen.
(1118) Sonntag den 26. d. M. wird eine Geſellſchaft Gieſſener Dilettanten zu einem milden Zweck ein Concert im Curſale zu Salzhauſen veranſtalten, wozu ergebenſt ein— geladen wird.
Eine noch ſehr gute Thüre,
(1110 77 Zoll boch und 33 Zoll breit, iſt bier mit Einfaſſung, Schloß und Beſchlag billig zu verkaufen. Herausgeber Dieſes ſagt bei wem,
Bekanntmachung.
(1115) Montag den 27. d. M., Vormittags 9 hr, ſoll in der Wohnung des Polizeidie— ners Seibert 1 Kleiderſchrank, 2 Bettladen, ein noch faſt neuer Waſchkeſſel, 1 Schreibtiſch und ſonſtige Gegenſtände meiſtbietend, gegen gleich baare Zahlung, verſteigert werden. Friedberg den 19. Juli 1846.
Zum Verkaufen.
(11160 In der Nähe ron Friedberg, in einem Markflecken iſt ein ſchenes Wohnhaus mit 6 Zimmern, 2 Küchen, 2 Kellern nebſt Stallungen und einem Waarenlager mit Oeco— nomie aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft jagt die Exped. d. Bl.
Ein junger Mann, (1417) ledigen Standes, welcher ſich auf's Zeichnen verſteht, ſucht in einer Oekonomie oder in einem anderen Geſchäfte Beſchäfti⸗ gung.— Das Naͤhere ſagt die Expedition d. Blattes.
Rechtfertigung. 1118) Durch die„Veröffentlichung“ des Herrn K. B. in Nr. 54 d. Bl. iſt mein guter Name auf eine ſo frivole Weiſe angegriffen, daß ich mich zu nachſtehender Erklärung genö⸗ thigt ſehe.— Ich bin ein 71 jähriger Mann, der in jener Nacht, als das Unglück in Fauer⸗ bach geſchah, zwar wohl einmal aus dem Fen⸗
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ſter geſchaut hat, um zu ſehen was der Lärm bedeute, der ſich aber ſogleich wieder zu Bette begab, als er bemerkt zu haben glaubte— es war ſtockſinſter—, daß ein Pferd geſtürzt und eine hinlangliche Anzahl Menſchen um dasſelbe beſchäftigt ſei. Von dem eigentlichen Zuſam⸗ menhange der Sache habe ich erſt am anderen Morgen gehört und gewiß wird der verehrl. Leſer nach dieſer wahrhaften Erklärung ſich wundern, wie ich mich gewundert habe, meinen Namen in der Verbindung gefunden zu baben, in welcher er in Nr. 54 d. Bl. erſcheint, Daß ich ein ſo barbariſcher, wilder Menſch, als welchen mich Herr K. B. darſtellt, nicht bin, gedenke ich ihm dadurch zu beweiſen, daß ich ihn ſeiner„Veröffentlichung“ wegen nicht gerichtlich belangen laſſe. Wenn nun aber an der Veröffentlichung, ſoweit ſich dieſelbe auf mich bezieht, auch nicht ein wahres Wort iſt, wie konnte ſich Herr K. B. nur zu ihr ermüßigt fühlen? etwas muß doch vorgegangen ſein, ſo fragt und ſagt wohl Jedermann und ich will auch darüber mittheilen, was mir bekannt geworden iſt. Zu ebener Erde, des Hauſes, in dem ich oben ein Zimmer bewohne, wohnt meine Tochter und mein Schwiegerſohn. Dieſe, als ſie das Geſchrei auf der Straße hören, nehmen ſogleich Licht und eilen hinaus zur Hülfe; es wird Eſſig verlangt— meine Toch⸗ ter holt ihren Eſſigkrug; mittlerweile hat man Einen der Verwundeten auf die Treppe geſetzt und meine Tochter wuſch ihm ſelbſt die Wun⸗ den mit Eſſig aus; dadurch erholt ſich der Verwundete und fragt, was mit ihm vorgehe; nun gibt mein Schwieg erſohn dem Fremden den Rath, ihren Gefährten neben in das Neiſel'ſche Wirthshaus zu bringen, da er, nur im Beſitze einer einzigen Stube, in welcher drei Kinder ſchliefen, doch zur Beher⸗ bergung keinen Raum habe. Was iſt an alle dem Unchriſtliches? Unbarmherziges? Ungaſt⸗ liches? ſtimmt dies ganze Verfahren nicht faſt wörtlich mit dem, was im Gleichniſſe vom Samariter erzählt wird, überein?— Vermuthlich hat Herr K B., in Ueberreizung von der Hitze des Tages und dem Schrecken der Nacht, Ge⸗ ſpenſter geſehen und den wohlgemeinten Rath, der ihm gegeben wurde, für eine Ausweiſung gehalten, die ja doch gewiß nicht zu erwarten war von Leuten, die ſelbſt ihre Thüre den Be⸗ drängten geöffnet haben und zwar gerne nicht „ungerne ſonſt hätten ſie's ja laſſen können.
So und nicht anders iſt die Sache, wenn
man einem alten Manne und den überein⸗
ſtimmenden Ausſagen ſeiner Kinder Glauben ſchenken will; Gotk verzeihe dem Herrn K. B. eine falſche Denunciation und den durch dieſelbe bewieſenen Undank.
Reinhard Thomas, Feldſchüͤtz.
Oedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
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