Ausgabe 
21.11.1846
 
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Großherzogthums, welche an der Waiſenverſorgungsanſtalt des Landes Theil nehmen, bei Hochzeiten und Kindtaufen freiwillige Beiträge für die Waiſen eingeſammelt werden. Dieſe Sammlungen haben bisher in Friedberg noch nicht ſtattgefunden; es iſt aber, auf deßſalls geſchehene Erinne rung beſchloſſen worden, ſie auch hieſigen Orts einzufuͤhren. Wir ſetzen daher die hieſigen Einwohner davon in Kennt⸗ niß, mit dem Bemerken, daß künftighin bei Hochzeiten und Kindtaufen Sammelbüchſen herumgereicht werden, um Jedem bei ſolchen feſtlichen Veranlaſſungen Gelegenheit zur Uebung der Wohlthätigkeit zu geben.

Friedberg den 14. November 1846.

Der evangeliſche Kirchenvorſtand daſelbſt. Dr. Fertſch. Bender.

Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 34 von 1846.

I. Eine Gr. Verordnung, vom 27. Oktober, den Vereins zoll⸗ tarif für die Jahre 1846, 1847, und 1848 betr.

I. Beſtätigung von Stiftungen und Ver mächtniſſen im 3. Quartal 1846 und zwar: 1) Schenkung des Gerichtsboten Berta zu Mainz von 100 fl. an die kath. Kirche zu Weſthofen zur Stiftung von vier Meſſen für die Familie Berta; 2) Vermächtniſſe an die kath. Kirche zu Gonſenheim von 100 fl. zur Stiftung zweier Anniverſarien für David Müller und Anna Maria Müller und von 150 fl. zur Stif⸗ tung eines Jahrgedächtniſſes für Margaretha Rauſcheuberger; 3) Schen⸗ kung des Schneidermeiſters Pfeffer zu Lauterbach von 100 fl. an die Stadt zum Beſten der Kleinkinderſchule daſ.; 4) Vermächtniß der Louiſe Jeſſe, geb. Scipio, zu Worms von 100 fl. den daſigen Stadtarmen; 5) des Conrad Enders zu Traismünzenberg und ſeiner Ehefrau Anna Margaretha, geb. Heuſer, von 100 fl. an die evang. Kirche daſ. zu Gunſten der dortigen Hausarmen; 6) Vermächtniſſe der gen. Anna Margaretha Enders von 100 fl. und reſp. 50 fl. an die evang. Kirche zu Treismünzenberg zu Gunſten der Hausarmen und der Schul⸗ jugend das.; 7) Schenkung eines Ungenannten von 3000 Thlr. Pr. Cour. mit 5 pCt. Zinſen, von 1. Dec. 1836 an, dem Centralarmenfonds zu Mainz; 8) Vermächtniſſe der Wittwe des Heinrich Mathes Stork

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von Bensheim: der kath. Kirche das. 200 fl. zur Stiftung eiues Engel⸗ amts und zweier Meſſen, der kath. Kirche zu Nordheim 100 fl. zum Vortheil der daſigen Armen. Forſetzung folgt.)

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Die Leſer werden ſich vielleicht noch erinnern daß ich vor einigen Monaten auf dem Wege von Frankfurt nach der Heimath eine namhafte Geldſumme, die Frucht vieljäh⸗ rigen Fleißes, verloren habe. Alle Bemühungen auch nur einen Theil jenes Geldes wieder zu erhalten, waren bis jetzt vergebens. Darum hoffe ich, daß wohlthätige Menſchen⸗ freunde ſich meiner und meiner werden.)

Grünberg den 15. November 1846. Casper Heydt.

) In Nr. 67 des Int⸗Blatt. wurde mitgetheilt, daß der Eier⸗ und Butterhändler Caſper Heidt von Grünberg zwſichen Oberwöllſtadt und dem Nauheimer Chauſſeehaus ein(an dem mit einem Eſel be⸗ ſpannten Wägelchen befeſtigt geweſenes) Körbchen verloren habe, welches, außer einem Päckchen Knöpfen und mehreren ſchriftlichen Beſtellungen, 76 Gulden enthalten hätte daß ihm noch nicht ein⸗ mal ſo viel übrig geblieben wäre, ſeinen Hunger ſtillen zu können und daß ſeiner eine achttägige Wöchnerin und vier kleine Kin⸗ der zu Hauſe harrten. Ich ſah damals die Verzw eiflung des Mannes, der ſein Jahre lang erſpartes Betriebskapitälchen auf ein⸗ mal verloren hatte, hörte ſein Jammern bei dem Gedanken an ſeine Familie und die Zukunft und ſuchte ihn damit zu tröſten, daß wenn er ſein Geld nicht wieder erhalte, es gewiß noch gute Menſchen geben würde, die Mitleid mit ſeiner Lage haben, ſeinen Verluſt einigermaßen zu erſetzen ſuchen, und es ihm wieder mögltch mnchen würden, ſeine Familie redlich zu ernähren. Daß der Mann ſein Geld nicht wieder erhalten hat, wird mir aus Grünberg ſoeben von ſehr achrbarer Hand geſchrieben und daran den Wunſch ge⸗ knüpft, daß ich obige Bitte in das Int⸗Blatt aufnehmen und mich zur Annahme von milden Beiträgen bereit erklären möchte. Dieſem Wunſche komme ich recht gern nach und hege die Hoffnung, daß ich bald in dieſem Blatte Beiträge melden kann, die mein Vertrauen auf die Mildthätigkeit guter Menſchen rechtfertigen werde.

Friedberg den 18. November 1846.

C. Bindernagel.

armen Familie annehmen

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Verpachtung.

(1573) Folgende, dem Hoſpital zum hei⸗ ligen Geiſte, nunmehr dem vereinigten Armen⸗ fonds dahier gehörende, in den Gemarkungen Bauernheim, Dorheim, Schwalheim, Nauheim, Ockſtadt und Blofeld liegenden, petritag 1847 leihfälligen Güter, werden in folgenden Ter⸗ minen, in hieſigem Rathhauſe, jedesmal Mor⸗ gens um 9 Uhr anfangend, auf zwölf nach einander folgenden Jahren öffentlich meiſtbie⸗ tend verpachtet, als:

1) Montag den 23. Nov., die Güter in den Gemarkungen Nauheim, Dorheim und Schwalheim,

2) Dienſtag den 24. Nov., die in den Ge⸗ markungen Bauernheim, Ockſtadt und

Blofeld liegenden Güter.

Sodann kommt unmittelbar nach dieſer Ver⸗ ſteigerung ein in der Gemarkung Ockſtadt lie gendes, 1 Vril. 81[IKlft. haltendes Grabland auf einen Zeitbeſtand von ſechs Jahren zur Verpachtung.

Friedberg am 31. Oktober 1846.

Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en der.

Edietalla dung. (1612) Eigenthums⸗ſoder ſonſtige An⸗

ſprüche an die von Johannes Joſt's Cheleu⸗

ten zu Stumpertenrod veräußerten und die

in deren Beſitz befindlichen, im Grundbuch theils auf dem Namen des Peter Holz, theils

dem des Johannes Joſt ſtehenden, Immobi⸗

lien, worüber Grundbuchs Auszüge in der Landgerichts-Regiſtratur zu Jedermanns Ein⸗ ſſcht offenliegen, ſind binnen rier Wochen, von heute an, dahier anzumelden und zu be⸗ gründen, wibrigenfalls die bereits ausgefer⸗ tigten Kaufbriefe beſtätigt, beziehungsweiſe den Johannes Joſt's Eheleuten eine, ihr Ei genthum an den betreffenden Grundſtücken be⸗ ſcheinigende, Urkunde zugefertigt werden wird. Ulrichſtein, den 7. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann.

Z um Ausleihen.

(16311) Bei dem Unterzeichneten liegen ſo⸗ eben 360 fl. und zu Neujahr 1847 260 fl. zum Ausleihen bereit. Allendorf an der Lumda am 6. Nobr. 1846. Der Kirchenrechner Deines. Zum Ausleihen. (1635) Aus der hieſigen Stadtkaſſe ſind zu Weihnachten d. J, 100 fl. auszuleihen. Allendorf an der Lumda am 6. Nobr. 1846. s Der Stadtrechner Deines.

Verſteigerung.

(1613) Montag den 23. und Dienſtag den 24. d. M., Vormittags von ½9 und

1

Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem

Zimmer des Küchenbaues der Kloſterkaſerne, 8

dahier, namhafte Quantitäten getragener Mi⸗ litär⸗Montirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mutzen, wollene und leinene Pantalons, Hemden, Schuhe, Tzacos, dergleichen Schirme, Tzaͤcofiſſe, Tornlſter ꝛc. 2c. ſodann verſchiedenartige ausrangirte Kaſerne⸗ und Compagnieſpielrequiſiten, wobei ſich ua⸗ mentlich Trommelfelle befinden, gegen gleich baare Zahlung verſteigert.

Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen zu laſſen.

Friedberg den 11. November 1846. n Gölz, Obergnartiermeiſter. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(1638) Mittwoch den 25. d. M., Mittags 12 Uhr, wird bei Gaſtwirth Emmerich in Selters die Herbeifuhr von 90 Cuvikklafter Mauerſteinen aus den Steinbrüchen bei Orten⸗ berg und Bleichenbach zur Erbauung von Brücken und Viadukten bei Niederwollſtadt, lobosweiſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öf⸗ fentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. i Friedberg, am 10. November 1846. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg 5 Hochgeſand.

Bekanntmachung. (1647) Auf die Klage des Salomon Si-

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