eigen

. Mai.

errichtet; 17

11.

. uͤrgfirche:

5 N Win uf. Chriſti. Buro Vurgkirche:

8 Durgfirche:

Intelligenz-Blatt

für die

Probinz Oberpheſſen

im Allgemeinen,

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

Mittwoch,

Amtlicher Theil.

Der Großherzoglich Heſſiſche

Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg

an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Inſpicirung der Kriegsreſerviſten.

Unter Bezugnahme auf mein geſtriges Ausſchreiben weiſe ich Sie an, die darin genannten Krlegsreſerviſten zu bedeuten, daß Diejenigen unter ihnen, welche im kommenden Frühjahr ihre Dienſtzeit vollendet und dann wieder einſtehen wollten, an dem zu ihrer Inſpicirung beſtimmten Tage ſchon vor 8 Uhr des Morgens zur körperlichen Unterſuchung er⸗ ſcheinen mußten.

Grünberg den 13. Mai 1846. Düne en

Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 19.

II. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 28. April, daß ſeit dem 9. d. M. auf dem Heſſenbrücker Hammer eine Perſonen Annahme⸗Stelle für den Grünberg⸗Friedberger Poſtwagen er richtet worden iſt(folgt die nähere Angabe der Perſonentaxe).

III. Bekanntmachung Gr. Brandaſſecurations-Comiſſion, vom 11. Mai, daß mit höchſter Genehmigung zur Deckung des Bedürfniſſes der Gr. Brandverſicherungscaſſe für 1845 auf 100 fl. Brand⸗ ver ſicherungs kapital ausſchließlich der kr. von jeder Haupt⸗ nummer betragenden Repartitionsgebühren, kr. ausgeſchlagen und die danach ſich berechnenden Beiträge der Gebäudeeigenthümer in den er⸗ ſten 10 Tagen des Monats Auguſt d. J. erhoben werden ſollen.

IV. Bekanntmachung des Gr. Kreisraths zu Bensheim, vom 24. April, daß mit Genehmigung der höchſten Staatsbehörde, in Berück⸗ ſichtigung der in neuerer Zeit mehrfach erfolgten auffallenden Feu⸗ ersbrünſte zu Reichenbach, der Art. 10. des Geſetzes vom 21. Febr. 1824, die Vergütung der Brandſchäden betr., auf dieſe Gemeinde in Anwendung gebracht wird.

V. Ver ſetzung in den Ruheſtand: Am 20. März der Ortseinnehmer und Chauſſeegelderheber Dauernheim zu Friedberg.

VII. Concurrenz für: die Stelle eines Kreisbaumeiſters im Baubezirk Lauterbach(binnen 14 Tagen bei der Oberbaudirection); die cvang. Schullehrerſtelle zu Stockheim, L. B. Erbach, mit jährlich 200 fl.

den 20. Mai

.... p

nebſt 6 Stecken kiefern Holz zur Heizung des Schullocals(Präſentation des Hrn. Grafen zu Erbach Fürſtenau); die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Felda mit jährlich 288 fl. nebſt 20 fl. 48 kr. zur Heizung des Schullocals.

Mittel wider die Trunkſucht.

Ein Graf hatte unter mehreren Bedienten Einen, der ſchon ſeit ſeiner früheſten Kindheit bei ihm war und ihm mit großer Treue und Anhänglichkeit diente, bis er zuletzt ſein Leibkutſcher wurde. Johann ergab ſich aber nach und nach der Trunkenheit. Die Gräfin hatte deßhalb ſchon zu wie⸗ derholten Malen bei ihrem Gemahle darauf angetragen, ihm den Abſchied zu geben. Der Graf konnte ſich indeſſen nicht dazu entſchließen; er wollte ja den Bedienten nicht ſtrafen, ſondern heilen. Gelegenheit zu einer Radikalkur bot ſich bald. Eines Abends fuhr er die Gräfin ſpät in der Nacht nach Hauſe. Unterwegs fuhr er ſo ſchlecht, daß ihm der Wa⸗ gen umfiel. Die Lady nahm zwar keinen bedeutenden Scha⸗ den, trug aber von Neuem auf Entfernung des faſt immer trunkenen Bedienten an. Da ließ ihn der Graf kommen und redete ihn ganz kaltblütig folgender Maßen an:Höre, Johann, ich bin dir gut und ſo lange du dich ordentlich beträgſt, ſollſt du bei mir alle nur mögliche Pflege finden. Meine Frau ſagt mir, du ſeieſt krank, und ich ſehe ſelbſt, daß du dich kaum auf den Beinen halten kannſt. Gehe zu Bette und ich will dafür ſorgen, daß du wieder kurirt wirſt. Johann wurde nun zu Bette gebracht, und nach ſeines Herrn Befehl legte man ihm ein großes Spaniſchfliegenpflaſter zwiſchen die Schultern, deßgleichen eines auf jede Wade und zapfte ihm am Arme ſechszehn Unzen Blut ab. Am fol genden Morgen befand ſich Johann in einer kläglichen Verfaſſung. Er ſahe indeſſen, nachdem man ihm den gan⸗ zen Verlauf der Sache erzählt hatte, keinen anderen Ausweg und ergab ſich ruhig in ſein Schickſal. Ehe er ſeinen Dienſt aufgegeben, lieber hätte er ſich noch einmal ſo viel Zug⸗ pflaſter auflegen laſſen.

Der Graf läßt ſich täglich zweimal förmlich nach ſei⸗ nem Befinden erkundigen und bezeugte ſeiner Gemahlin

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