Ausgabe 
2.12.1846
 
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zu Gießen die evang. Reckoratsſtelle zu Schotten übertragen; Hofger. Secret. Schenk dahier zum Aſſeſſor mit Stimme bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg; 23. Landger.⸗Aſſeſſor m. St. Kleinſchmidt zu Umſtadt zum Secretair bei dem Hofgerichte dahier ernannt, ſodann Aſſeſſor m. St. Reuling zu Lichtenberg an das Landgericht Gernsheim und Aſſeſſor m. St. Limpert zu Groskarben an das Landgericht Lichtenberg verſetzt, ferner Hofg.⸗Seeret.⸗Acceſſiſt Wittich zu Gernsheim zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Seligenſtadt, Hofg.⸗Secret.⸗Acceſ. Sartorius zu Langen zum Aſſeſſor mit Stimme bei dem Landgerichte Groskarben und Hofg.⸗Secret.-Acceſ. Bierau zu Vöhl zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Büdingen ernannt; dem Schulvicar Herbold dahier die Lehrerſtelle an der 2. Abth. der 2. Stadiknabenſchule dahier übertragen. 4 XIII. Militärdienſtnachrichten: Am 2. Sept. wurde Ober- lieut. Becker im Generalquartiermeiſterſtab zum Hauptmann; 5. Hauptmann Neidhardt im Generalquartiermeiſterſtab zum Major und Command. des 1. Bat. 4. Inf.⸗Reg. ernannt; 9. dem Lieut. Grafen zur Lippe⸗ Bieſterfeld im Gardregiment Chevauxlegers der nachgeſuchte Abſchied unter Ernennung deſſelben zum Rittmeiſter à la suite bewilligt; Unteradfut Störger im Garderegiment Chevauxleger zum Unterquartiermeiſter dabei ernannt. Zu Lieutnanten ſind ernannt worden: Cadetcorp. Peppler vom 4. im 3. Inf.⸗Reg, und Cadetcorp. Heſſe vom 2. Inf.-Reg. in dieſem Regiment(Pat. v. 16. u. 18. Sept.). Am 23. wurde Hauptmann Ruppersburg im 4: Inf.⸗Reg. auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt, mit dem Charakter als Major; dem Kriegskanzliſten Wiegand bei dem Kriegsminiſterium die Buchhalterſtelle bei dem Kriegszahlamt, unter Ernennung zum Rechnungsprobator, übertragen; 30. Stabsfourier Stamm vom 3. Inf.⸗Reg. zum Acceſſiſten bei der Schreibſtube des Kriegsminiſteriums ernannt; 1. Octr. dem Lieut. Schleußner vom 3. Inf.⸗Reg. der nachgeſuchte Abſchied bewilligt; 7. Unteradjud. Heim bei der Jufantriediviſton zum Acceſſiſten bei der Schreibſtube des Kriegs⸗ miniſteriums ernannt.

XIV. Charakterverleihungen: Am 22. Sept. dem Forſt⸗ ſchüzen Schlitz zu Heidesheim und am 25. dem Forſtſchützen Lad ale zu Steinbockenheim als Förſter; 29. dem penſ. Forſtinſpector Werner zu Battenberg als Forſtmeiſter.

XV. Dienſtentlaſſungen: Am 30. Juli evang. Schullehrer Keim zu Niedereſchbach, Kr. Friedberg auf Nachſuchenz 22. Sept. Hof⸗ gerichtsadvorat Thorwart zu Gießen von der Stelle eines Syndicus und Rechners des ritterſchaftlichen Kaufunger Stiftsfonds für Oberheſſen auf Nachſuchen. a

XVI. Verſetzungen in den Ruheſtand: Am 12 Mai der Verwalter im Arreſt⸗ und Juſtizhauſe zu Mainz Ciszewsky; 9. Oct. Revierförſter Pfifferling zu Altenlotheim; Hofgerichtsrath Pr. Frhr. v. Lersner dahier für die Dauer ſeiner Geiſteskrankheit.

XVII. Concurreuz für: die Revierförſterſtelle des Reviers Altenlotheim, Forſts Vöhl(binnen 14 Tagen bei der Oberforſtdirection).

XVIII. Geſtorben ſind: Am 1. Sept. Major Seyd, Command des 2. Bat. 4. Inf.⸗Reg.; 12. Stabsquartiermeiſter, Lazarethverwalter Repp dahier; 15. Geh. Staatsrath Schenk im Kriegsminiſterium; 16. Schul⸗ lehrer Bruſius zu Lollar; 26. Stuercommiſär Reitz zu Biedenkopf; 28. evang. Pfarrer Bus zu Wölfersheim; 7. Oct. penſ. Hauptmann Loos zu Darmſtadt; evang. Pfr. Schwalbach zu Götzenhain; 9. Landg.⸗Aſſeſſor Scharmann zu Büdingen; Lieutenant v. Bouchenröder vom 1. Inf.⸗Regiment. 5

Guſtav-Adolf-Stiftung.

In dem in Nro. 59 dieſes Blattes von mir veröffent lichten Berichte über den Stand der Guſtav-Adolf⸗Stiftung heißt es auf S. 240. Sp. 1.,daß in Bönſtadt noch Niemand, von dem es uns bekannt geworden wäre, dem Vereine beigetreten ſei. So iſt es zwar, nach mit dem Herrn Pfarrer zu Bönſtadt genommener Rückſprache aber finde ich mich veranlaßt zu bemerken, daß in Bönſtadt allerdings etliche und ſechszig Mitglieder des Guſtav-Adolf⸗ Vereins ſich befinden, deren jährliche Beiträge bisher ſtets mit der Collekte an Grßh. Dekan des Dekanates Rod heim bezahlt worden ſind und daß mir dieſes Verhältniß darum unbekannt war, weil genannter Herr Dekan bis jetzt die von ihm geſammelten Beiträge direkt zur Kaſſe des Hauptvereins in Darmſtadt und nicht zu der unſers Zweig⸗ vereins entrichtet hat. Da aber der Anſchluß der Dekanate Aſſenheim und Rodheim an unſern Zweigverein nach mehr⸗ fach gepflogenen Unterhandlungen nunmehr für die nächſte Zukunft in Ausſicht ſteht, wenn nicht die Gründung eines eigenen Zweigvereins beliebt wird, ſo werde ich bald das Vergnügen haben, auch die Bönſtädter Mitglieder der

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Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung in die deſſeitigen Liſten eintragen zu können. Gleichfalls als Zuſatz zu meinem Berichte füge ich hinzu, daß nach einer Zuſchrift des Herrn Pfarr- vikars zu Florſtadt auch dort der Verein 59 neue Mit⸗ glieder erworben hat. So iſt's recht, ſo nur immer vor⸗ wärts, damit bald, ja bald die Zeit erſcheinet, wo in unſerer geſegneten Wetterau Keiner mehr fehlet in dem Bunde, der den armen Brüdern dienet, eine Zeit, welche zu ſchauen

ich, und mit mir Viele, im Geiſte längſt mich geſehnet habe.

Friedberg. Dr. L. Chr. Matthias.

Am diesjährigen Reformationsfeſte iſt mir eine über raſchende Freude bereitet worden. Schon längſt habe ich in verſchiedenen Canzelvorträgen die hieſige Gemeinde zum Eintritt in den Guſtav⸗Adolfs⸗Verein nachdrücklichſt ermuntert, vermochte aber bis dahin meinen Zweck nicht zu erreichen und hatte mir daher vorgenommen, nochmals dieſelbe am genannten Feſte zum Beitritt mit aller Warme aufzufordern. Es war jedoch nicht nöthig; denn kaum ertönten die Glocken zum Gotteshauſe, ſo erſchien der hieſige Lehrer Ruckel und bemerkte mir, daß er mich heute zur Kirche be gleiten wolle. Bei meiner Ankunft am Tempel des Herrn empfingen mich die ſämmtlichen Kirchenvorſteher, reichten mir, nach einer kurzen Anrede des Lehrers die Hände. Bei meinem Eintreten in denſelben fand ich den Altar mit einer Blumenguirlande und mit Blumenvaſen geſchmückt und auf demſelben lagen in einem Blumenkranze zwei Bogen Papier, auf welchen ich 91 Mitglieder hieſiger Gemeinde fand, welche ihren Beitritt mit einem jährlichen Beitrag von 12 fl. 5 kr. unterzeichnet hatten. Die ganze Sache war vom hie ſigen Lehrer Rückel im Stillen eingeleitet und von ihm verboten worden, mir etwas davon zu ſagen, welches treu⸗ lich gehalten wurde. Beſonders thätig bewieß ſich auch hierbei der hieſige Kirchen- und Schulvorſteher Lorenz Fritzel. Dieſes Benehmen hieſiger Gemeinde verdient eine öffentliche Anerkennung. Möge dieſes ſchöne Beiſpiel an andern Orten des Dekanats Rodheim nachgeahmt werden, damit ſich end⸗

lich in demſelben ein Zweigverein bilde! Möge der Allmächtige

die Beſtrebungen dieſes ſchönen Vereins ſegnen! Obereſchbach am 8. November 1846. W. L. Gruber, Pfarrer daſ.

Mannigfaltiges.

Während eines mittäglichen großen Halts erzählt Clemens Lamping in ſeinen Erinnerungen aus Algier (Oldenburg, Schulze, 1846),hatten einige Soldaten eine verlaſſene Lagerſtaͤtte durchſtöbert und richtig hinter einer Hecke von Kaktusfeigen, einige Bienenkörbe, die zurück ge laſſen waren, entdeckt. Um die Bienen zu tödten, wurde ſogleich Feuer angemacht und der Rauch in die Körbe ge trieben. Beim Weitermarſch nimmt Jeder einen dieſer läng⸗ lichen, von Rohr geflochtenen Körbe auf den Rücken, um ſpäter dieſelben auszubeuten. Allein die Bienen, welche von dem Rauche nur betäubt geweſen, leben nach und nach wie der auf und fallen über die Entführer her. Dieſe, auf das gräßlichſte zerſtochen, werfen die Körbe fort, allein zu ſpät, die erzürnten Bienen heften ſich wie die Eumeniden an ihre Ferſen. Die Unglücklichen laufen, ſpringen, ſchreien laut auf vor Schmerz, Alles rennt durch einander; kurz es fehlte wenig, ſo hätten dieſe winzigen Geſchöpfe die gapze Kolonne in die Flucht geſchlagen. Es mußte ſich Alles auf die Erde werfen und ruhig verhalten, da zogen endlich die be ſaͤnftigten Bienen in Schwärmen wieder davon.

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