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Unterleib ganz ähnlich einen Sömber, wie wir auch von ihm ſcherzend den Ausdruck„Trommel gebrauchen.
48) Das Thun, d. i. die fallende Sucht. So ſchreibt man unſer wetterauiſches, rechts von der Nidda und links von der Uſa übliches Wort: ds Doun(dase n iſt ſtumpf auszuſprechen). Es iſt ein verhüllender Ausdruck für dieſe ſchwere Krankheit, von thun hergenommen wohl im Ge⸗ danken an die ſtarken Körperbewegungen.
50) Das Schlamaſſel d. i. böſer, verdrießlicher Zuſtand, in welchen man geräth. Das Wort wird auch wetterauiſch ſo geſprochen(beide a ſcharf, auf dem zweiten a liegt der Ton). Es iſt ein Fremdwort, aller Wahrſchein⸗ lichkeit uach aus italieniſch schiamazzo, welches Geſchrei, Lärm bedeutet und aus ſchlecht⸗lateiniſch ex clamatium(d. i. das Ausgerufe, lautes Geſchrei) gebildet iſt. A
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26.
Reinhard Zimmer, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Kupferſchmieds Joh. Heinrich Zimmer ehelich ledi⸗ ger Sohn und Johannette Eliſabethe Walz, des ver⸗ ſtorbenen hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Joh. Jacob Walz ehelich ledige Tochter.
Der Ortsbürger und Tagelöhner zu Heimarthshauſen, Filialdorf von Billerthshauſen, Kr. Alsfeld, Johannes Ruckelshauſen, des dortigen verſtorbenen Ortsbürgers und Tagelöhners Johannes Ruckelshauſen ehelich lediger Sohn und Friedericke Schmidt von hier, des verſtorbe⸗ nen Ortsbürgers und mehrjährigen Polizeidieners in Södel, Kr. Friedberg, Philipp Heinrich Schmidt ehelich ledige Tochter. 0
Getaufte:
Ein unehelicher Sohn, Caspar, geb. den 22. Januar. Dem hieſigen Ortsbürger, Maurer und Taglöhner Joh. Jacob Schmidt ein Sohn, Georg Philipp, geb.
Die verehrl. Mitglieder des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung werden hierdurch erſucht, ihre
den 31. Januar.
: N 22. Ein unehelicher Sohn, Jacob, geb. den 6. Februar. Guſtav⸗ Adolf Stiftung. 22. Dem hieſigen Ortsbürger und Wagnermeiſter Joh.
Friedrich Menges II. eine Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 8. Februar.
Beiträge pro 1846 in der erſten Hälfte des Monats 22. Dem hieſigen Ortsbürger und Metzgermeiſter Karl Lud⸗
April, wo möglich portofrei an den Laſſier Herrn Apotheker Wahl dahier gefälligſt entrichten zu wollen.
Dr. Matthias,
Friedberg, Dr. Cröß mann, Präſident.
wig Wagner eine Tochter, Johannette Philippine, geb. den 8. Februar. 5
Beerdigte:
Secretär. 4. Marie Eleonore Menges, des hieſigen Ortsbürgers und
Töchterchen,
ſter, alt 68 Jahre, 5 Monate, 12 Tage, t den 3. Feb.
Zimmermeiſters Hermann Philipy Menges eheliches alt 2 Jahre und 2 Tage, T den 1. Febr.
Kirchenbuchs⸗Auszug vom Februar 1846. 5. Johann Adam Dieß, hieſiger Bürger und Metzgermei⸗
Lich. Getraute:
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24. Der hieſige Ortsbürger und Maurer Conrad Grobert,
25. Johann Georg Melchior, hieſiger Bürger und Schuh⸗
machermeiſter, alt 76 Jahre, 9 Monate und 1 Tag, F den 23. Febr. i
des hieſigen Ortsbürgers und Maurermeiſters Johannes 28. Ein todtgeborner Sohn, geb, den 25. Februar. f Grobert ehelich lediger Sohn, und Louiſe Rau, des 28. Anna Katharina Mörle, des verſtorbenen hieſigen Bür⸗
hieſigen Ortsbürgers und Metzgermeiſters Johannes
Rau ehelich ledige Tochter.
24. Der hieſige Ortsbürger und Wa
gnermeiſter Philipp
gers und Hufſchmieds Carl Ludwig Mörle ehelich ledige Tochter, alt 82 Jahre, 8 Monate und 29 Tage, r den 25. Februar. f
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
A Edietalladung.
(430) Johannes Habicht Jun. in Feldkrücken will ſein Grundvermögen unter ſeine Kinder vertheilen. Beim Mangel vollſtändiger Er⸗ werbsurkunden werden Riejenigen, welche an die zu vertbeilenden in den Gemarkungen ron Feldkrücken und Kölzenhain gelegenen Immobilien, worüber Grundbuchs⸗Auszug in der Landgerichts⸗Regiſtratur zur Einſicht offen liegt, Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche An⸗ ſprüche zu haben glauben, aufgefordert, ſolche binnen 4 Wochen, von heute an, dahier gel⸗ tend zu machen, widrigenfalls die Theilzettel beſtätigt werden. Ulrichſtein am 16. März 1846. Gr. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann.
Oeffentliche Ladung.
(49) Ein gewiſſer, ſchon lange verlebter Chriſtoph Pauli zu Heldenbergen war Kirchen⸗ rechner und wurde dieſem bei der am 24. Januar 1764 ſtattgehabten Abhör ſeiner Rech⸗ nung ein Proceß von 838 fl. 54% kr. gezo⸗ gen. Auf dieſe Schuld ſowie die Zinſen da⸗ von wurden am 16. Auguſt 1766= 418 fl.
20 kr., welche aus verkauften Gütern erlößt worden waren, an die Gemeinde Heldenber⸗ gen bezahlt, der Reſt an Hauptgeld und Zin⸗ ſen iſt aber bis jetzt noch unberichtigt. Nach⸗ dem die evangeliſche wie katholiſche Kirche zu Heldenbergen erklärt, daß ſie auf dieſen Reſt des Receſſes nebſt Zinſen keine weitere An⸗ ſprüche machen vielmehr dieſe der Gemeinde Heldenbergen überlaſſen wollen, beabſichtigt Letztere nun die Beitreibung des noch zu decken⸗ den Receſſes, um aus ſolchem den Fond zu einer milden Stiftung zu formiren.
Die Beitreibung des Reeeſſes ſoll durch die Veräußerung nachſtehender, in Heldenberger Gemarkung gelegener Güterſtücke 5
2667/1 200 Rth. Acker an der Landwehr an
Friedrich Becker,.
272/12 56 ½ Rth. ditto zieht über die Win⸗
decker Straße an Anton Pauli Jun.,
367/83 72 Rth. ditto ſtößt auf die ſtrittige
Weide an Ludw. Meininger, J
396/64 61 Rth. ditto ſtößt auf die gemeine
Weide, an Konrad Reh, 5
561/5 110 Rth ditto rechts der Eicherhohl
an Jacob Becker,
596/I,2. 278 Rth. ditto auf dem Schwal⸗
bengarten an Andr. Reul Inn.,
640/1 141 Rth. ditto an der Naumburger
Grenze an H. Meininger II., 690/18 312 Rth. ſtößt auf den Buchwald an Andreas Pauli I.,
bewirkt'werden, ehe jedoch dazu geſchritten
wird, werden alle zum Theil unbekannte Rechts
nachfolger des gedachten Kirchenrechners Pauli hiermit aufgefordert, in einer z. F. von 6 Wochen nicht nur etwaige Einwendungen gegen
die Richtigkeit des Receſſes, ſondern auch
gegen den Verkauf der bezeichneten Güter ſo⸗ gewiß dahier zu machen, als ſonſt zu dieſem geſchritten, der Erlös zunachſt zür Deckung des Receſſes mit Zinſen bis zur Capitalböhe verwendet, wegen des etwa bleibenden Ueber⸗ ſchuſſes aber weiter rechtlich verfügt werden
wird.
Groskarben am 16. Maͤrz 1846.
Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt.
Bekanntmgchung. (46) Johannes Hedderichs Wittwe und Kondad Hedderichs Frau von der Zeilbach ſind von Gr. Hofgerichte in Gieſſen wegen ihrer Unſelbſtſtändigkeit und Unfäbigkeit zur Ver⸗ mögensverwaltung unter Curatel geſtellt und ihnen die Ortsbürger Johann Schmiermund und Konrad Fritz daſelbſt als Curatoren bei⸗
gegeben worden. 5 8 Man bringt dieß mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß rechts verbindliche —Geſchäfte mit den beiden genannten Frauen nur unter Einwilligung der Curatoren einge⸗ gangen werden können und fordert zugleich
die bekannten wie unbekannten Glaͤubiger hier⸗
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