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Emu x In einer ſuͤddeutſchen Stadt hat vor einiger Zeit eine Anzahl von Männern, welchen das gemeine Wohl am Her⸗ zen liegt, einen Verein beabſichtigt zur Entfernung alles unnöthigen Aufwandes. Bereits waren die Grundgeſetze die ſes Vereins ausgearbeitet, man war mit der Wahl des Vor⸗ ſtandes beſchäftigt, Viele träumten ſchon von ausgezeichne⸗ tem Erfolge des Unternehmens, entfernter Wohnende waren geſpannt auf die nächſte Zukunft, die Entwicklung dieſer Schöpfung; aber ſiehe da! neueſte Nachrichten geben nicht allein kein günſtiges Zeugniß, ſondern ſie behaupten ſogar, das Kind ſei in der Geburt erſtickt. Es iſt gleichfalls nicht lange her, daß ein Frauenzimmer in einem viel geleſenen Blatte ſich an die Gebildeteren ſeines Geſchlechtes mit wah rer Begeiſterung für die gute Sache der Verbannung des Luxus wendete, und die Stiftung eines Vereins aufs Neue in Vorſchlag brachte, Leute, deren Witz immer ſprudelt und welche gar oft den Ernſt des Lebens und ſeiner Ange legenheiten nicht genug in den Vordergrund treten laſſen, haben ſich hier und dort regſam gezeigt, um die gute Ab⸗ ſicht zu hindern; Andere, welchen die hohe Wichtigkeit Deſſen, worum es ſich handelt, nicht entging, reden der Sache das Wort, ohne jedoch die Mittel zu billigen, die zum Ziele führen ſollen; Gleichgültige möchten gerade nicht ſchaden, aber(was wohl noch ſchlimmer iſt) ſie wollen auch nicht nützen, denn ſie ſind gewöhnt, ihr Ich zum Mittel⸗ punkt aller ihrer Beſtrebungen zu machen und Alles, was dieſe Saite nicht berührt, das iſt für ſie nicht da. Einſender glaubt, daß, obgleich der Luxus etwas All⸗ gemeines, ſich uber faſt alle gebildeteren Völker Erſtrecken⸗ des iſt, die Angelegenheit der Entfernung, eigentlich Min⸗ derung deſſelben, doch mit dem meiſten Erfolge in kleineren Kreiſen beſprochen, gefördert, zu einem erfreulichen Ziele geführt wird. Denn der Feind, gegen welchen gekämpft 3 72 iſt, wie ein 1 5 1 vielge⸗ altig we* 21 denten hbaeſtaht. i N uU iner Form beſiegt iſt, er unter er er ne eee waicene deen een dae ar ee ad den Menſchen ſchmiegt, ihn auf ſanſte Art einſchlä i je ein Vampyr das Blut ihm aus den Adern ſaugt. Er iſt hier ein Anderer und dort ein Anderer; ſo muß er denn hier und dort auf andere Weiſe angegriffen e Darum helfen auch Vereine mit Grundgeſetzen d darum am Allerwenigſten größere, ſich weithin 18 95 Geſellſchaften; denn die Grundbedingung des Beſtehen 3 ſelben würde ſein die klar ausgesprochene, feſt begränzte Bezeichnung alles Deſſen, was als Luxus zu 1 555 Das iſt eben nicht wohl möglich, und ware e rue dem ſteten Wechſel 8 0 050 N in ganz kurze rriſt i wieder geändert werden. 5 3 5 9 Entſchluß der Einzelnen kann hier Vieles, vielleicht Anfangs Unglaubliches wirken. Aber, wer ſind dieſe Einzelnen? Nehmt es nicht übel, wenn ich mich an Euch wende, die Ihr in den höheren Kreiſen der Geſell⸗ ſchaft Euch beweget, die Ihr mit allen Euren Handlungen und Beſtrebungen die Augen der Meiſten beſchäftigt 97 den beſtändig regen Nachahmungstrieb der Andern wecket,

Habt Ihr ſchon einmal bedacht, daß Euer Beiſpiel lockt?

daß, ohne daß Ihr es wolltet, Ihr durch daſſelbe Andere in Wagen ahl in Noth gebracht habt? daß vor Eurem Gewiſſen unmöglich die Entſchuldigung gelten kann:Was ich thue, ſoll Andern kein Geſetz ſein!? Ihr, die Ihr Euch die Gebildeteren, die Beſſeren ſo gerne nennet, und darum dieGeehrteren ſein wollt, Ihr ſolltet Euch als ſolche zeigen durch die That, und hier in dieſer Bezie⸗ hung durch die That, daß Ihr in der Bekämpfung des Luxus die Vorderſten ſeid! Nicht einen Verein wollen

wir von Euch, nicht einen neuen Verein zu ſo Vielen, 9 ſelbſt oft Quelle unnöthigen Aufwandes ſind, ſondern eing Entſchluß, einen ernſten und deſſen Ausführung.

Laſſet die höchſt ſtehende Dame in einer Stadt,

erſte! Frau in einem Dorfe, dem in ihren Verhältf!

niſſen(denn ſo thöricht ſind wir nicht, daß wir Alles glei machen, jede Höhe ebnen wollen) Unnöthigen, dem Lurg entſagen; ſollte nicht die zweite, dritte ihr folgen, ode wenn anch mit Widerſtreben, von ihr ſich leiten laſſen Wir zweifeln nicht! der Nachahmungstrieb würde auch hi nicht ſchlafen, ſondern wach werden und zwar endlich ei

0 mal zum Segen der Familien der Stadt oder des Dorfe gen ſuhen, de dat

Aber ſo hören wir ſchon uns heftig entgegnen ſoll gar kein Unterſchied mehr ſein, Alles gleich gema

werden? ſollen wir Höheren deßwegen verzichten auf manchen äußeren Vortheil, damit nicht Niedere in Verlſ genheit oder Noth gerathen? ſollen wir deßwegen manch We

Freude entſagen, weil ſie denen, die ſo eitel ſind, un

nachzuahmen, zur Trauer, zum Jammer ausſchlagen könte n

Wir wiederholen, was wir oben eingeſchaltet haben: thöricht ſind wir nicht, daß wir Alles gleich machen, jen Höhe ebnen wollen. Wir fügen hinzu: ein Unterſchied dz Ranges, des Standes oder Vermögens wird immer bleibe, auch dann, wenn die gewagte Idee einer gänzlichen Ent fernung, einer förmlichen Landesverweiſung des Luxus ves wirklicht würde. Und wir wünſchen ja nicht ein allgeme⸗ nes Aufgebot, eine Schilderhebung, eine revolutionäre, ſon dern eine ſtätige Bewegung, einen allmählig geführten, nu andauernden Kampf. Zum Schluſſe aber erinnern wi Euch, die Ihr beſorgt ſein ſolltet um die äußeren Zeichen Eures Ranges, daran, daß die wahre Höhe für den Ge bildeten die geiſtige iſt, und der wahre Adel der der Seele! Karl, der Große, der nach Tauſend Jahren noh

heurigen dniches

merke ich! bemer ben la

Ich muß ger 1 und bündig aste uf wien Sa! an Nader, ſo l Bewegung zu Stunde haben,! len; um tanze und ich fuge Jan Tanzens nüßer. bilden, den 9 hen und verdie Kudet in den ewas zu über Anftand, aber

uns ehrwürdig iſt und nach aber tauſend Jahren es ſein wird, trug kein anderes Gewand als von heimiſchen Stoffen, vexfextiat oder doch vorbereitet von den Seinen. Mer ind

Tanzvergnüͤgungen der Kinder, oder ſogenannte Ki derbälle.)

In Nro. 26. dieſes Blattes befindet ſich ein Artifl mit der Aufſchrift Auch etwas Gutes aus dem Baie land, des Inhalts, daß gegen das überhandnehmende n weſen der Kinderbälle von oben herab durch ein Verbot ein geſchritten ſei, und dieſes Verbot wird den Eltern, die ih Kinder lieben, als ſehr werthvoll empfohlen. Obgleich dis ſes Verbot von Baiern ausgegangen, beweiſt es doch nic daß die Kleinkinderbälle als verderblich für die Jugend ob! deren Erziehung zu betrachten ſind.) Einſender ſelbſt iſt p Meinung, daß Kinder oder junge Leute, wenn ſie ſich ſel N überlaſſen ſind und ohne Aufſicht Bälle und Tanzbeluſtigung beſuchen, leicht ihre Sitten und Geſundheit verderben konnen indem ſie ſich von ihrer Leidenſchaft fortreißen laſſen und ſo 1 edle Vergnügen des Tanzes zu einem thieriſchen Toben herd würdigen; ja nicht ſelten findet man es bei Erwachſenen, U den Werth des Tanzens nicht kennen und denen eine beſſal Bildung mangelt, daß ſie in ihrem Vergnügen ausarten unde den Jüngeren mit ſchlechtem Beiſpiel vorangehen. Aber wel Eltern werden ihre Kinder in ſolche Geſellſchaften führen!

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wir das Nachſtehende nicht der Oeffentlichkeit übergeben wollen, 10 es von ben e des erſten Artikels mit deſſen gefälligen 0 merkungen begleiten zu laſſen. Die ni

) Wahrhaftig der Verfaſſer hat Recht, wenn er ſagt, daß der une daß eine Sache von Baiern ausgegangen ſei, noch nichts für ihre l beweiſe. Ich weiß auch, daß in Baiern nicht Alles ſo gut en ſein Bier. Ob das nicht ſchon in der Ueberſchrift des Ari 11 Nr. 26 hat liegen ſollen? ö

Da der Aufſatz in Nro. 26. auch unſerer Anſicht entſpricht, ſo ba

funden g derselben Meſſen g ) dhe wm daher jungen Jahren, rauf ankomn liche B ih dreimal We Al zu erreiche Inn in die Sch licht ſo nabe tet fu der Regel doc ihre Kunſffertigt ein Kind, das de güte, wohl abe ſich Dinge gusbi Naht genug abe ſchulen ſo gut n Unterricht dieſelb, erde den Tanz zurückgehen. Je welche Gelegenbe ic hatte dieſe G pitr. Ap 0 0 n Jal wenn es f rechen; Nei kilaſſen find, näher zu b All wan auc be Cancun

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