e

Intelli

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen,

genz-Blatt

für die

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

Witwoch, den 2 Ottober

Ein neues Vierteljahr. Abonnement

f 900 aldas wöchentlich zweimal erſcheinendeIntelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen 73 am 1. Oktober. Geneigte Beſtelkungen eee man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen. onnementspreis: das Viertelfahr 24 kr. Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende f Taxe 2 kr. Aufnahme der Juſeraten: alle bis zum Sonmtag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle,

erg und Bube

9. Oltbr

Te ud.

Arg.

1 5 .**

e bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt.

Carl Bindernagel.

Amtlicher Theil.

Haß

Die Großherzoglich Heſſiſchen

d eisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Grünberg

3

.

4

FFI

e 2 95 1

105

0 2

a und Hungen 0 in ſämmtliche Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. 0 beeffend: Den Ankauf der dießjährigen Remontepferde für die Reiterei.

1 Der dießjährige Ankauf der Remontepferde fur die fererei wird am 15. Oktober zu Friedberg,

a 16.Hungen, 7 18. 5Alsfeld, kbitffinden. Wir beauftragen Sie, dies nicht nur alsbald zur fentlichen Kenntniß in Ihren Bürgermeiſtereien zu brin ger, ſondern auch, ſoviel an Ihnen iſt, ſich ange legentlich hu emühen, daß ganz 9 Pferde in dieſen verſchie⸗

deen Stationen zum Verkaufe vorgeführt werden.

10 Friedberg, Grünberg und Hungen 1 den 27. September 1844. 75 Küchler.

Ouvrier. Follenius.

Auswanderung nach Nordamerika.

Die Luſt, das deutſche Vaterland zu verlaſſen und in dr Fremde, namentlich jenſeits des großen Ozeans ſich an zſüdeln und allda ſein Glück zu machen(2) beſteht immer uc, bei gar Manchem und erhält auch nicht ſelten neue

n

n ea rung durch gewinnende Schilderungen der amerikaniſchen

Aände, die einzelne vom Schickſal Begünſtigte über das

Jer heruͤberſenden. Um ſo mehr halten wir es für Pflicht,

unſern Leſern einige Stellen mitzutheilen, die einem Briefe entnommen ſind, welchen Herr Joſ. Preſtele, Mitglied der Gemeinde der Inſpirirten, am 27. Mai d. J. von Ebe nezer bei Buffalo) aus an den Verleger dieſes Blattes ge ſchrieben hat und von deſſen Inhalt Herr Preſtele ſelbſt wünſcht, daß er mehreren ſeiner in Europa zurückgelaſſenen Freunden bekannt werde.

Es heißt nemlich in unſerm Briefe:

Einige meiner Freunde und Bekannten auſſer der Ge meine haben mich vor meiner Abreiſe erſucht, ich möchte ihnen doch, wenn ich einmal eine Zeitlang hier wäre, klar und wahr ſchreiben, wie es hier ausſieht, ob man zum Aus wandern rathen oder abrathen ſoll ꝛc.

Hierüber gründlich und umſtändlich zu antworten, oder zu ſchreiben, iſt mir unmöglich, doch einige allgemeine Er fahrungen und Wahrheiten will ich jedem Fragenden offen und brüderlich mittheilen.

Ich nehme zweierlei Beweggründe an, warum man auswandern will, einen politiſchen und einen religibſen; Wer nur aus natürlichen, irdiſchen und zeitlichen Urſaͤchen hierher will, und tens kein bedeutendes Vermögen hat, oder tens keine vermögliche Freunde und Verwandte dahier und beſonders Ztens wer Familie hat, der ſoll ja bleiben, wo er iſt, denn es iſt nun ſchwer unter- und fortzukommen in Amerika bei dieſer noch herrſchenden großen Geldnoth. Die Lebensmittel ſind zwar im Durchſchnitt billiger als in Deutſchland, aber die Wochen- oder Tagloͤhne, wie alle Ver dienſte ſind ſeit ein Paar Jahre um die Hälfte geſunken, und bei allen Handwerkern iſt das merkwürdigſte dieſes, daß

e) Buffalo liegt im Staate New⸗Nork am Erie⸗See, nicht ſehr ent⸗ fernt von dem Niagara⸗Fall.