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Intelligenzblatt
fuͤr die
Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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M 24.
Sonnabend, den 25. Maͤrz
1843.
Die Cometen. (Nach Hebel.)
Der ſchöne Cometenſchweif, welchen man ſeit dem
17. März d. J. Abends zwiſchen 7 und 9 Uhr am
weſtlichen Himmel ſieht und der ſich vom weſtlichen Horizont bis zwiſchen die Füße des Orions und dem Sterndilde des Haſen erſtreckt, erinnert uns lebhaft an den Cometen von 1811, der, gerade wie unſer diesjährige Cometenſchweif, ſo auf einmal unange⸗ meldet und unbeſchieden am Himmel ſichtbar ward. Stand er nicht da jede Nacht, als müuͤſſe er den verklärten Seelen den Weg zur Heimath erhellen, oder zu einem himmliſchen Feſttage leuchten, oder wie ein vornehmer guter Freund der Erde, der eine Sehnſucht nach ihr hat, und ſagen wolle, ich bin auch einmal eine Erde geweſen, wie du, voll Schnee⸗ geſtöber und Gewitterwolken, voll Spitäler und Kirch⸗ höfe. Aber mein jüngſter Tag iſt vorüber, und hat mich verklärt in himmliſche Klarheit, und ich käme gern zu dir herunter, aber ich darf nicht, daß ich nicht wieder unrein werde an dem Blute deiner Schlacht⸗ felder. Er hat nicht ſo geſagt, aber es ſchien ſo, denn er kam immer ſchöner und heller, je näher, immer freundlicher und fröhlicher, und als er ſich entfernte, ward er wieder blaß und trübſinnig, als ob es ihm ſelber zu Herzen ginge.
Einen ähnlichen Anblick würden wir haben, wenn uns der Kern unſeres Cometenſchweifs zu Geſicht käme; denn aus der Größe des Schweifs läßt ſich vermuthen, daß der Kern nicht unbedeutend iſt. Leider iſt's aber nicht wahrſcheinlich, daß wir ihn zu ſehen bekommen; denn Herr Geheimrath Eckhardt in Darmſtadt, der es verſteht, hat in Nro. 78. der Landeszeitung erklart, daß wenn der Schweif ſeine Bewegung nach Weſten ſo fortſetze, der Kern uns ſchwerlich ſichtbar wurde.
Mancher unſerer Leſer in Ma iches oder Stein⸗ bach, Kirchgöns oder Rendel möchte vielleicht gerne mehr hören von den Cometen überhaupt. Nun wir wollen ihnen mittheilen, was wir davon wiſſen, wenn's auch nicht viel iſt, ſo iſt's doch immer etwas.
Die Cometſterne haben viel Aehnliches mit den Planeten und drehen ſich eben ſo wie ſie um die Sonne herum. Aber ſie ſind auch wieder ſehr von den Planeten verſchieden. Sie werden nur ſelten ſichtbar,— ſie haben keine ſo feſte und kernhafte Maſſe als die Erde oder andere Planeten,— ſie ſind mit einem ſchönen leuchtenden Schweif geziert. — Sie bedeuten ein großes Unglück.
Sage erſtens, ſie erſcheinen viel ſeltener, als die Planeten, die alle Tage am Himmel auf und untergehen, denn ſie ſind nicht immer ſo nahe bei der Sonne oder bei uns, wie die Planeten. Nein, ſondern ſie ſind rechte Nachtläufer und ſcheuen ſich nicht in die Fremde zu gehen, wie manches Mut⸗ terkind ſich ſcheut. Wenn ſo ein Stern einmal um die Sonne herum iſt, und hat ſich an ihr erwärmt, und einen kräftigen Sommer gehabt, ſo zieht er in einer langen Linie hinweg und in ſeinen Winter hin⸗ aus, weiß Niemand wohin. Wenn er alsdann 30 oder 100 oder viele hundert Jahre lang immer weiter und weiter hinweg gezogen iſt, und es fällt ihm ein, ſo kehrt er wieder um, damit er ſich wieder einmal an der lieben Sonne recht erwärmen kann, und braucht wieder ebenſo viel Zeit zu ſeiner Her⸗ reiſe, und ſelten Einer, der ihn zum erſtenmal geſehen hat, wartet's aus his er wieder kommt, ſondern legt ſich ſchlafen, und bekümmert ſich nachher nichts mehr darum.
Sage zweitens, der Cometſtern hat keine ſo feſte Maſſe, wie die Erde, oder ein anderer Pla⸗ net. Einige ſehen aus, wie ein bloſer Dunſt, alſo daß man durch ſie hindurch die andern Sternlein will ſehen konnen, die hinter ihnen ſtehen. Andere ſind zwar ſchon etwas dichter, haben aber doch das Anſehen, als wenn nicht Alles daran recht anein⸗ ander hienge, ſondern viel leere Zwiſchenräume da wären. Einige Gelehrte wollen jedoch behaupten, daß ein ſolcher Comet auf ſeiner langen Reiſe, wenn ihm unterwegs kein Unglück begegnet, immer dichter werden, und zuletzt die völlige Natur und Eigen⸗ ſchaft eines Planeten annehmen könne. Unſere Erde


