Ausgabe 
19.8.1843
 
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Dankſagung. 7 Wenn die Noth am Größten, iſt Gott mit Huͤlfe am Nächſten. g Dieſes erfuhr auch ich bei dem Brande der Salz⸗ männ'ſchen Scheuer, in der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. 8 Mährend hier unſere lieben Nauheimer die größte Thätigkeit bewieſen, konnten ſie doch nicht an allen Orten, wo ſich die Gefahr vergrößerte, in gleichem Maaße wirken. Da erſchienen im glücklichſten Zeit⸗ punkte, unſere braven Nachbarn von Friedberg, ihren allverehrten Herrn Kreisrath an der Spitze. Ihre außerordentliche Anſtrengung rettete meine Wohnung. Selbſt Lebensgefahr nicht achtend, hatten der Spri⸗ tzenmeiſter H. Marbach von da und ein junger Mau⸗ rer Heinrich Steg von hier, Hülfe leiſtend, die ge⸗ fährlichſten Stellen eingenommen. Dank, Dank; allen Dank! lohne der Allgütige für ſolche Thaten! Nauheim. Chriſtoph Müller. Oberſöder.

Concert.

Die Herren Hofſänger Cramelini und Hofmuſi⸗ ker B. Altfuldiſch, J. Bickel, E. Reitz, C Stautz und O. Haller von Darmſtadt haben die Guͤte gehabt, ihre gefällige Mitwirkung zu einem auf Sonntag den 20. d. M. zum Beßten der Armen resp. milder Zwecke dahier veranſtalteten Concerte zuzuſagen. Das unterzeichnete Comite erſucht das kunſtliebende Publikum der Stadt Friedberg und Umgegend um zahlreiche Theilnahme, unter dem Bemerken, daß das Concert im Trappiſchen Saale ſtatthaben und um halb 7 Uhr beginnen wird. Der Preis des Einzel⸗ billets iſt auf 36 kr., der Subſcriptionspreis für Familienbillets aber im Einzelnen auf 30 kr. feſt⸗ geſetzt worden.

Friedberg den 17. Auguſt 1843.

Hofmann. v. Löw. Thurn. Küchler.

Ferner iſt für die Brandbeſchädigten in Bromskirchen bei mir eingegangen: von H. 2 fl. C. Bindernagel.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

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Hofraithe-Verſteigerung. (961) Donnerſtag den 24. Auguſt, Vormittags um 11 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die dem Kinde des Andreas Jacobi gehörende Hofraithe in der Vorſtadt zum Garten, getheilt mit Joſeph Ströhlein, neben Mondigler, und Ruthen, ein Platz hinter dem Haus neben der Seebach, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 11. Juli 1843. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts: Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.

Güter-Verſteigerung. (1052) Auf freiwilliges Anſtehen der Frau Ober⸗

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ſteiger Friedrich Sieck's Wittwe ſollen Montag den 21. Auguſt, Vormittags um 10 Uhr, deren ſämmt⸗ liche Güterſtücke in der hieſigen und Fauerbacher Gemarkung, mit Ausnahme der Gärten, in hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Feldſchützen, denen das Verzeichniß der Güter⸗ ſtücke eingehändigt worden iſt, ſind angewieſen, den Kaufliebhabern die Stücke zu zeigen. Friedberg den 27. Juli 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Verſteigerung eines Bauplatzes. (1953) Mentag den 21. Auguſt, Vormittags um halb 12 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe der Platz, worauf die Todtenkirche geſtanden hat, blos zu einem Bauplatze öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 3. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Edictalladung. (1057) Stephan Bindewalds Eheleute von Meiches beabſichtigen an ihren Schwiegerſohn, Heinrich Rau von dort, ihre Hofraithe ſammt ihrem, in der Gemar⸗ kung Meiches und Windhauſen belegenen, in 63 Parzellen beſtehenden Gute, welches nach den dahler vorliegenden Auszügen Flurbuchs, die zur Einſicht offen liegen, theils auf ihren, theils auf Dietrich Bindewalds Namen in den Flurbüchern eingetragen iſt, zu verkaufen, können aber ihre Eigenthums rechte nicht gehörig urkundlich nachweiſen, weßhalb An⸗ ſprüche an dieſe Immobilien ſogewiß binnen vier Wochen à dato dahier zur Anzeige zu bringen und näher zu begründen ſind, gegenfalls der deßfallſige Contract beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 31. Juli 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Ray ß. Edictalla dung.

(1056) ueber den überſchuldeten, von den Inteſtat⸗ erben ausgeſchlagenen, Nachlaß des Heinrich Alt, Schuhmacher, von Ulrichſtein, iſt der Concursproceß erkannt worden und es werden daher alle diejenigen, welche an den verſtorbenen Gemeinſchuldner oder deſſen Nachlaß Anſprüche machen können, aufgefor⸗ dert, ihre Rechtszuſtändigkeiten ſogewiß im Termin den 2. Oktober a. c., Vormittags, dahier zu wahren und näher zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte nachzuweiſen, gegenfalls ſie als ſtillſchweigend von der Maſſe ausgeſchloſſen betrachtet werden. Ulrichſtein den 30. Juli 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. N Ray ß. Güter⸗ Verpachtung.

(1087) Auf Antrag der Curatoren der Kinder des Karl Weckerling, ſollen deren Guͤterſtücke, in der Gemarkung Friedberg, beſtehend in 124 Ruth. in dem Großwarthfeld, 119 Ruth. daſelbſt neben Boutemy, 174 Ruth. in dem Kleinwarthfeld an Adam Bender,

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