Flamme iſt hell und hält lange an. Auf dem Dampf⸗ ſchiff Sirius drehten ſich die Rader bei tüchtigem Steinkohlen⸗Feuer in der Minute 12mal um, bei
Carbolein⸗Feuer 19mal.
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Claus von Ranſtädt, der Hofnarr Fried⸗ richs von Sachſen, pflegte zu ſagen, wenn er einen geputzten Fremden erſcheinen ſah, an den Federn könne man dieſen Vogel nicht erkennen; man müſſe daher abwarten, bis er den Schnabel aufthue. Von einem Reiter, welcher übermäßig große Stiefel und Sporen trug ſagte er: da kommen zwei Stiefel voll Reiter! Luther ſagte, wenn ihm Einer in die Rede fiel: Zwei können wohl mit einander ſingen, aber nicht reden. So auch: Wir Deutſche haben viel grobe Sprichwörter, aber wir meinen es gut.
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* Die Kuh⸗Eier.
Als das Dorf Waſungen ſeinen Anfang genom⸗ men, gab es noch keine Kuͤhe alldort, ſondern lauter Ochſen. Nun wollten die Leute doch auch gern Kühe und Kälber haben; ſiehe da fuhr eines Tages ein Mann duich das Dorf, welcher Kuͤrbiſſe in ſeinem Schiebkarren hatte. Als er anhielt, um auszuruhen, fragten die Waſunger, was er Schönes da habe. Der Mann war ein Schalk und ſagte Kuh⸗Eier. Ei da wär uns ja auf einmal geholfen, ſagten die Leute, wenn Er uns nur für Geld und gute Worte Eins ablaſſen will. Der Mann ließ ſich billig fin⸗ den, ſchlug ein Stück der Waare los, gab die Ge⸗ brauchsanweiſung gratis drein, und fuhr von dan⸗ nen. Schleunigſt wurde nun ein großes Neſt gebaut und die Geſcheidſten im Dorf nach der Reihe zum Brüten darauf geſetzt. Als einſt ein rechter Schlau⸗ kopf über das Ei zu ſitzen kam, und, wie denn Leute der Art niemals Ruhe haben, der Mann auch mit dem Körpertheil, der hier ſo wichtig war, unbeſon⸗ nen hin und her rutſchte, ſchob ſich das Kuh⸗Ei aus dem Neſt, rollte dem Berg hinab und ging vor einer Hecke, die es aufhielt, in mehreren Stücken aus ein⸗ ander, aus der Hecke aber ſprang ein Haſe, welchen der Waſunger für ein Kälbchen nahm, ihm nach⸗ rannte und wie beſeſſen aus Leibeskräften ſchrie: halt, halte doch, kennſt du dann dein' Vater nit?
Bekanntmachungen von Behoͤrden. f Verpachtungs⸗ Anzeige.
(493) Den 8. Auguſt d. J. ſoll das Fürſtl. Solms⸗ Braunfelſiſche Hofgut zu Stockhauſen, Amts Grei⸗ fenſtein, welches Petritag 1844 leihfällig wird, in dem Locale der unterzeichneten Stelle, Vormittags 10 Uhr, öffentlich an den Meiſtbietenden unter Vor⸗ behalt höchſter Genehmigung verpachtet werden.
Die Pachtung dieſes Hofguts, welches 2 Stun⸗ den von Braunfels und etwas weiter von Wetzlar und Weilburg, in einer ſchoͤnen und fruchtbaren
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Gegend an der Lahn gelegen iſt, umfaßt folgende
Gegenſtaͤnde:
1) ein geräumiges Wohnhaus, Brau⸗ und Bren⸗ nerei⸗Gebäude, ſowie Scheuer und Stallungen,
2) p. p. 82 Morgen Ackerland,
3) p. p. 58 ¼ Morgen Wieſen,
4) p. p. 5% Morgen Gartenland und einige ſon⸗ ſtige Nutzungen, die in den Pachtbedingungen, denen zugleich das Inventarium an Vieh, Schiff und Geſchirr beigefügt iſt, und welche in oben⸗ genanntem Lokale 14 Tage vor erfolgender Ver⸗ pachtung eingeſehen werden können, näher be— zeichnet ſind.
Pachtliebhaber, die ſich über die nöthigen öko⸗ nomiſchen Kenntniſſe, ſowie uber die Mittel zur Stel⸗ lung einer Caution von 1500 fl. ausweiſen können, werden hierzu eingeladen.
Braunfels den 17. Maͤrz 1843. Fuͤrſtlich Solmſiſche Rentkammer daſelbſt Denhardt. Immobilien ⸗Verſteigerung. (604) Mittwoch den 31. d. M., des Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe zu Oberrosbach die ſämmtlichen Immobilien des Bäckers Johannes Keßler daſelbſt, beſtehend in: 1) i 18[I Klftr. Hofraithe, beſtehend in einem Wohnhaus nebſt Backofen u. Stall, an Georg Engel und Gerhard Wenzel gelegen, 2)% 32,„ Garten am Oberthor, an Heinrich Anton Backes, 3) 68 54%„ unter der Stimmgabel an Johannes Lotz II., einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Oberrosbach am 3. Mai 1843. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts: Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Lämmer. Bekanntmachung. (641) Montag den 22. dieſes Monats ſoll die Lieferung nachbenannter Beduͤrfniſſe für die hieſige Garniſon auf das II. Semeſter d. J. an die We⸗ nigſtfordernden mittelſt Verſteigerung in Accord ge⸗ geben werden, und zwar: um 9 Uhr Vormittags, das Brennöhl⸗, Lichter⸗ und Thranbedürfniß, um ½10 Uhr Vormittags, das Bedurfniß an Gerſtenſtroh, Waizenkleie und Leinkuchen, und um 10 Uhr das Brodbedürfniß. wovon man die Steigluſtigen in Kenntniß ſetzt. Butzbach den 8. Mai 1843.. J. A. Cellartus, Unterquartiermeiſter. Bekanntmachung. (644) Wegen der diesjährigen Braunkohlenver⸗ käufe auf dem dahieſigen Werk wird andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß hinſichtlich der Braunkohlen, welche bis 1. September d. J. abge⸗ fahren werden, Zablungsfriſt gegen genügende Buͤrg⸗
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