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Intelligenzblatt
für die
Provinz Oberheſſen im Allgemeinen,
Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
M72.
Sonnabend, den 16. September
1843.
Amtlicher Theil. Aufforderung.
Zetreffend: In Unterſuchungsſachen
gegen den Mühlburſchen Heinrich Beuler aus Traishorloff wegen Diebſtahls zum
Nachtheile des Heinrich Lehr aus Aſſenheim.
(1268) Die Vernehmung des Muͤhlarztes Heinrich Lehr von Aſſenheim iſt nothwendig. Derſelbe wird, da
ein Aufenthaltsort unbekannt i
u erſcheinen, wobei bemerkt wird, daß er die ihm
ſehmen kann. Friedberg den 9. September 1843.
ſt, aufgefordert an einem der nächſten
Dienſtage oder Donnerſtage dahier früher abhanden gekommenen Effecten in Empfang
Großh. Heſſ. Landgericht daſeloeſt Hofmann. Loͤw.
Friedberg den 14. September 1843.
Hier am ſ. g. Seergraben ſteht ein Aepfelbaum mit reifen Früchten und zugleich in voller Blüthe. — Die Großh. Heſſ. Zeitung erwähnt ebenfalls eines ſolchen Aepfelbaumes, welcher vor dem Frei⸗ herrl. v. Riedeſel'ſchen Hauſe in Darmſtadt ſteht.
Schlechter Sinn bringt ſchlechten Gewinn.
Der rheiniſche Hausfreund erzählte vor 25 Jahren: Als die Deutſchen im Jahr 1815 den Franzoſen den zweiten Beſuch machten, war die Aufnahme, welche ſie erfuhren, noch unfreundlicher, als das erſtemal, und das Sprüchwort, daß ungeladene Gäſte die wertheſten ſeyen, wollte nicht zum Wahrwort werden; vielmehr gab ein Wort das Andre, und ein Kolben⸗ ſchlag den Andern. Die Deutſchen wollten mitunter auch zeigen, daß ſie ihren Nachbarn das Lehrgeld nicht umſouſt gegeben hätten, und dehnten das Recht der Eroberung auf Kiſten und Käſten aus. Wo aber Waaren ſind, da macht ſich der Handel bald,
und wer wohlfeil eingekauft hat, der kann auch wohl⸗ feil verkaufen. Die Soldaten brachten täglich neuen Vorrath von Hemden, Strümpfen, Leinwand und andern brauchbaren Artikeln auf den Markt, und die Liebhaber fanden ſich in Menge. Unter dieſen waren auch einige Juden aus dem überrheiniſchen Lande. Dieſe zogen einem deutſchen Regiment als Freiwillige nach, und trieben bald den Handel ins Große. Da ſie jedoch klug waren, und rechnen konn⸗ ten, ſo wurde es ihnen bald klar, daß mehr zu pro⸗ ſitiren ſey, wenn man die Waaren aus der erſten Hand nimmt, ſo ſtahlen ſie zuletzt ſelbſt, anſtatt von den Soldaten noch ferner zu kaufen. Den Einwoh- nern der Dörfer und Landſtädte war damit nicht gedient, und ſie brachten ihre Klage vor den Obri⸗ ſten des Regiments, der die Juͤden alsbald beim Bart nehmen ließ.
Es waren drei Brüder, welche man vor ihn brachte. Da die Juden die nöthigen Zeugniſſe in großen Bündeln bei ſich trugen, ſo war der Prozeß kurz, und der Obriſt diktirte den drei Brüdern ſech⸗ zig Prügel, in welche ſie ſich theilen ſollten, redlich


