Ausgabe 
11.2.1843
 
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* 46.

Hiernächſt haben Sie ſodann den Gemeinderath zu verſammeln und deſſen Erklärung darüber auf⸗ 90 für wen, wie viel und unter welchen Bedingungen die vorlagsweiſe Zahlungspflicht von der Gemeinde übernommen werden ſoll. Es hat dies durch Einzeichnung der Gemeinderaths-Beſchlüſſe in die Spalte 5 des Verzeichniſſes und die Aufnahme eines beſonderen Berathungs-⸗Protokolls zu geſchehen, wozu Ihnen das Formular gleichfalls hiermit überſendet wird. ü 5.

g Am empfehlenswertheſten möchte wohl die Bedingung ſeyn, daß die Saatfruͤchte nächſten Herbſt ent⸗ weder in Natur oder im Geldwerth, die Steckkartoffeln lediglich im Geldwerth, in den zur Ausgleichung der Ankaufskoſten ꝛc. noch zu beſtimmenden Mengen oder Beträgen an die Gemeindekaſſen zurückverguͤtet werden müßten. 8. 5

Wo etwa die Mittel zur Vorlage in den Gemeindekaſſen fehlen, ſoll zur Kapital⸗Aufnahme ermäͤch⸗ tigt werden.. 5

Die nach obigen Vorſchriften vollzogenen Verhandlungen haben Sie unfehlbar binnen 8 Tagen an mich einzuſenden. 5 6 43 n

Schließlich empfehle ich Ihnen bei dieſer Gelegenheit, im Intereſſe der Menſchlichkeit nochmals drin⸗ gend, daß Sie in der gegenwärtigen bedrängten Zeit nicht verſaumen mögen, der Pflicht der Gemeinden zur Unterſtützung der wahrhaft huͤlfsbedürftigen Armen, insbeſondere der Altersſchwachen, Gebrechlichen und Arbeits unfähigen zu genügen, damit dleſelben nicht durch die Noth zu Verbrechen resp. zur Bettelei

verleitet und getrieben werden. Friedberg am 4. Februar 1843.

Küchler.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

d ννν 5

i Holzverſteigerung. (125) Dienſtag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen im Walddiſtrikt Unterforſt, nahe bei Bön⸗ ſtadt an der Chauſſee nach Altenſtadt hin gelegen,

circa 40 Klafter eichen Scheitholz, mitunter zu Küfer⸗ und Glaſerholz geignet, öffent⸗ lich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Ver ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verſteigert werden.

Die Herrn Buͤrgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, dies im Intereſſe ihrer Gemeinde⸗ angehörigen bekannt machen zu laſſen.

Schloß Ilbenſtadt am 4. Februar 1843.

Bernhardt, Graͤfl. von Leiningen W. Rentmeiſter.

Stroh⸗ und Spreu⸗-Verſteigerungs⸗

Bekanntmachung. (131) Mittwoch den 15. dieſes Monats, Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen zu Großkarben von daſelbſt ein⸗ geſcheuertem Freiherrlich von Leonhardiſchen Burg⸗ gräfenroder Zehnten 1) circa 42 Fuder Stroh von allen Gattungen, 2) circa 200 Körbe Spreu, das Stroh in Abtheilungen zu 1 bis 3 Fuder und die Spreu zu 6 bis 10 Körbe, öſſentlich verſteigert werden.

Großkarben den 14. Februar 1843.

Freiherrl. v. Leonhardiſche Verwaltung

Schneider.

Fruchtverkauf. (136) Auf dem Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſchen Speicher auf der Neuherberge bei Niederwöllſtadt ſollen Mittwoch den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, nachfolgende wohlerhaltene Früchte von der 1841 Erndte, nämlich:

150 Malter Korn und

130 Gerſte

öffentlich an die Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen, verkauft werden.

Auf Anmelden bei dem Gräflichen Fruchtmeſſer Arnold auf der Neuherberg wird die Beſichtigung dieſer Früchte vor der Verſteigerung zugelaſſen.

Aſſenheim den 6. Februar 1843. Die Graͤflich Solms-Rödelheim'ſche Fruchtverwalteret. Arbeits ⸗Verſteigerung. (144) Die in laufendem Jahre dahier vorkommen⸗ den Gemeindebauarbeiten ſollen Mittwoch den 15. d. M., Nachmittags 2 Uhr, auf hieſiger Buͤrger⸗ meiſterei wenigſtnehmend verſteigert werden und ſind verüͤberſchlagt: A. Bei Herſtellung der Weidebrücke:

Maurerarbeit zu 10 fl. kr. Zimmerarbelt 612, Schloſſerarbeit 22 Weißbinderarbeit 21% 56

B. Bei Erbauung einer Brücke im Ort: Maurerarbeit zu Steinhauerarbeit 36 Handarbeiten: Kalk⸗, Sand⸗, Back⸗ und

Mauerſteinlieferung 190

C. Bei Anfertigung eines eiſernen Thores an das Schulhaus: Schloſſerarbeit zu 200 fl. Stammheim den 1. Februar 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Geis. Scheuer verkauf. (145) Auf freiwilliges Anſtehen des Großh. Ober⸗ finanzrathes von Krug zu Gießen ſoll deſſen, in Geisnidda belegene, 70 Fuß lange, 40 Fuß tiefe und mit dem Dache ohngefähr 50 Fuß hohe Scheuer Dienſtag d. 28. Feb. l. J., Vorm. um 11 Uhr,

in Geisnidda auf den Abbruch oͤffentlich verſteigert N

werden. Man bemerkt noch hierbei, daß Geisnidda durch einen. Stunde langen chauſſirten Vicinal⸗

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