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Die Expe⸗
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Intelligenzblatt
Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
WM II.
Mittwoch, den 8. Februar
1843.
Abonnementspreis: 1 fl. 24 kr.— Inſeratgebühren:
Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtagsblatt.
pr. Semeſter 40 kr., durch die Poſt bezo die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr. N der Inſeraten: Alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerale kommen in das
err 2 2= el gen 48 kr., pr. Jahr 1 fl. 12 kr., durch die Poſt bezogen die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme
Mittwochsblatt, und alle, welche bis zum
Amtlicher Theil.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg
an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes.
Betreffend: Die Verbeſſerung des Juchtſtierweſens in den Gemeinden.
Unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 7. wenn Erneuerung der Gemeindezuchtſtiere nothwendig geworden, deren Ankauf nur auf landwirtſchaftlichen Verein bezeichnelen wird, zu bewirken, unter dem Anfügen, aſſiren werde, wenn nachgewieſen wird, daß der Ankauf
ich Ihnen wiederholt, einem der von dem
Bekanntmachung erfolgen andere Weiſe bewirkten Ankäufen von Zuchtſtieren p
auf Bullenmärkten erfolglos verſucht worden. Der landwirthſcha Gemeindeſtierweſens, wenn deren Unterha
Februar v. J. in Nr. 6 des Kreisblatts, empfehle
Bullenmärkte, worüber demnächſt noch weitere wie ich nur dann Diäten wegen auf
ftliche Verein erkennt es als beſonders geeignetes Mittel zu Verheſſerung des ltung nicht mehr an den Wenigſtnehmenden verſteigert, ſondern
von den Gemeinden Faſſelſtälle erbaut, und die Zuchtſtiere von den Gemeinden ſelbſt gut gepflegt und
unterhalten würden; weßhalb ſolche auch für 1843 eine Prämie eines dem Zwecke ganz entſprechenden Faſſelſtalles bewirkt.
Ich empfehle daher dieſen Gegenſtand Ihrer Aufmerkſamkeit und Vorſorge.
geſetzt hat, welche die erſte Auffuͤhrung
Grünberg am 1. Februar 1843.
von 50 fl. für diejenige Gemeinde aus⸗
Ouvrier.
Das Blumenmaͤdchen.
Hinter dem prächtigen Pantheon— einem großen Palaſt in Paris— wird der Blumenmarkt gehalten. Tauſende von Blumen und Blüthen tränken hier die Luft in den maunigfaltigſten Farben mit Wohl⸗ gerüchen. Hier war es, wo einſt einem bejahrten Mann, der vorüber ging, eine Stimme nachrief: Guter Herr, kaufen Sie mir dieſe Roſenknospe ab. Die weiche klangvolle Stimme machte ihn aufmerk— ſam, er gewährte, umwendend ein ſchönes junges Mädchen, das in der einen Hand die dargebotene Roſe, in der andern ein Körbchen voll duftender Strauße trug. Die feinen Züge, der einfache aber reinliche Anzug verſicherten den Mann, daß das Mädchen wohl für ein beſſeres Loos beſtimmt, viel
leicht in glücklichen Verhältniſſen geboren war. Er druckte ihm einiges Geld in die Hand und ſagte: bleibe gut und fromm und Gottes Engel werden dich ſchüͤtzen mein Kind.— Er eilte ſich, wegzu⸗ kommen, um die Rührung, die ihn über ſeinen eig⸗ nen Worten ergriffen hatte, zu verbergen; aber ſie rief ihm nach: Dieß ſind die erſten Worte des Mit⸗ leide, die man mir armen verlaſſenen Kind ſagt; ich habe Niemand mehr auf der Welt, als einen Freund— dort oben; der moge auch Sie beſchuͤtzen und Ihnen Ihre Güte vergelten.— Er ging; aber ihr Bild folgte ihr; was haſt du eigentlich nun ge⸗ than für das unſchuldige arme Geſchöpf? du haſt ſie vielleicht für einen Tag vor Hunger geſchützt— das iſt Alles. Wird nicht der Sturm des Unglücks dieſe zarte Blume knicken, nicht der Hauch der Ver⸗


