Ausgabe 
5.8.1843
 
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* Landgerichts: Buͤrgermeiſter

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dungen. 123 bewohnte Haus en und geſchloſ⸗ Dand verkaufen. * Vednung zu

Dr. Burk.

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Krick, afl. Nentmeiſter. 2 Vehnhaus, keſtthend in vier n, zwei Kelltt, Ilichen Brunnen, t zwrubeiligen verkaufen.

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Intelligenzblatt

fuͤr die g

Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

WM 60.

Sonnabend, den 5. Auguſt

1843.

Die erſten Dreſcher.

(Erntelied für das Jahr 1843.)

Hört ihr den Dreiklang klibb klebb klabb! Hört ihr der Dreſcher muntern Schlag, Wie er erſchallt ſchon früh vor Tag!

Die Flegel fliegen auf und ab, Und Alles, ach! iſt hoch erfreut Ob dieſer ſchönen Erntezeit.

Seht ihr die Garbe reif und voll, Wie ſie ſich ſchwer zur Erde neigt, Wie ſie die goldnen Aehren zeigt! Nun iſt's dem Herzen wieder wohl; Man jauchzet und iſt hocherfreut Ob dieſer ſchönen Erntezeit.

Seht ihr, wie ſich die Scheune füllt! Den ſchwer beladnen Wagen zieh'n Die muntern Pferde ſanft dahinz Der bittre Hunger wird geſtillt:

Es herrſchet wieder Fröhlichkeit Ob dieſer ſchönen Erntezeit.

Die Kinder jauchzen fröhlich auf: Wir haben wieder neues Brod! Wie ſchmeckt das neue Brod ſo gut, So gut, als wäre Zucker drauf! Vorbei, geſtillt iſt jedes Leid Durch dieſe ſchöne Erntezeit!

Merkt ihr, wie nun der Kummer flieht! Das Vaterherz ſchlägt wieder leicht, Das Mutteraug' iſt nicht mehr feucht, Der bittre Gram von dannen zieht. Das Bild der Hoffnung zeigt erfreut Sich in der ſchönen Erntezeit.

Doch dankt ihr auch von Herzensgrund Dem, der geendet eure Noth, Dem guten Geber, für das Brod?

Und ſingt ihr ihm mit frohem Mund Ein Lied voll hoher Dankbarkeit

Für dieſe ſchöne Erntezeit?

O Menſch, vergiß den Vater nicht, Der ſo viel Gutes dir gethan, Und der allein nur helfen kann! Zu preiſen ihn ſei deine Pflicht. Dazu ſei ſtets dein Herz bereit In dieſer ſchönen Erntezeit.

Wo du auch biſt, ſchenk' ihm dein Herz. Hörſt du der Dreſcher muntern Schlag, Wenn er erſchallt ſchon früh vor Tag; So ſchaue freudig himmelwärts,

Und danke laut und hocherfreut Für dieſe ſchöne Erntezeit.

Und überall auf deiner Bahn, Da denke oft, da denke gern An deinen Schöpfer, deinen Herrn, Und bete ihn in Demuth an, Den, der geendet ſchweres Leid Durch dieſe ſchöne Erntezeit.

Doch wer den guten Gott vergißt, Der wiederum hat Brod beſcheert, Und ihm nicht dankt, der iſt nicht werth, Daß er das liebe Brod nur ißt. Drum preiſet Gottes Herrlichkeit, In dieſer ſchönen Erntezeit! Schwalheim im Erntemonat 1843. J. K. Grimm.

Arbeiten in geſchnittenem Elfenbein.

In Nr. 168 der Gr. Heſſ. Zeitung wurde aus Darmſtadt einiger ausgezeichnet ſchoͤn ausgeführ⸗ ten Arbeiten in geſchnittenem Elfenbein, und darun⸗ ter insbeſondere zweier großen Humpen,von der geſchickten Hand des Herrn Friedrich, erwähnt. Dieſe beiden Humpen hatte der Künſtler die Ge fälligkeit auf einige Tage mir mitzutheilen und ſtehen ſie Jedem, der ſich für ſolche Arbeiten inter⸗ eſſirt, zur Anſicht bei mir zu Dienſten.

Friedberg den 3. Auguſt 1843. C. Bindernagel.