Ausgabe 
5.4.1843
 
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1843.

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2 7 S

Intelligenzblatt

für die

Provinz Oberbeſſen in Allgemeinen, Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

Mittwoch, den 5. April

1843.

Amtlicher Theil.

Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg

an die Großh. Burgermeiſter des Kreiſes.

Betreffend: Die Pertilgung der Feldmäuſe.

Nach den im Herbſte vorigen Jahres eingezogenen Berichten haben ſich zwar in dem hieſigen Kreiſe die Feldmäuſe in Beſorgniß erregender großer Zahl nirgends gezeigt, da aber der gelinde Winter ihre Vermehrung veranlaßt haben konnte, ſo weiſe ich Sie unter Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 24. September 1842 an, ſich fortdauernd angelegentlich um deren Vertilgung durch die bezeichneten Mittel zu bemühen und mir demnächſt Anzeige zu machen, welche Erfolge die Vertilgungsmaaßregeln gehabt haben.

Grünberg den 27. März 1843.

D

Derſelbe an dieſelben.

Betreffend: Die Hauptverſammlung des landwir thſchaftlichen Bezirksvereins des Kreiſes Grunberg.

Sie wollen zu beſonderer Kenntniß aller in Ihren Bürgermeiſtereien wohnenden Mitglieder des land wirthſchaftlichen Vereins bringen, daß die Frühjahrs-Hauptverſammlung des Bezirks-Vereins Samſtags en 22. April, Vormittags 9 Uhr, dahier in Grünberg ſtatt habe.

Grünberg den 27. Maͤrz 1843.

Su v rie r.

Ueber die großen Vortheile des Ge brauchs der Walze bei dem Ackerbau.

Während im verfloſſenen Sommer die Kartoffeln faſt überall mißrathen ſind, was wir leider jetzt ſo hart fühlen, haben die Herrn Hofmann auf Hofgüll und Schudt auf der Neumühle eine überaus reiche Erndte daran gehabt. Dieß mag meiſtentheils daher kommen, daß ſie ihre Kartoffeläcker tuͤchtig walzten. Wie durchaus nöthig die Walze für unſeren wetterauer Boden bei allen Fruchtgattungen ſei, das haben der landwirthſchaftliche Verein, verſtändige Dekonomen und die Erfahrung zur Genüge em pfohlen; demungeachtet giebt es in unſerer Wetterau noch Gemeinden, wo dieſes landwirthſchaſtliche Ge räth nicht einmal gekannt, geſchweige angewandt wird. In Exwägung des großen Nutzens deſſelben wäre es ſehr zu wünſchen, wenn noch vor der Kar⸗

toffelausſaat, in jeder Gemeinde zwei oder drei Wal⸗ zen auf Gemeindekoſten angeſchafft und unter einer gewiſſen Ordnung zum Gebrauch geſtellt würden. Die Anſchaffungskoſten können gegen den Vortheil wohl nicht in Betracht kommen.

G. B.

A ν N.

Edictalladung. (317) Forderungen, ſowie Eigenthums- oder Erb⸗ anſpruͤche an den geringen, wahrſcheinlich über ſchuldeten Nachlaß des Iſaac Limburger von hier, insbeſondere auch Anſpruͤche an die von letzterem