Empfehlung. (255) Daß ich wieder mit allen Sorten friſchen und achten Sämereien für dieſes Jahr beßtens verſehen bin, bringe ich allen meinen Freunden andurch in ge⸗ fällige Erinnerung. Obgleich der Ankaufspreis ver⸗ ſchiedener Sämereien, in Folge des verfloſſenen trocknen Sommers, bedeutend hoch ſteht, ſo habe ich doch meine Verkaufspreiſe ſehr billig geſtellt. In der Hoffnung recht vieler Abnahme, werde ich ſtets be⸗ müht ſein, das mir ſeit Jahren gewordene Zutrauen immer mehr zu erweitern. Preisverzeichniſſe werden gratis abgegeben. Auch bin ich im Beſitz vieler Sorten veredelter Holzpflanzen, wie auch ſelbſt ge⸗ zogener Kern⸗ und Stein⸗Obſtbäumchen, die ich billig abgebe. Friedberg im März 1843. M. Jung.
Gaſthaus-Verſteigerung.
(256) Das Gaſthaus zur Lilie in Vilbel ſoll Mitt⸗ woch den 15. März, Morgens um 9 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt werden. Die Hofraithe be⸗ ſteht aus einem Wohnhauſe, Scheuer, Brennhaus, Stallung für 40— 45 Pferden und Schoppen. Ein Grab⸗ und Grasgarten 314 Klftr. haltend, kommt ebenfalls mit zur Verſteigerung.
Fried. Wilh. Kirchner. Holzverſteigerung. (257) Montag den 6. März 1843, ſollen in dem Freiherrlich von Rothſchildiſchen Walddiſtrict Alten⸗
berg bei Rodheim: a) 2750 eichen Wellen und b) 1605 ſaalweiden und aspen Wellen öffentlich verſteigert werden. Es wird noch bemerkt, daß die letzteren Wellen ſich vorzüglich zur Einfriedigung der Gärten eigenen. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr in dem Schlag an dem Vicinalweg von Rodheim nach Nie⸗ derwöllſtadt. Okarben den 27. Februar 1843. Hllgenreiner. Zur Nachricht. (258) Mit gutem Brod und Weißmehl werde ich von heute an ſtets verſehen ſein und kann ſolches auch auf Verlangen bis zur Erndte auf Credit ge⸗
geben werden. Nur die mir Unbekannten haben ſich
mit einem von dem Herrn Bürgermeiſter ausgeſtellt genügenden Bürgſcheine zu verſehen. Großkarben im Februar 1843. D. L. May, Sohn des Samuel May. Leere Oel- Fäſſer (259) von 3 bis 5 Ohm, in ſtarkem Eiſenband, ſtehen billig zu verkaufen bei M. L. Goldmann in Friedberg. Alle Sorten (260) ächten und friſchen Garten⸗Samen ſind zu haben bei Karl Decher in der Uſergaſſe.
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Kunſt⸗Kabinet.
(261) Das von Herrn Döringer im Saale des Herrn peter Mann aufgeſtellte Kunſtkabinet von beweglichen Wachsfiguren
in Lebensgröße bietet dem Auge ſo treue Nachahmung der Natur, daß auch der Unbefangenſte dieſem Kunſtwerke volle Anerkennung zugeſtehen wird. So iſt der am Kreuz ſterbende Heiland, umgeben von Maria und Magdalena, welche ſämmt⸗ lich durch Mechanik bewegt werden, ein gelungenes Meiſter⸗ werk zu nennen; die Enthauptung des Johannes im Gefäng⸗ niſſe, ebenfalls eine durch Mechanik bewegliche Gruppe, zeugt von vieler Fertigkeit im Modelliren. Ueberhaupt bat Herr Döringer Kunſt und Natur in ſchöner Harmonie vereint.—
Das mit dem Kunſtkadinete vereinte Panorama zeigt mehrere
ſehr gelungene Anſichten von Gegenden, die auch die Aner⸗ kennung des Beſuchenden in Anſpruch nehmen dürften. Möchte dieſes ſchöͤne Kunſtwerk mit recht zahlreichem Be⸗ ſuche beehrt werden. Ein junger Burſche (262) kann bei einem hieſigen Bäckermeiſter in die
Lehre treten. Bei wem ſagt die Expedition d. Bl.
Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 10 fl.— kr.; Korn: 9 fl. 40 kr. Gerſte: 7 fl. 30 kr. Hafer: 5 fl. 40 kr.
Früchte Preiſe zu Mainz, am 24. Febr.: Waizen: 11 fl. 1er. Korn: 9 fl. 16 kr. Gerſte: 7 fl. 30 kr. Hater: 5 fl. 56 kr. Erbſen:— fl.— kr.
Polizei⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 11. Maͤrz 1843.
pfd Brod⸗ 75 reiſe. Friedberg Butzbach. kr. pf. re pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 3 2 37 2 2 1 7 6 3 6 3 4 1 17 13 3 13 2 Loth. Loth. — Milchbrod 1 4% 14 4½¼½ —Waſſerweck 1 4% 115 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 115 11 5 Fleiſch⸗Preiſe. pf 1 1( Ochſenfleiſch N 13 2 11 2 1 ge; gemäͤſtetes 1 94.— „Kübfleiſch ungemäſtetes 6(— 6— ;; gemäſtetes S8 ns 1 Rindſteiſc ungemäͤſtetes 6— 6— „ Kalbfleiſch 5 3 3 2 „ Schweinenfleiſch 12— 12— „Hammelfleiſqh 8— 8— „ Schaaflleiſch 5—— 4— „ Wurſt von blos Schweinen 1e „Gemiſchte Wurſt 10— 10— „ Bratwurſt 16— 15— „ Schwartenmagen 16— 15— „( Geräucherter Speck 21— 20— „Schinken 7 16— 15 5 „ Doörrfleiſch 16— 115— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 23— 224— 1 g dito ungusgelaſſen 2114— 20— „ Nierenfett 21— 20— „ Hammelsfett a 15— 15—
Der großh. beſſ. Kreisrath d. K. F.
Küchler.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg.
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