ume. Diſtrict

rförſter

8 Uhr, in der Meſ⸗ wo⸗ tt zwei werden.

Wittib.

8

* Waͤldchen.

(758) Auf den 2. und s. Pfingſtfeiertag werden die Sommervergnügen im N W hieſigen Wäldchen begin⸗ 2 nen, wobei ſich nachfol⸗ gende Weine in Verſen empfehlen.

1) Dürkheimer 1842er.

Zu Dürkheim an der Hardt, So heißt mein Vaterland. Ich gehe ſüß und zart ünd komm' aus reiner Hand. 2) Deidesheimer 1835er.

Weit und breit bin ich bekannt, Gar ſüffig, fein und glatt. f Es geb' der Freund dem Freund' die Hand Der viel gebechert hat.

3) Hochheimer 1831er.

Soll ich mich denn ſelber loben, Man ſpricht ſchon hoch von mir; Ihr trinkt mich rein bei Aehle droben Und ſucht dann ſpat die Thür.

4) Rüdesheimer 1834er. Ich bin der beßte Traubenſaft,

Am Rhein werd' ich erzeugt,

Ich geb' dem Deutſchen Nervenkraft,

D'rum trinkt, daß keiner weicht.

5) Markobrunner 1822er. Meine Jugendzeit iſt längſt entſchwunden,

Nich trinket gern der ſchwache Mann,

Auch ſchadet er nichts dem Geſunden,

Wenn er ihn nur bezahlen kann.

D'rum kommt ihr Freunde weit und breit

Und denkt, es wär' mein' Erndtezeit; Dann freut ſich in der Seele Zu Oſſenheim der Aehle.

Schwalheimer Mineralbrunnen.

(759) Indem ich auf kommenden 2. und 3. Pfingſt⸗ feſttag meine ergebenſte Einladung zur Harmonie⸗ und Tanzmuſik mache, verbinde ich damit zugleich die Verſicherung, daß ich Alles aufbieten werde, durch preiswürdige Getränke, ſchmackhafte Speiſen und ſorgfältige Bedienung mir die Zufriedenheit meiner verehrten Gäſte zu erwerben.

Entzücken wallt auf jeder Flur,

Und ſchön geſchmückt ſteht die Nalur In ihrem Hochzeitskleide.

Sie ladet euch, ihr Menſchen ein,

Wollt ihr nicht gerne fröhlich ſeyn? Genießen Luſt und Freude?

O kommt in dieſer ſchönen Zeit,

Der Sauerbrunnen Alles beut, Euch zu erfreu'n, zu laben;

Was Hunger ſtillt, das Herz erfriſcht,

Wird von mir reichlich aufgetiſcht, Die allerbeßten Gaben.

Zum Tanze ruft der Hörner Schall,

Der Seiten Klang; O ſeyd mir all' Willkommen, frohe Paare!

Kommt zu dem Ort der Fröhlichkeit

In dieſer ſchönen, heitern Zeit, Genießt die frohen Jahre!

Schwalheimer Mineralbrunnen im Mai 1843.

Henkel.

01*

Nauheimer Teichhaus. (760) Den 2. und 3. Pfingſtfeiertag iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe gutbeſetzte Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Henkel.

Selſerbrunnen bei Okarben.

(761) Den 2. Pfingſtfeiertag werden die Sommer⸗ beluſtigungen in hieſiger Anlage mit wohlbeſetzter Harmonie- und Tanzmuſik ihren Anfang nehmen und bei günſtiger Witterung von 14 zu 14 Tagen fort⸗ geſetzt. Ich lade die Freunde des geſelligen Ver⸗ gnügens mit der Verſicherung billigſter und prompte⸗ ſter Bedienung höflichſt ein. Havenecker. Einladung. (762) Den erſten Pfingſtfeiertag wird der Unter⸗ zeichnete in Auftrag des Hrn. Friedrich Schweitzer einen vorzüglich guten Aepfelwein an dem hieſigen Burgpfingſtbrunnen verzapfen, und ladet er hierzu höflichſt ein. Friedberg. Ph. Muth. Einladung. (763) Den 2. Pfingſtfeiertag iſt auf dem Chauſſee⸗ haus bei Ilbenſtadt gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen. Ich lade hierzu höflichſt ein, und hoffe, da ich fur alles Erforderliche beßtens ſorgen werde, mit zahl⸗ reichem Beſuche beehrt zu werden. Peter Mörſchel. Einladung. (764) Die hieſige Schützengeſellſchaft macht hier- durch den Herrn Schießliebhabern, als wie auch den Freunden des geſelligen Vergnügens bekannt, und ladet dieſelben zur Theilnahme an dem am Freitag den 9. Juni l. J. ſtattfindenden Ritter-, Sonntag den 11. Schnapp⸗ und Montag den 12. großen Haupt ⸗Schießen ergebenſt ein. Das Haupt ſchießen enthält 60 Preiſe und zwar der 1. Preis zu 60 fl., der 2. Preis zu 50 fl. u. ſ. w. Für gute Speiſen, Getränke und Muſik wird Herr Platzmeiſter D. J. Fritz beßtens beſorgt ſein. Friedberg den 27. Mai 1843. Der Vorſtand der Schützengeſellſchaft: J. Ph. Fritz. Kopp. W. Schmidt. An ei. ge. (765) Daß ich meine ſeit mehreren Jahren inne⸗ gehabte Wohnung neben Hru. Apotheker Werner und Hrn. Kümmich verlaſſen, und diejenige im Hauſe des Hrn. Metzgermeiſters Georg Schäfer, der Poſt gegenüber, eine Stiege hoch, bezogen habe, verfehle ich nicht hierdurch zur Kenntniß zu bringen, mit dem Bemerken, daß ich auch in dieſer meiner neuen Wohnung, meine Speiſewirthſchaft, ebenſo auch den Handel mit Bettfedern und neue Bettwaa⸗ ren, zum Verkaufen und Vermiethen wie ſeither fortführe. Auch iſt die Niederlage der ſogenannten Dampf hefe bei mir, und ſolche jederzeit friſch zu haben. Friedberg im Mai 1843. Zacharias Garde.