1 tete und bewährt gefunden habe, die Zwetſchen in ein wohlverwahrtes, zugeſpundetes
*
betreffend.
zirt wird, kann er augenblicklich genoſſe er einige Jahre alt wird, dem Arrack geſetzt werden.
in einer offenen Bütte hinſtellt und
3 Fäulniß übergibt, kann es auch nicht 1 men,
als daß der daraus gewonnene ö einen ekelhaften Geruch und Geſchm
0 rathen, die ich
Faß, ſo daß bei der Gährung und
ſchlägt man ſolches wieder zu, und Zeit werden dieſe
producirt, deſto weniger Zuthaten Fabrikationsſtoffen ſetzt man zu, und läßt man laufen; man kann bei 19 bleiben, und nachher noch eine zweite laſſen. Die erſte Sorte vertritt bei kommen den Arrack.
Ich erbitte mir für die Angabe d von denen, die ſie bewährt gefunden Krug der Primaſorte.
quickung bei hohem Kummer. Seite gibts auch kein beſſeres Mittel der Freude zu mäßigen, als das Lach tolle unvernünftige Gelächter,
ſo bleibt in der hoͤchſten Freude das
theilig.
Da wo der Zwetſchen⸗Branntwein ordentlich fabri⸗
d. tes Lachen). Im höchſten Schmerze bleibt aber die Thräne aus, und dann entſteht für den Menſchen ein ſehr bedenklicher Zuſtand ſeines Weſens.
Zwetſchen⸗Branntwein⸗Fabrikation
n und, wenn an die Seite
Aber da, wo man die Zwetſchen oder Schlehen
ſie erſt der anders kom⸗ Branntwein ack bekommt,
und erſt nach vielen Jahren genoſſen werden kann.
Darum erlaube ich mir folgende Methode anzu⸗ in Schönthal an der Jagſt beobach— nämlich: man thut
Entwickelung
des Geiſtes weder Saft noch Geiſt entweichen kann.
Nach 3 Wochen öffnet man den Spunden und hält ein brennendes Licht darüber; verloſcht ſolches, dann iſt die Gährung vollendet; wo nicht, dann
von Zeit zu
Verſuche ſo lange wiederholt, bis das Licht ausgelöſcht wird. Hierauf wird ein guter Hefenſatz bereitet, und je mehr Zwetſchengeiſt man
an weiteren deſto weniger Grad ſtehen Sorte laufen
Punſch voll⸗
ieſer Methode haben, einen
1 Bingenheim den 10. Oktober 1840. 0 Schmidt, Diſtrictseinnehmer.
Schmerz und Freude.
Es gibt kein beſſeres Mittel, um den Schmerz für den Körper und Geiſt unſchädlich zu machen, als die Thräne; ſie iſt gewiſſermaßen eine Er⸗ Aber auf der andern
„ um uns in en(nicht das ein fortgeſetz⸗
Eben
Lachen, ſelbſt
das Lächeln weg, und wirkt nun nicht minder nach⸗
Eine Mutter klagte oft und viel daß ihr Sohn, der jenen furchtbaren Feldzug nach Rußland als Sol⸗
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* ons mitgemacht hatte nicht
dat im Heere Napole ſey. Sie hielt ihn längſt fuͤr
wieder zurück gekommen
verloren. Auf einmal ſteht er wieder vor ihr. Die
Freude wirkte ſo plötzlich, daß ſie ihren Geiſt auf⸗
gab.
Noch nachtheiliger war eine ſolche ſchnelle Freude für eine Braut. Ihr Geliebter war ebenfalls nach Rußland gezogen, und in Jahren nicht wieder ge⸗ kommen, ſo daß ſie ihn wohl für verloren halten mußte. Da erſcheint er endlich wieder, und die Braut wird von dieſer Erſcheinung ſo ergriffen, daß ſie— in Wahnſinn verfällt und auch nicht wieder geheilt werden kann. 1
Dem Leſer will Schreiber dieſes hier noch eine andere Geſchichte mittheilen, die für ihn immer un⸗ endlich anziehend war.
Ein alter Grieche, der in ſeiner Jugend ſelbſt den höchſten Preis irdiſcher Ehre davon getragen hatte, d. h. Sieger bei den olympiſchen Feſtſpielen geweſen war, Diagoras hieß er, erſchien mit ſeinen drei blühenden Söhnen wiederum bei“ dem großen Feſte zu Olympia. Die feierlichen Spiele beginnen; Tauſende von Jünglingen drängen ſich heran, um den Sieges⸗Preis zu verdienen, der doch nur Wenigen zu Theil werden kann. Endlich ver⸗ ſammeln ſich die Richter, um nach Gerechtigkeit die drei Sieger auszurufen und zu bekränzen. Und ſiehe da— die drei Söhne des Diagoras ſind die Sieger und die Bekränzten. Voll kindlicher Liebe eilen ſie zu ihrem Vater, ſetzen ihm ihre Kränze auf, und tragen den eberglücklichen durch die Verſammlung der Griechen, die voll inniger Theilnahme ihn mit Blumen beſtreuten. Da— fiel der Vater todt zur Erde. Die Freude hatte ihn ohne Zweifel vernichtet.
Berichtende Bekanntmachung. Eingetretener Umſtände wegen wird die Sonn⸗ tagsſchule erſt den 25. d. M. wieder eröffnet, nicht den 18., wie in der vorigen Nummer dieſes Blattes angezeigt war. Vermoͤge Auftrags: Prof. Ph. Dieffenbach.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. N
Obligations-Verlooſung. 7 (1053) Nachdem in der heutigen Gemeinderaths⸗ verſammlung die, in Gemäßheit des Voranſchlags für 1840, vorzunehmende Partial-Obligations⸗Ver⸗ looſung ſtattgefunden hat, und folgende Nummern, als: Nr. 8, 13, 23, 25, 27 und 34, jede mit 500 fl., Nr. 51, 55, 56, 58, 59, 62, 63, 66 und 71 jede mit 200 fl., Nr. 91 u. 94 jede mit 100 fl. durch das Loos zur Abzahlung herausgekommen ſind, ſo wird ſolches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht,
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(1076)! abſichtigt ne überzuziehen binnen 3 4 Großkarben Eutlaſſungs!
Friedbe
7 (1079) füdöſtlchen uon 7


