8 Neregiments
d Katharing e Tochter.
en Poſtillonz ers und Leh
Robine Fuchs edel. Tochter. Sahrada, des
mann, geboren b d. A. Juli. ochter, Jbban⸗
den 27. Juli
den 6. d. M. Auguſt Ludwig
ochter, Maria
ria Elisabetha,
Goll Ehefrau,
en 12. Auguſt. d. A. Auguſt. totg Venato,
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37.
ehelicher Sohn,
Intelligenzblatt
ſür die
9
8 re bin
berhessen
im Allgemeinen,
den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
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Sonnabend, den 12. September
1840.
Die Samſtags-Gaͤſte.
Es war ein kalter Januars-Abend des Jahres 1821 oder 1822. Die Fenſter an den Häuſern des Dorfes glitzerten; draußen fuhr noch einſam ein fremder Wagen und gab jenen knarrenden Ton von ſich, den man zu vernehmen pflegt, wenn der Schnee, welcher den Boden bedeckt, ſo recht durchgefroren iſt, und während die davorgeſpannten Pferde kleine Eis— zäpfchen vor dem Maule hangen hatten, war dem Fuhrmanne ſein ſchwarzes Haar durch den Duft ganz hellgran geworden. Die Sterne am Himmel glänzten bereits wie kleine Diamanten; vor allen aber zeigte ſich am ſüdlichen Himmel das ſchönſte aller Geſtirne, der Orion, in ſeiner ganzen Pracht, die an Glanz nur von dem nicht weit davon ſtehen⸗ den Sirius übertroffen zu werden ſchien. Es war kein angenehmer Aufenthalt im Freien: deſto ange⸗ nehmer wars im Zimmer des Ortsbürgers Lorenz. Denn der Ofen hatte ſeine angemeſſene Nahrung von Buchenholz erhalten, und als das etwas abge— brannt war, hatte der Hausherr ein paar kernfeſte Stücke ſeines erkauften Stockholzes beigelegt, weil ſolche, wie er meinte, am beßten anhalten. Das, was wir eben Zimmer nannten, war zwar kein Staatszimmer, wie mans bei reichen und vornehmen Leuten in Städten findet, ſondern die gewöhnliche Wohnſtube eines Landmannes, die ſich nur durch größere Geräumigkeit, Ordnung und Reinlichkeit vor den andern auszeichnete.
Nachgerade hatten ſich in dieſem Lokale ſieben Männer bei dem Hausbeſitzer eingefunden, die ſich in ihrem Aeußern vor den andern Landleuten wei— ter auch nicht auszeichneten, als daß ſie beim„guten Abend“ ſich einander herzlicher die Hand drückten. Sie hatten aber auch noch nicht einmal alle Platz genommen auf den Bänken um den tannenen Tiſch, als man auf der Straße„Feuer“ rufen hörte; und
wie ſie das Fenſter öffneten, bewies ihnen die un— gewöhnliche Helle im Nachbarhauſe, daß dort wirk⸗ lich ein Brand ausgebrochen ſey. In einem Nu waren alle acht Männer an dem Orte der Gefahr und kaum hatten ſie ſich hier umgeſehen, ſo erkann⸗ ten ſie auch gleich, was hier zuerſt zu thun ſeyn möchte. Im unterſten Stockwerke ſtrömte ein furcht⸗ barer Qualm aus den Fenſtern; es brannte bereits Alles lichterloh, beſonders die Treppe und das un⸗ ter ihr ſitzende Reisholz; im zweiten aber ſchrie eine arme Frau jämmerlich um Hülfe. Eh' man ſichs verſah, hatten die acht eine Leiter geholt und ange⸗ ſtellt, war Lorenz an derſelben hinauf geſtiegen und hatte auch ſchon die alte Frau aufgepackt und herun⸗ ter getragen. Dann gings mit dem Einen Kame⸗ raden gleich wieder hinauf, und eh' noch die Um— ſtehenden recht wußten, was ſie thun ſollten, hatte Lorenz bereits die Kiſte der Frau auf der Schul- ter und der Kamerad die übrigen Habſeligkeiteu der— ſelben, und war damit denſelben Weg herabgekom— men, wie früher mit der Frau. Lorenz hatte in ſolchen Fällen eine Rieſenſtärke und war ſo flink wie ein Eichhörnchen. Unterdeſſen war der Pfarrer an die Brandſtätte gekommen, und da er gerade Zeugen der menſchenfreundlichen That unſers Lorenz war, klopfte er ihm auf die Schulter und wollte ihm ein ſchönen Dank ausſprechen.—„Herr Pfarrer,“ fiel ihm Lorenz ins Wort,„dazu iſt jetzt keine Zeit.“ Denn ſeine andern Kameraden hatten die Feuerſpritze gebracht und Leute zum Waſſerholen angeſtellt. Nun ſtieg Lorenz zum drittenmal hinauf und forderte den Schlauch, weil er wußte, daß man in der Re⸗ gel von oben her dem Feuer am beßten und ſchnell⸗ ſten Meiſter werden konnte. Und ſo wars auch, wenigſtens hier, ehe eine Stunde verging, war das Feuer gelöſcht und damit die Gefahr für die Nach⸗ barshäuſer glücklich abgewendet.
Wer je die Veſtürzung ſah, die beſonders auf


