59) Wer zuerſt gewann, ward zuletzt ein Bettel⸗ mann. 60) Wer Andern nicht traut, dem iſt ſelbſt nicht zu trauen. 61) Wer's lang hat, läßt's lang hängen. 62) Wer lauſtert an der Wand, hört ſeine eigne Schand. 63) Wer gern tanzt, dem iſt gut geigen. 64) Wer Pech angreift, beſudelt ſich.(Sirach XIII, 1.) 65) Wer A ſagt, muß auch B ſagen. 66) Wer nicht hört, muß fühlen. 67) Wer ſich die Naſ' abſchneidet, verſchändet ſich's Geſicht. 68) Wer nicht kommt, dem wird der Kopf nicht gewaſchen. 69) Wer's gut hat, will's beſſer haben. 70) Wer einmal geſtohlen hat, iſt immer ein Dieb. 71) Wer nicht hat die Küh, hat auch nicht die Muh. 72) Wer den Papſt zum Vetter hat, kann leicht Cardinal werden. 73) Wer ſich zu den Hunden legt, bekommt Flöhe. 74) Wer im Rohr ſitzt, ſchneidt ſich Pfeifen. 75) Wer den Schaden hat, braucht fur den Spott nicht zu ſorgen. 76) Wer ſachte geht, kommt auch weit. 771 Wer Vorſicht vergaß, muß Nachſicht ge⸗ brauchen.. 78) Wer von der Hoffnung lebt, der ſtirbt am Faſten. 79) Wer lang fragt, geht lang um. 80) Wer Recht thut, wird Recht finden. 81) Wer andern eine Grube gräbt, fällt ſelbſt hinein. 82) Wer zuletzt lacht, lacht am beßten. 83) Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muß eſſen, was übrig bleibt. 84) Wer nicht will, der hat gegeſſen.
Eingeſendet. Beantwortung der Anfrage in Nro. 33. d. Bl., die Setzkartoffeln betreffend.
Ich hatte bereits in Nro. 17. d. Bl. vom Jahr 1835 die Reſultate mehrjähriger Verſuche hinſicht— lich des hin und wieder empfohlen geweſenen Legens einzelner Kartoffelaugen, anſtatt ganzer oder auch allenfalls zerſtückter Kartoffeln, veröffentlicht, welche Reſultate dahin ſich ſtellten, daß alsdann wenig⸗ ſtens ein Viertheil des Ertrags verloren geht; was auch ſchon an und für ſich um ſo einleuchten⸗ der ſeyn dürfte, als hier die junge Kartoffelpflanze lediglich auf die ſie umgebende Erde angewieſen iſt,
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während ſolche entgegengeſetztenfalls ihre erſte Nah⸗ rung aus der Setzkartoffel ſelbſt zieht: weßhalb denn dieſelben Reſultate verhältnißmäßig auch alsdann eintreten mögen, wenn die Setzkartoffeln allzukärg⸗ lich zerſtückt werden.
Indeſſen gingen doch jene ſelbſt auch nur ein⸗ zelne Augen wenigſtens auf, und es muß ſonach die Urſache des dermalen hier in Frage ſtehenden gänzlichen Ausbleibens nur zerſtückter Kar⸗ toffeln— welches im verwichenen Jahre auch häu⸗ fig in der hieſigen Gemarkung, und zwar vorzugs⸗ weiſe auf Güterſtücken Solcher, welche viele Kar⸗ toffeln ziehen, beobachtet wurde— in etwas Ande— rem geſucht werden.
Die Urſache hiervon beſtand und beſteht näm⸗ lich darin, daß(was diejenigen Landwirthe, welche ſehr viele Kartoffeln ziehen, ſchwer vermeiden können) die Setzkartoffeln allzufrühe zerſchnitten und in dieſem Zuſtande allzuhoch aufgeſchichtet werden; ſo daß zumal die unten liegenden, noch ehe ſolche gelegt werden können, ſich erhitzen und in Fäulniß übergehen, während zuweilen wohl auch die oberen alsdann ſchon in dem Grade ausgetrocknet ſind, daß ſie— zumal bei trockener Witterung— keine Keime mehr zu treiben vermögen. Außerdem gehen auch manche Kartoffeln— zumal ſolche, welche den Win⸗ ter über jeweilig unter Waſſer lagen— in einen— hierorts„Verglaſung“ genannt werdenden— waſſer⸗ harten Zuſtand über, in welchem ſie— gleich viel, ob ganz oder zerſchnitten— aller und jeder Keim⸗ kraft ermangeln.
Alſo— die Setzkartoffeln weder allzukärglich noch allzufrühe zerſchnitten, die zerſchnittenen nicht allzuhoch aufeinander geſchüttet oder doch wenigſtens öfters gelüftet und umgewendet, ſowie endlich die waſſerharten(verglaſeten) Boden-Kartoffeln gänz⸗ lich ausgeſchieden:— und es werden Klagen über ausgebliebene Kartoffeln nicht leicht mehr vorkommen.
Petterweil den 19. Auguſt 1840. H. C. Flick.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
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Marktverlegungs- Anzeige. (825) Der nach dem Kalender auf Mittwoch den 19. d. M. angezeigte Jahrmarkt ſoll, eingetretener Verhinderung wegen, nicht an dieſem Tage, ſondern Donnerſtags den 24. September l. J. dahier abge⸗ halten werden, auf welchen Tag zugleich die dies⸗ jährige Viehpreisvertheilung und Kirchweihe dahier fällt.
Nidda den 11. Auguſt 1840. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Dr. Borberg.
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