gezeigten Empfangs⸗ Schein bei mir abgeholt worden. ö Niederwöllſtadt den 31. Jan. 1837.

Bernges.

Sehenswuͤrdigkeiten. (77) Künftigen Sonnabend, den 11ten Februar d. J., wird C. Paukert die Ehre haben in dem unteren Saale des Herrn Gerlach ſehen zu laſſen:

Eine Sammlung Diorama, oder: die ange⸗ nehme Reiſe im Zimmer, nach der Natur und in Lebensgroͤße, Original-Anſichten, wel⸗ che das Merkwürdigſte der Erde, denkwuͤrdige Schlachten und ſonſtige, im Gebiete der Ge⸗ ſchichte und Natur beruͤhmte Gegenden vorſtellen. Das Nähere beſagt der Anſchlagzettel.

Zugleich macht C. Paukert einem hochgeehr⸗ ten Publikum ergebenſt bekannt, daß ſeine Frau in der italieniſchen Blumen-Kunſtmalerei und anderen Gegenſtänden Unterricht zu ertheilen erbötig iſt. Dieſe Kunſt kann man in Zeit von 8 Stunden er⸗ lernen, ohne daß man die mindeſte Kenntniß vom Zeichnen hat. Selbſt Kinder von 12 Jahren wer⸗ den es ſehr gut begreifen und ſich gern damit be⸗ ſchäftigen.

Wohnungs veränderung. (78) Meinen geehrten Gönnern und Freunden mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich ge⸗ genwärtig bei dem Drehermeiſter Herrn Neiſel auf der breiten Straße wohne und daß gute, faconirli⸗ che und dauerhafte Arbeit, verbunden mit prompter Aufwartung mich auch da einen fortgeſetzt zahlrei chen Zuspruch hoffen laſſen, um welchen ich hiermit höflichſt bitte. Friedberg den ten Februar 1837. Heinrich Waas,

8 Schuhmachermeiſter. Ausfpielung. (79) Eingetretener Verhinderung wegen konnte die im vorigen Blatte angezeigte Ausſpielung der Waſchbütten nicht vorgenommen werden; und wird dieſe nun Mittwoch den Sten d. M., von Mittags 1 Uhr an, vorgenommen. Ich lade nochmals alle Inhaber der Looſe zur Beiwohnung höflichſt ein.

Friedberg den 2. Febr. 1837. M. Jung.

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Auszuleihendes Kapital. (80) 2000 fl. liegen in hieſiger Kirchenkaſſe ge⸗ gen gerichtlich doppelte Sicherheit zu 5 Prozent zum Ausleihen bereit. f Niedereſchbach den 31. Januar 1837. Der Kirchenrechner mann. Benachrichtigung.

(81) In Bezug auf meine Bekanntmachung vom Iten Dezember v. J. halte ich es für Schuldigkeit, meinen Geſchäftsfreunden hiermit zu erklären, daß ich, durch meine in der Zwiſchenzeit erfolgte ander⸗ weitige Anſtellung dazu bewogen, alle meine bis⸗ herigen Geſchäfte aufgegeben habe. Ich bin deß⸗ halb auch mit Aufſtellung meiner verſchiedenen Schluß⸗ rechnungen dermalen bereits beſchäftigt und werde hiernächſt auch noch weiter übernommene Aufträge, ſo weit mir noch Zeit dazu vergönnt bleibt, erledi⸗ gen, auf keinen Fall aber neue Geſchäfte überneh⸗ men. Da ich ſehr wünſche, keinen erheblichen Rück⸗ ſtand, am wenigſten in meinen Verwaltungsangele⸗ genheiten, nach Büdingen meinem neuen Beſtim⸗ mungsorte mitzunehmen, ſo wird mir jede deß⸗ fallſige Erinnerung ſtets angenehm ſeyn.

Indem ich danke für das Zutrauen, das ich in der hieſigen Gegend in geſchäftlicher Hinſicht ſo viele Jahre hin⸗ durch genoß, bemerke ich noch, daß ich wahrſchein⸗ lich erſt Ausgangs dieſes Monats von hier abzie⸗ hen werde.

Niederwöllſtadt am 1. Febr. 1837. Bernges.

Früchte⸗Preiſe hier in Friedberg: Waizen: 7fl. 40 kr. Korn: 5 fl. kr. Gerſte: 4 fl. 30kr Hafer: 2fl. 45 kr. Erbſen: fl. kr. Fruͤchte⸗Preiſe zu Mainz, am 28. Januar:

Waizen: 7 fl. 20 kr. Korn: 5 fl. 4kr. Gerſte: 4 fl. 20 kr. Hafer: 3 fl. 12 kr.

Verkaufs⸗Preiſe vom 6. bis 13. Febr. 1837.

Fleiſch⸗ und Brodpreiſe ſind unverändert geblieben, außer daß das Pfund Kalbfleiſch 5 kr. koſtet. Für die Richtigkeit: Der Bürgermeiſter Fritz.

3 ſtian Schäfer von Nauheim zugekommen. mit ſeiner Hände Arbeit zu ernähren hat, einer

für den Genannten zu ſammeln. wie aus der Umgegend bereit.

Unter der Chiffre C. D. ſind der Expedition dieſes Blattes 24 kr. zur Unterſtützung des Chri⸗ Da dieſer Mann, Unterſtützung ohne Zweifel höchſt würdig und in ſolge ſeiner menſchenfreundlichen Handlung bedürftig geworden it; alm n mac Vielleicht übernehmen die Herrn Gaſtwirthe die Mühe,

Die Exped. d. Bl. Sie wird dieſelben in dieſem Blatte anzeigen und ſeiner Zeit über die

welcher eine Frau und einige Kinder

ſo ahmen gewiß Viele obigem Beiſpiele nach.

künftigen Sonntag bei ihren Gaſten milde Gaben iſt zum Empfang von Beiträgen aus hieſiger Stadt,

richtige Abgabe ſich ausweiſen.

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.

nochmals und zwar recht lebhaft

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