Ausgabe 
24.10.1835
 
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4%714 6,00

24,000 1400 1 1000* B00

8,000

500* 8,000 1 7.⁵⁰ 1 14.00 1 5800 2400 36,496

6,000 20, 20

200%

300881 Vd e 39,343 U 24451,

17,0

14õ7⁰⁰ 1 50,55*

68 0⁰9 U 320,174 1

195,41

1 31%,

905 7907 17

11877 60

20,07 1 96s! 630. U

55 500 05

7450/908*

19) Adjutanten S. K. H. des

83) Domänen⸗Inventar

840 Landes⸗Vermeſſung u. Verfertigung deſinitiver Cataſter

85) Vermeſſung u. Abſchätzung der Dom. Waldungen

86) Koſten der Dömänenveräußernng

87) Allg. Koſten in beiden Collegien⸗Geb.

88)(Nachträglich bewilligt) Beſoldung für den Hiſtoriographen Militaͤrweſen. a) Für jedes der 3 Jahre

Großherzogs 2) Kriegsminiſterium 34,251 3) Generalſtaab 15,263

4) Regimenter u. Corps zuf. 763,462 5) Commandem. Darmſtadt 9,281 6) Für d. keinem Corps attachirt.

Offiziere 10,521 7) Oberkriegsgericht 2,320 8) Waffendirektion 7,760 9) Militär⸗Sanitäts⸗Direktion 2,250

10) Militär⸗Strafanſtalt zu Ba⸗

benhauſen 13,436 11) Militär⸗Gottesd. u. Schulen 4,446 12 Bildungsanſtalt 6,000 13) Ofſftzierswittwenkaſſe 6,000 14) Unteroffizierswittwenkaſſe 5,200

15) Diäten, Fuhr⸗ u. Botenlohn 3,500 16) Unterhalt. d. Militärgebäude 6,600 17) Gratificationen 1,000 18) Unterſtützungen 4,500 19) Unvorhergeſehene Ausgaben 1,500 20) Dienſtalterszulagen für Un⸗ teroffiziere für 1835 5,634 b) Einmal für Allemal 1 Pflaſter in der Infanterie⸗ Caſerne 4,300 2) Beaufſichtigung des Labora⸗ toriums u. Mun. Mag. 1,400 3) Detentions⸗Arreſtlokale in Darmſtadt 17,000 4) Anlegung von Abtrittsgru⸗ ben in Friedberg 450 5) Abtrittskanäle in Darmſt. 1,800

50

56,000

3,600

600

5,500

1 7 7

5

77

1

77

11

E

500

Summa 5,217,278 fl.

20,199 fl. 40 kr.

5* 27% 50% 55 33 1 30 9 30 42

5

,

7.

45

7

N

Summa 948,078 fl. 15 fr.

286 N Uocebertrag 5,150,968 fl.

ee. Zur Kurzweil.)

Als mein Vater geſtorben war, der ſo lange auf dem Krankenbette zugebracht hatte und immer nur von mir zurecht gelegt ſeyn wollte, da gings mir und meiner Mutter gar übel. Denn das Wenige, was der fleißige Mann in geſunden Tagen zuſammen⸗ gebracht hatte, war in ſeiner Krankheit wieder drauf gegangen. Meine Mutter hielt mich zwar zur Ar⸗ beit und noch mehr zur Gottesfurcht an; das wollte aber alles nichts helfen. Wo ich hinkam, da war ich verachtet und hintangeſetzt. Hier hieß ichdie einfältige Lieſel,; dort nannte man michdie ge⸗ fräßige Lieſel; wieder Andere ſahen mich mit einem Geſicht an, als wollten ſie ſagen:die garſtige Lie⸗ ſel! Und wenn ich den Leuten etwas that, macht' ich es ihnen nimmer recht, und da hieß es bald: die Gans, balddie Kuh, und wir hatten doch weder Gänſe noch Kühe, mit denen ich hätte in Berührung kommen können. Das grämte mich ſo, daß ich oft allein ging in meine Kammer und weinte; oder wenn ich das nicht konnte, um meiner Mutter keine Sorgen zu machen, ſo blickte ich zum Himmel hinauf, und betete zu dem lieben Gott, daß er mich doch ſchöͤn und verſtändig und behend und fleißig machen möchte, damit ich den Menſchen helfen könnte arbeiten, und damit ich ihnen nicht mehr ſo läſtig fallen möchte. Der liebe Gott wollte aber nicht helfen, und ſchickte mir nur zuweilen im Vorbeigehn den Hans, der mich immer freundlich grüßte, wenn ich ſchon garſtig war und dumm.

Da ſtarb plötzlich in der Stadt meines Vaters Bruder, der Ohm, der ein reicher Mann war und keine Kinder hatte. Als ſie das Teſtament öffneten, da fand ſich's, daß er mich aus Mitleid zu ſeinem Erben eingeſetzt hatte, und ſie ſchickten meiner Mut⸗ ter einen Brief, in dem das alles geſchrieben ſtand. Wie wir den Brief geleſen hatten, weinten wir vor Freude, und ich fiel neben meiner Mutter auf die Kniee nieder, und dankte Gott dafür, daß ich doch den Leuten nicht mehr läſtig zu ſeyn brauchte, bat ihn aber noch inbrünſtiger, als zuvor, daß er nun auch meine andere Bitte erhören und mich etwas hübſcher und verſtändiger machen möchte, damit ich den Leuten nicht mehr ſo mißfallen möchte, wie bisher.

Der liebe Gott muß wohl meine Bitte erhört haben, denn ich vernahm nun keinen jener Aus⸗

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