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im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
* 17. 1834.
Sonnabend, den 26. April
Amtlicher Theil. Der großherzoͤglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg
an die großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes.
Betreffend: Den Audienztag bei dem großh. Kreisrathe dahier.
Für diejenigen Angelegenheiten der Kreisangehörigen, in Anſehung welcher dieſelben eine perſönliche Verhandlung oder Empfehlung bei mir für nöthig finden, habe ich bekanntlich den Dienſtag in jeder Woche als Audienztag beſtimmt. An dieſem Tage kann daher Jedermann ſicher darauf rechnen, mich ſprechen zu können. An den übrigen Tagen der Woche bin ich dagegen nicht ſelten, auswärtiger Geſchäfte wegen, abweſend, ſo daß diejenigen, welche an denſelben bei mir anſprechen wollen, Gefahr laufen, ihren Zweck zu verfehlen, und ſich vergebliche Gänge und Reiſen zu machen, wie dies bisher wirklich ſchon öfters der Fall geweſen iſt. Ich empfehle Ihnen daher dieſe Verhältniſſe in Ihren Gemeinden möglichſt zu ver— öffentlichen, namentlich auch die Gemeinderäthe davon noch beſonders in Kenntniß zu ſetzen. Bei dieſer Gelegenheit kann ich übrigens nicht umhin, Sie wiederholt darauf aufmerkſam zu machen, daß Sie ſich angelegentlichſt zu bemühen haben, die Anliegen Ihrer Gemeindeangehörigen bei mir durch berichtliche Correſpondenz mit mir zu erledigen, damit dieſelben von dem Koſten- und Zeitaufwand einer Reiſe hier— her verſchont bleiben. Da wo keine direkte Poſtverbindung mit Friedberg ſtatt findet, werden Sie der— gleichen ſchriftliche Mittheilungen in der Regel durch die Bezirksboten an mich befördern, ſo daß alle expreſſe Gänge vermieden werden.
Friedberg den 22. April 1834.
Kuͤchler.
Das Kloſter Arnsburg. (Fortſetzung.)
Der Haupteingang in das Kloſter iſt nach Nord⸗Oſten. Hier ſteht eine neuerbaute Pforte mit dem Bildniſſe des heiligen Bernhard. Der ge— neigte Leſer mag hereintreten und ſich ein wenig umſchauen, denn das Thor iſt nicht verſchloſſen,
und der Fremde kann nach Belieben herumgehen. Wir führen ihn links in einen etwas erhöht liegen den Garten, gleich jenſeits der jetzigen Wohnung des Herrn Rentmeiſters. Hier ſtand einſt das alte Schloß, welches die Gründer des Kloſters, die Herren von Arnsburg zu ihrem Wohnſitze er— koren hatten, bis deren Nachkommen auf der eine


