Ausgabe 
20.9.1834
 
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Schotten den 14. Sptbr. 1834.

Geſtern fand hier die Preisvertheilung für die Viehzucht ſtatt, welche in Ihrem Blatte Nr. 35 an⸗ gezeigt wurde und bei welcher es recht fröhlich hergieng. Das freundlich geſchmückte Zollhaus, vor welchem die Preiſe vertheilt wurden, das muntere Volkchen auf dem Marktplatze, die oft etwas un geduldigen Bullen und Rinder, wovon diejenigen mit Blumenkränzen geziert waren, für welche ein Preis zuerkannt worden war, und die Muſik gaben ein recht heiteres Bild und ſtimmten Jeden zum Froh ſinn. Bei dem nach der Preisvertheilung in dem neuen ſchön ansgeſchmückten Saale des Gaſthauſes zur Krone ſtatt gefundenen Mahle herrſchte ebenfalls die größte Heiterkeit. Es wurden Toaſte ausgebracht auf das Wohl unſers theuren Großherzogs K. H. den Beſchützer des landwirthſchaftlichen Vereins, dem ferneren Gedeihen der Landwirthſchaft im Vo gelsberg ꝛc. ꝛc. Den Schluß machte ein fröhliger Tanz in dem neuen Saale.

Die Namen derjenigen, welche Preiſe erhielten, theile ich Ihnen ebenfalls mit; denn es iſt doch für Manchen, der den Kaſper oder den Adam kennt, angenehm zu leſen, daß derſelbe einen tüchtigen Bullen oder hoffnungsvolle Rinder hat.

Preiſe für Bullen:

ir Preis: Kaſper Nies von Wallernhauſen; zr: Adam Wagner von Fauerbach; Zr: Jo hannes Adam von Eſchenrod; Ar: Joſt Becker von Wingershauſen; 5r: Johannes Stein von Bobenhauſen; r: Heinrich Schütz von Schotten; Ir: Johannes Berges von Kölzenhein; Sr: Heinrich Nies von Herchenhein.

Preiſe für Rinder im dritten Jahre:

ir Preis: Georg Widdersheim von Bors dorf; Ar: Georg Benner von Borsdorf; Zr: Adam Heil von Ringelshauſen; Ar: Heinrich Stehr von Glashütten; ör: Konrad Wald ſchmidt v. Ringelshauſen; ör: Heinr. Müller's Wittwe von Eichelſachſen; 7r: Johannes Becht von Oberlais; Sr: Joſt Rau von Wingershauſen.

Wunder.

Es gibt Zeiten, die ſind ſo ſtille, und geht alles ſo ſeinen geordneten und geregelten Gang, das man meint, es müßte immer alſo fortgehen,

und verliert am Ende allen Glauben an Wunder und wundervolle Begebenheiten. Auf Einmal ändert ſich's, und geſchieht in einem einzigen Jahrzehnt mehr Ausgezeichnetes, als ſonſt in etlichen Jahr hunderten, daß die Nachwelt kaum glaubt, wie ſo Vieles ſich in ſo wenige Zeiten zuſammendrängen konnte. Die älteren Perſonen mögen ſich nur der Jahre von 1804 bis 1814 erinnern, und werden den Beleg zu dem Geſagten hinlänglich finden. Eben ſo iſt's mit andern Dingen.

Die alten Griechen und Römer hatten viele verſtändige, kluge und erfahrene Leute; ſie würden aber Jeden ausgelacht haben, der ihnen geſagt hätte, in ſo und ſo viel Jahren würde etwas er funden, womit man alle Mauern mit Leichtigkeit zerſtören, alle Häuſer in einem Augenblicke in die Luft ſprengen könnte; oder wenn man ihnen geſagt hätte:Die Nachkommen werden ein kleines Werk zeug haben(die Magnetnadel), mit deſſen Hülfe man jeglichen Ozean durchſchiffen kann, ohne daß man nöthig hat, ſich nach den Geſtirnen zu richten; oder wenn ihnen bemerkt worden wäre:viele hun dert Jahre nach euch wird man nicht nöthig haben, ſo mühſam zu ſchreiben, um etwas bekannt zu machen, ſondern zwei Menſchen werden hinreichen, um etwas Geſchriebenes in Einem Tage ſo zu ver vielfältigen, als tauſend Menſchen nicht zu ſchreiben vermögen. Das klingt ja wie Wunder, wür den ſie geſagt, an das Wunder ſelbſt würden ſie aber nicht geglaubt haben.

Aber wir wollen ſo weit nicht zurück gehen. Was würden unſere Groß- und Ur-Großväter wohl geſagt haben, wenn das Enkelchen und Ur-Enkel chen ihnen in prophetiſchem Geiſte zugerufen hätte: Ihr ſeyd ſehr verſtändige Leute, und habt allerlei nützliche Erfindungen von euern Urvätern ererbt, wie die künſtlichen Uhren, das ſchöne Spinnrad, das gewaltige Pulver, die nützliche Buchdruckerkunſt u. ſ. w. Wir aber werden ganz andere Erfindun gen aufweiſen; wir können die Luft zerlegen und Waſſer bereiten; wir ſpinnen nicht Einen Faden, wie ihr, ſondern fünfzig Fäden zugleich; wozu ihr hundert Menſchen nöthig habt, das thun wir mit Einer Maſchine; ja wir konnen noch ganz andere Dinge: wir ſteuern durch die Luft und ſchiffen wider den Strom, und wenn ihr ſchwere Laſten mit 50 Pferden fortſchafft, ſo laſſen wir auf zehn Wagen

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