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1 gingen hoch, die Fenster wurden geöffnet, an, Am 24. Dezember besuchte mich meine

wir wußten, daß wir die Grenze über⸗ liebe Gattin, wir konnten Weihnachten in schritten hatten und in der gastlichen Schweiz der schönen Schweiz feiern, nachdem ich waren. Ueberall an den Bahnhöfen winkten zwei Weihnachtsfeste fern von den ⸗Meinen uns Fahnen deutscher und schweizerischer in Gefangenschaft zugebracht hatte. Nationalität, wir fühlten uns glücklich, daß Für unsere Heilung wurden alle Anord⸗ wir wieder unter wohlwollenden Menschen nungen getroffen. Eine vierwöchentliche waren. Abends 8 Uhr erreichten wir Genf, Kur, die ich im Januar 1917 durchmachte wo uns ein herzlicher Empfang zuteil wurde: ließen die letzten Spuren meiner Krankheit vor lauter Freude stürzten uns die Tränen verschwinden. Im Mai schwand in den aus den Augen, wir konnten kaum die 55 ö Tälern der Schnee, und nun kam die Sehn⸗ zugedachten Grüße erwidern, alles dünkte sucht nach der Arbeit. Nach Pfingsten wur⸗ uns wie ein Traum Zuerst dachte ich an den die ersten Geheilten in die deutsche meine Lieben in der Heimat, die von meinem Heimat entlassen, ein zweiter Transport Glücke noch keine Ahnung hatten, ich sandte folgte am 14 Juli Am 2 Juli wurde

ie ein Tel it de Inhalte: ase 9 S i zan sie ein Telegramm mit dem Inhal ich als Anstaltschef nach derPension Wald⸗ Glücklich auß der Reise nach Davos erwarte heim versetzt, am 5. August kam ich in Brief. Euer Vater. Ein junger Herr be⸗ gleicher Eigenschaft nach demHotel Alpen⸗ sorgte mir das Telegramm und übernahm dorf in Kloster Platz. Am 23. August auch die Kosten. Mein Telegramm traf beschloß eine ärztliche Kommission, mich in am 11. Dezember früh 6 Uhr bei den mei 111 f Doch

5 a N meine Heimat zu entlassen. Doch kam noch Meinen ein. Es war für sie eine aufregende einmal für mich eine kleine Enttäuschung Freude, da die Meldung von meiner Ent⸗ Als am 14 September die Austauschliste lassung aus der Gefangenschaft sie zu un⸗ erschien, stand ich nicht darauf. Am 20. erwartet traf, zugleich aber auch eine Fil, September erhielt ich jedoch Nachricht, daß richtige Weihnachtsfreude: 1 0 der Tag ich mit dem nächsten Transport wegkommen des Wiedersehens war nicht mehr fern. jsolle. Gleichzeitig mit dieser Nachricht wurde

Am Genfer Bahnhose wurden wir mit mir noch eine andere Freude zuteil, es Essen und Trinken reichlich bedacht, unter wurde mir nämlich durch unseren Platz⸗ anderem gab es Suppe, Wurst, Brot, Kaffee, kommandanten Herrn Oberleutnant Schel⸗ Bier, Wein, Limonade, Aepfel, Zigarren ling das Eiserne Kreuz überreicht, das mir und Zigaretten, kurzum, was Weihnachts⸗ am 23. August 1917 durch den komman⸗ pakete nur alles enthalten konnten. Ein dierenden General des 8. Armeekorps ver- Herr vom Roten Kreuz in Frankfurt a. M. liehen worden war. Der 2. Oktober war teilte unter die Mittellosen bares Geld aus. der Tag meiner Abreise, nachmittags um

Unter Gesang, Fahnenschwenken und 5 Uhr erreichten wir die Austauschstation Jubelrufen verließen wir nach einstündigem Konstanz, wo wir festlich empfangen wurden Aufenthalt den Bahnhof Genf, meine Freude Nachdem wir dort korpsweise eingeteilt wor⸗ war ganz unbeschreiblich groß. Ohne den waren, ging am 6. Oktober unsere Aufenthalt ging die Fahrt bis nach Zürich, Reise nach Frankfurt a. M. Daselbst wurde wo wir nachts 2 Uhr eintrafen. Hier be⸗ ich als garnisondienstfähig der 4. Kompagnie grüßte uns Herr Major Gottschalk mit des 1. Ersatzbataillons des Inf.⸗Regts. Nr. einer herzlichen Ansprache. Wir verließen 81 zugeteilt. Am 10. Oktober bekam ich den Zug, traten in die großen Räume des einen vierzehntägigen Urlaub und konnte Bahnhofs ein, wo Kaffee für uns bereit die langersehnte Heimreise antreten. Nach stand Hier wurden wir noch einmal von einer schmerzlichen Trennung von 38 Mo⸗ der deutschen Kolonie mit Weihnachtsge⸗ naten fand ich meine Lieben wieder und schenken reichlich bedacht, Auch bekamen wir dankte dem Gotte, der in so schwerer Zeit Wäsche, Kleidung und Schuhe Dann ging mich und sie beschützt hatte. n 1 0 e 9 welchen Bezirk wir kamen, aber der Ort 5 7 war uns noch unbekannt. Die Offiziere Kirchliche Anzeigen. 5 . auf der. chat eifrig an Sonntag den 4. Jan.(Sonntag n. Neujahr). der Verteilung der Mannschaften in die g 9 einzelnen Orte und Anstalten. Um 10 Uhr F 10. erreichten wir Landquart, wo wir umsteigen In der Stadtkirche. Vormittags 9½¼ Uhr: mußten. Nachdem wir in einem Hotel ein Pfarrassistent Schaefer Vormittags 11 warmes Frühstück eingenommen hatten, fuh⸗ Ahr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: ren wir unserem Bestimmungsort Kloster Pfarrer Mahr. Abends 5 Uhr: Pfarrer Dörfli zu, wo wir im ganzen 3 Unter⸗ Becker Montag den 5. Januar, abends offiziere und 22 Mann imSchweizer⸗ 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten hause Unterkunft fanden. Vorstandsmit⸗ männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. glieder des deutschen Klubs in Davos führten Donnerstag den 8. Januar: Vereinigung uns dem genannten Hause zu Herr Pfarrer der konfirmierten weiblichen Jugend der Hofmann hielt eine herzliche Ansprache. Wir Matthäusgemeinde. nahmen ein Bad und legten die neue Klei⸗ In der Johanneskirche fällt der Gottes⸗ dung, die wir in Zürich bekommen hatten, dienst wegen Kohlennot aus.

Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen.

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