Einzelbild herunterladen

en Ein⸗ vig⸗Hol⸗ anderes. Leiter⸗ ielt, und a lehrte Rautsch, e Mon⸗ rchischen das Loh lge war eser ge⸗ ber sehr ahnung, r Folge bor dem ereig⸗ Nahen Gruße ler, der kel auf⸗ Lehrer Worten: auf den Es flo⸗ ber die ef eine er Fest⸗ daß der ütze als⸗ bratene Inhalt in Be⸗ var die einzu⸗ einem Stand dann Bom⸗ Intwort mäßig: Ihr erdet. zie alte reiheit. er Ge⸗ Einige dessen r, Ih ilch 31 Erwar⸗ täglich 8. Der andere Tabak, Jetzt Ein dt und zie für tigung tützlich n wir 8 mit reudig smilch eißen⸗

Eines unwillkommenen Besuchs ist zu gedenken, den wir dem Hause eines bekann⸗ ten, angesehenen Arztes machten. In diesem war Schlachtfest, und die Hausfrau hatte ihrem Sohn gesagt: August, bringe nach der Schule die beiden Jungen der uns be⸗ freundeten Familie W. mit, sie sollen sich ein Würstchen holen. Das Söhnchen August erweiterte den Auftrag und lud die gesamte Bommeisterschule zur Empfangnahme von Würstchen ein. Das ließ sich die Bande nicht zweimal sagen. Im Sturme gings durch die Stadt nach dem gastlichen Hause, und mit Donnergepolter die Treppe hin⸗ auf. Als die erschreckte Hausfrau mit der Frage entgegentrat:Weshalb kommt Ihr? da erscholl die Antwort:Mer wolle unser Würschtche holen, der August hats uns ver⸗ sproche! Was blieb übrig? Die Forderung mußte befriedigt werden und ein ansehn⸗ licher Teil der wohlgelungenen Schlachtung kam schon am ersten Tage unerwartet in Abgang unter Hinterlassung eines bitteren Gefühls der Enttäuschung.

Gerne gedenke ich deiner, du liebe Bom⸗ meisterschule in der Hintergasse, du gemüt⸗ liches Bild aus alter Zeit. Lange schon hast du aufgehört zu sein. Dir verdanke ich mit meinen Kameraden die Grundlagen allen Wissens und glückliche Jugendjahre unter der liebenswürdigen, väterlich wohlwollen⸗ den Leitung deines ehrwürdigen Vorstandes. Gerne besuchten wir dich, und der Fall der Neuzeit, daß ein Junge, der frisch in die Schule eingetreten war, nach acht Tagen erklärte:Wenn ich gewußt hätte, was ich mir mit dem Schulbesuch anrichten würde, wäre ich nie hineingegangen, kam damals nicht vor.

Geh. Staatsrat Wilbrand ⸗Darmstadt.

Meine Erlebnisse in französischer Ur segsgefangenschaft. Von Ober⸗Telegraphenleitungsaufseher Heinrich Wagner⸗Gießen. (Schluß.)

Briefe und Pakete bekam man durch⸗ schnittlich nach drei Wochen, Briefpakete nach 10 Tagen, Geld nach 34 Wochen, von dem letzteren wurden uns im letzten Halb⸗ jahre 20 Prozent abgezogen. Brot wurde micht ausgehändigt, ebensowenig Postkarten, Briefpapier, Zitronen und Streichhölzer.

In La Pallice hatte ich bis zum Schluß viele Krankheitstage zu überstehen, am 1. November kam ich zum letztenmal zur Arbeit. Am 14. November kam die Aus⸗ tauschkommission in das Lager, am 4. De⸗ zember traten wir die Reise nach der Schweiz an, es waren 105 Mann, welche bis zum Schlusse arbeiten mußten. Montag den 4. Dezember, nachmittags um 2 Uhr, traten wir an, die Untersuchung unseres Gepäckes dauerte bis halb 5 Uhr, dann mußten wir noch 7 Kilometer marschieren bis zum Bahnhofe La Rochelle. Um 7 Uhr

3

fuhren wir hier ab und kamen nachts um 3 Uhr nach Bordeaux. Hier wurden die Gefangenen aus der ganzen Region 18 ge⸗ sammelt, es waren über 500 Mann, wir kamen in die Durchgangsbaracken, welche an dem hinteren Ende des Bahnhofes erbaut waren. Es herrschte eine außergewöhnliche Kälte, und die Baracken waren in einem sehr üblen Zustande. Zwei alte Laternen hingen darin, die ihr Licht einen halben Meter weit ausstrahlten. Unser Sitzgerät war ein stumpfes Schienengeleise, das in der Baracke endete. Hier taumelten wir von nachts 3 Uhr bis mittags 2 Uhr mit steif gefrorenen Gliedern herum, ohne uns viel regen zu können. Gerne hätten wir einen Becher warmen Kaffee bezahlt, aber wir mußten uns einen Trunk kaltes Wasser noch erzwingen. Als Reiseverköstigung erhielten wir für drei Tage Brot und je zwei Mann eine Büchse Fleischkonserve, die ein Pfund wog. In Bordeaux konnten wir zum Abschied noch einmal die französische Men⸗ schenfreundlichkeit kennen lernen.

Vom 5. bis 8. Dezember waren wir auf der Fahrt von Bordeaux nach Lyon. Hier wurden wir mit der elektrischen Bahn nach einem Arsenal gebracht. Abends um 6 Uhr bekamen wir zum erstenmal auf unserer Reise wieder warmes Essen, das gut und reichlich war. Vorher waren wir noch ein⸗ mal untersucht worden, mit Hangen und Bangen warteten wir auf das Resultat dieser Untersuchung, es lautete dahin, daß von 500 Mann 125 wieder in das Elend ihrer Gefangenschaft zurückgeschickt wurden, vom Sergeant aufwärts kamen die Unter⸗ offiziere nach der Insel Ree im Atlanti⸗ schen Ozean. Es war ein schwerer Abschied, den diese Unglücklichen von uns nahmen, allen übrigen strahlte das Glück aus den Augen, daß sie endlich den französischen Boden verlassen durften.

Nachdem wir unser rückständiges Geld erhalten hatten und unser Gepäck nochmals untersucht worden war, erfolgte am 10. De⸗ zember 1916 halb 12 Uhr unsere Abreise. Wir fuhren mit der elektrischen Bahn durch Lyon nach dem Bahnhofe. Diese Fahrt dauerte eine Stunde, auf ihr lernten wir noch einmal den Charakter der französischen Bevölkerung kennen, die uns durch die Gebärden des Halsabschneidens belästigte. Eine Stunde später standen wir am Bahn⸗ hofe, hier wurden wir den schweizerischen Militärbehörden übergeben, Herr Haupt⸗ mann Buhler leitete den Transport. Es war ein stattlicher Zug mit lauter Wagen aus der Schweiz erster und zweiter Klasse: pünktlich um 2 Uhr fuhr der Zug ab, und die Bajonette der Franzosen waren aus unserem Gesichtskreise verschwunden. Um Belästigungen der französischen Bevölke⸗ rung zu entgehen, ließ der Transportführer die Fenster mit Vorhängen schließen. Abends 7 Uhr 25 Min. kam von außen der Ruf: Hurra, Landsleute! Die Vorhänge