salmen, der manche an⸗ dieser Bezie⸗ inen beson⸗ estament ge⸗ ses neben je⸗ nn. Daß sich on selbst zu⸗ jestaltet, ver⸗ letzteren von seiteren Stu⸗ zeugung weit ist, auf der Staatslehre, eiferen Stu⸗ hinzutreten das ist aller⸗ 'ogischer Er⸗ darauf ein⸗ r möchte ich en, daß der igionsunter⸗ Moralunter⸗ teten Stand⸗ eligion selbst ssen, daß die ie natürlich rers mit sich renden Ein⸗ die wissen⸗ igionsunter⸗ ung gelangt.
2 Trinitatis).
tags 8 Uhr, aukonfirmier⸗ Pfarrassistent Ihr: Pfarrer Kinderkirche arrer Mahr. tittags 8 Uhr, gs 9½ Uhr: örmittags 11 kasgemeinde. ends 8 Uhr: aal.
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und Männer⸗ en 22. Juni: herzlich ein⸗ Juni: Unter⸗ eilung. Gäste
zöherer Lehr⸗ n 6—7(Uhr den Samstag Abteilung im
onntagsgruß
Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen
Nr. 26 Gießen, 2. Sonnt. n. Trinitatis, den 29. Juni 1919
8. Jahrgang
Unbeugsam in Gott.
Psalm 73, 26. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit mei⸗ nes Herzens Trost und mein
Teil.
Unruhige, angsterfüllte Tage liegen hin⸗ ter uns. Montag, der 23. Juni, war ein Tag genau von demselben Gepräge wie jener 1. August 1914, da wir stündlich auf Nach⸗ richten aus Berlin warteten, da viele Hände sich ineinander falteten und viele Menschen beteten: Herr, laß des Krieges Ungewitter an uns vorübergehen! Wer am vergangenen. Montag die jungen Männer mit ihrem Reisegepäck zum Bahnhof gehen, wer in den Nachmittagstunden die dichtgedrängte Menge vor dem Geschäftsgebäude des„Gießener An⸗ zeigers“ stehen sah, der wußte, daß es sich an diesem Tage um eine Entscheidung von weltgeschichtlicher Tragweite handelte. Nun ist die Entscheidung gefallen. Es hat keinen Zweck, über sie im Jammer auszubrechen, vor dem harten Schicksale müssen wir uns beugen. Das sei nur gesagt: wer die Män⸗ ner beleidigt, die für die Unterzeichnung des Friedens gestimmt haben, der tut Unrecht. Man kann sicher sein, daß sie nur nach ge⸗ wissenhafter Erwägung gehandelt haben und daß sie sich bewußt gewesen sind, eine große Verantwortung auf sich zu nehmen. Ebenso⸗ wenig darf man denen, die anders gestimmt haben, die bona fides, die Aufrichtigkeit ihrer Gesinnung, absprechen.
In guten und glücklichen Zeiten sind wir im Religionsunterrichte und im Got⸗ tesdienste belehrt worden, daß der Christ,
wie sein Schicksal sich auch gestaltet, der
Fügung Gottes stille halten müsse. Erge⸗ bung in den Willen des Vaters, wie wir sie an dem beobachten, der in Gethsemane gebetet hat, ist uns stets als ein heiliges Ideal vor die Seele gestellt worden. Un⸗ gezählte einzelne aus unserem Volke haben im Laufe der letzten fünf Jahre Gottes Wil⸗ len ruhig und gefaßt über sich ergehen lassen. Ein namenloses Unglück, wenn ein Jüng⸗ ling im Kriege ein Bein verliert oder wenn einer Mutter zwei oder mehr Söhne auf dem Schlachtfelde fallen. Und doch sind die, die hiervon betroffen wurden, nicht zusam⸗ mengebrochen, sondern sie haben mit dem Psalmisten gefagt: Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. Die Opfer, die nun von uns verlangt wer⸗
den, sind lange nicht so schwer wie die, die einzelnen unserer Volksgenossen schon vorher auferlegt wurden, unsere Opfer beruhen im wesentlichen darin, daß wir Geld und Gut hergeben müssen. Sollen uns die, die um des Vaterlandes willen weit Schwereres er⸗ tragen haben, beschämen?
Wie dem auch sein möge, wenn sie uns auch alles nehmen, wenn sie uns, wie Luther sagt, den Leib, Gut, Ehre, Kind und Weib nehmen, unseren Gott können sie uns nicht nehmen. Wenn der Psalmist vom Ver⸗ schmachten des Leibes und der Seele redet, so meint er darunter die schlimmste leibliche und seelische Not. Laßt alles zusammen⸗ brechen, Gott ist noch da, er bleibt unseres Herzens Trost und unser Teil, er führt uns allezeit auf rechter Straße um seines Na⸗ mens willen und durch dieses Tränental der⸗ maleinst zur ewigen Seligkeit. H. B.
Geschichten und Bilder aus Alt⸗Gießen. 14. Der Gießener Bürger und seine Vaterstadt um die Mitte des 19. Jahrhunderts. (Schluß.)
Auch bei diesen beiden Routen ist nicht erwähnt, vor welchem Gasthaus sie hier ihre Station hatten; vielleicht waren es das „Darmstädter Haus“(Walltor), der„Deut⸗ sche Hof“(Neuenweg) und der„Gasthof zum Hirsch“(gegenüber der Lotzschen Wirtschaft, Seltersweg) oder„Prinz Carl“(Seltersweg).
Der Frachtfuhrverkehr war ein sehr reger. Das einzige derartige Unternehmen in Gie⸗ ßen wurde im Jahre 1840 von dem Fuhr⸗ mann Leng(jetzt Ad. Lyncker), hier betrie⸗ ben, welcher jeden Dienstag Frachten nach Butzbach, Friedberg, Frankfurt am Main und Mainz beförderte und am Freitag abend und Sonntag früh zurückkam. Er fuhr demnach mit mehreren Wagen.
Von und nach anderen Richtungen wur⸗ den die Güter von auswärtigen Fuhrunter⸗ nehmern übermittelt, die ihr Absteigequartier in den vorerwähnten Gasthäusern nahmen.
Botendienst fand nur nach Biedenkopf, Butzbach, Gladenbach, Homberg a. d. Ohm, Hungen, Lich, Londorf und Wetzlar statt. Bestellungen nach diesen Orten konnten auf⸗ gegeben werden:
Im„Stern“ auf der Mäusburg, bei Herrn Balthaser Vogt auf dem Markt, bei Wirt Ockel in der Neustadt, bei Herrn Loos in der Judengasse, bei Herrn Speisewirt Möhl auf der Mäusburg, bei Herrn Ge⸗


