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zahl dieser Gäste schlossen sich unter dem NamenRuha enger zusammen. Einige dieser ehrwürdigen Gestalten sind gewiß im Spenglermeister Bimbächer verewigt wor⸗ 1 den. Außerdem kam dort noch eine studen⸗ 1 tische Korporation zusammen, dieFrei⸗ ö ö aner; auch tagte dort das sogenannteKu⸗ bikulum, in späteren Jahren unter dem

Vorsitze des Rechtsanwaltes Curtmann.

8 ö In diese Zeit fällt auch die Gründung des ö Bauerschen Gesangvereins, welcher unter

dem NamenSingkränzchen 1864 in diesen

Räumen seine ersten Uebungen unter der

ö Leitung des Herrn Philipp Bauer abhielt. 10 Bevor ich diese Zeilen schließe möchte ich 9 noch einige Bilder aus der Flügelsgasse fest⸗ halten. In der vorderen Hälfte dieser Gasse

(jetzt Dammstraße genannt) standen einige

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Scheunen mit dem Durchgang zu einigen Haus⸗ und Hintergärtchen. Hier wohnte der Schreinermeister Loth(genannt Unkel), der Schuhmacher Emil Rödel, der Schuhmacher Franz(Babbel Franz), Wagner Mühlich, Schreiner Best, Schreiner Wirth, Schuh⸗ macher Moogk(Löffelblech), Hofgerichtsadvo⸗

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8 ö kannte Werkstätte für medizinische Gläser von Habenicht hervorgegangen. Am Eingang links war die Metzgerei von Karl Weidig

mann. Daran anschließend lagen an der

1 Walltorstraße die Seilerei von Ludwig Huhn 1 und die Spenglerei von Hillgardt.

Aus diesen Aufzeichnungen geht hervor,

(Servela), jetzt im Besitze des Herrn Hof⸗

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spitzgiebelige Häuschen, außerdem Ställe und

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daß die Landwirtschaft und das Handwerk,

aber auch der Kaufmannsstand früher hier stark vertreten waren. Viele dieser Geschäfte arbeiteten nur für die Post, es ist auch er⸗ klärlich, daß sich eine Anzahl derselben in 1 der Nähe der Post ansässig machte. Der Bau 1 der Postwagen für Oberhessen ünd das hes⸗ sische Hinterland war dem Schmiedemeister Georg Weidig übertragen, dem sich die dazu 1 0 berufenen Handwerker anschlossen. 1. Was mag es für ein Wagenverkehr zur 1 1% Zeit, als nur die Postkutsche vorherrschte, am Walltor gewesen sein! Alle Fürstlich⸗ keiten fuhren dort an oder stiegen in den nächsten Gasthöfen ab. Der Samstag ins⸗ besondere vor den Feiertagen war ein großer ö Reisetag. Je nach der Zahl der angemeldeten 1 Reisenden wurden die Wagen zusammen⸗ gestellt. Da gab es einen Hauptwagen, vier⸗ spännig mit einem Kondukteur, welcher die Führung des ganzen Zuges hatte, fünf bis sechs Beiwagen und acht bis zehn Beichaisen. Bei der An⸗ und Abfahrt wurden die be⸗ kannten Posthornsignale geblasen, jedoch auf der Landstraße und durch Dorf und Stadt gaben die Postillione auch manches schöne Volkslied zum Besten.

Einer dieser Wagenzüge ist mir noch ganz besonders im Gedächtnis; es war ein Zug,

der zum Grünberger Gallusmarkte ging.

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Berichtigung. In Nr. 41 desSonn tagsgrußes ist das Geburtshaus des Hen Geheimrats Heichelheim irrtümlich bezeich worden. Das Geburtshaus des Genannten das Haus des Herrn Holterhoff im Selten weg, das allerdings im Jahre 1866 un. gebaut wurde.

Sur Geschichte der Gießener Familig (Fortsetzung.)

i) Noll.

Mit diesem Geschlechte ist es den ganz en gegengesetzten Weg gegangen als mit den Geschlechte Ebel. Dieses war einst hier si verbreitet und weist jetzt nur noch eine Fan lie auf. Die Familie Noll war im Anz hier sehr spärlich vertreten und weist jeh große Verbreitung auf. Wohl ist auch eine alteingesessene Familie, sie existierte hn schon vor dem Dreißigjährigen Kriege, ab wir können noch nachweisen, daß sie hi eingewandert ist.

Im Taufbuch für das Jahr 1611 ist ei, getragen:Martius(März) 3. Ist Einer

2. 1 Buschenmeister mitt Namen Reinhart q kat Buff, Schneider Brück und Glaser Vogel. sal g 50 Aus dem zuletzt genannt Geschäft ist die be⸗

Elisabeth Eheleut ein junger Sohn gedauft worden hatt geheißen Marcus. Hier mat zunächst das Wort Buschenmeister Schwien keit; in den Wörterbüchern der deutschg Sprache von Grimm und ebenso von N gand findet es sich nicht als Bezeichnung eines Berufes. Es ist jedoch mit ziemlich Sicherheit anzunehmen, daß einfach 4 Schreibfehler vorliegt. Statt Buschenmeist muß es heißen Büchsenmeister. Der Schu ber hat die Buchstaben ch und s verkehrt g setzt, was früher den Schreibern oft ume lief. Es handelt sich also um einen Büchsen meister oder Waffenschmied. Der Ausdaul einen Büchsenmeister läßt darauf schll ßen, daß er von außerhalb zugewanda war. Wenn es sich um bekannte Gießen Bürger handelte, so schrieb man ande So heißt es auf derselben Seite, auf der sih dieser Eintrag befindet:Ist Hans Su eine junge Tochter gedaufft worden! läßt sich hier folgende Ahnenreihe aufsteln Reinhard Noll Johann Georg Noll, g boren 1625 Heinrich Noll, geboren J Georg Dietrich Noll, geboren 1717, A f alle werden als Fuhrleute(Fuhruntene mer) bezeichnet. 9

Bei dieser Familie ist es allerdings n lich, daß sie sich auch noch durch Zuwond rung in späterer Zeit so stark verbreitet bel

E) Pistor.

Dieser Name ist, wie die Namen eh rius, Faber, Textor, Sartor und Set ein lateinisierter deutscher Name; das lan nische Wort pistor heißt der Stampfer m bezieht sich auf einen Handmüller, der 5 gleich Bäcker ist Vermullich hießen dir der dieser Familie in alter Zeit Becker. 170 wird Agathe, das Kind Jörg Pistors,

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