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— 16 eine serbische Jüdin bezeichnet. Meine Nach⸗ der völlig unbegründete Vorwand, von der
weise haben klar dargelegt, daß davon keine Rede sein kann. Karl Liebknecht war ein echter Sprößling aus hessischem Stamme und durchaus von christlich⸗germanischer Ab⸗
Kirche oder vom Pfarrhaus sei geschossen worden, der zu Haussuchungen bei den Pfarrern und zu Durchsuchungen der Kirchen Anlaß gab. In einigen Fällen sind die
stammung. H. B. Pfarrhäuser arg beschossen worden, wodurth 7 5 8 e die kei von ; den das Haus durchsuchenden polnischen Sol⸗ Kleine Mitteilungen. daten z. T. tätlich angegriffen, z. T. mit dem
Das Verständnis für die Bedeutung und Tode bedroht worden, einige sind auch ver⸗ den Segen der Gustav⸗Adolf⸗Vereins⸗Arbeit haftet, aber wieder freigelassen worden. Nich innerhalb des deutschen evangelischen Volkes nur nach Waffen und Munition wurde ba
ist durch den Krieg gewachsen. Namentlich der Haussuchung gefragt, auch nach Geld und
für die eigenartige schwierige Lage evan⸗ gelischer Gemeinden in nichtevangelischen Ländern, besonders evangelischer deutscher Gemeinden in nichtdeutschen Ländern, ist das Interesse gestiegen. Das vordringende deut⸗ sche Heer überflutete eine ganze Reihe von Ländern mit deutscher evangelischer Dia⸗ spora.„Es gab“, so schrieb ein deutscher Soldat aus dem Felde nach Hause,„in den Reihen unserer feldgrauen Brüder oft maß⸗ loses Erstaunen, wenn sie im Königreich Polen, in Wolhynien, in Bessarabien und Südrußland, in Galizien, Südungarn und in der Dobrudscha blühende deutsche evan⸗ gelische Bauerndörfer fanden.“ Es wird also im künftigen protestantischen Deutschland zahllose Männer geben, die evangelische Dia⸗ sporaverhältnisse aus eigener Anschauung infolge wochen⸗, ja monatelangen Aufent⸗ haltes in einer evangelischen Diaspora⸗Ge⸗ meinde des Auslandes kennen. Dieser Um⸗ stand muß der Gustav⸗Adolf⸗Vereins⸗Arbeit zugute kommen. Wer vor dem Kriege sich an letzterer beteiligt hat, wird sich nicht ge⸗ wundert haben, etwa in Galizien auf deutsch⸗ evangelische Gemeinden zu stoßen. Es gab unter den deutschen Kriegern nur zu viele, die offen gestanden, daß sie sich früher weder um das Auslandsdeutschtum noch um die evangelische Auslandsdiaspora gekümmert haben. Der Krieg hat manchen von dieser Gleichgültigkeit geheilt
.
In einer verbreiteten Berliner Zeitung lesen wir:„Ein großer Vergnügungspark wird in Kürze inmitten der Friedrichstadt seine Pforten öffnen. Er befindet sich wieder auf dem Gelände nördlich des Bahnhofes Friedrichstraße, auf dem früher die Pepi⸗ niere stand. Zur Zeit wird an einer Riesen⸗ rutschbahn gebaut.“ Da wird wieder einmal endlich„zur rechten Zeit“ einem„dringen⸗ den Bedürfnis“ abgeholfen!
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Bei den Unruhen in Posen, die am 27. Dezember begannen und den folgenden Tag bis in die Nacht hinein fortdauerten, haben auch evangelische Kirchen und Pfarr⸗ häuser zu leiden gehabt. Von den sechs evan⸗ gelischen Kirchen Posens sind fünf in Mit⸗ keidenschaft gezogen worden. Stets war es
antwortlich: Pfarrer Bechtolsheime r. Druck und Berlag der Brühl'schen Universitäts⸗Brch⸗ und Steindruckerel R. Lange, Gießen.
Schmucksachen wurde gefahndet, in einem Fall vergeblich, im anderen Fall wurden etwa 8000 Mark mitgenommen. Durch die Schüsse sind die Fenster und Jalousien zer⸗ stört worden, noch in der Nacht wurde in daz Schlafzimmer des einen Pfarrhauses geschos⸗
sen. Alle Haus- und Kirchenuntersuchungen,
die aufs peinlichste durchgeführt und bis zu siebenmal wiederholt wurden, ergaben die völlige Haltlosigkeit all der Anschuldigungen,
die, oft von Kindern und Frauen erhoben, zu
den schweren Belästigungen und Heimsuchun⸗ gen der evangelischen Pfarrhäuser geführt haben. Daß bis auf eine Kirche alle anderen evangelischen Kirchen und Pfarrhäuser, und zwar besonders schwer, in den Tagen der Umwälzung zu leiden hatten, ist immerhin bemerkenswert und läßt befürchten, daß die Erfahrungen der Evangelischen in ihrer langen Leidensgeschichte im Posener Lande leider nicht nur der Geschichte angehören. Auch aus der Umgegend Posens sind Nach⸗ richten über ähnliche Erlebnisse, auch über
unflätiges Betragen der polnischen Soldaten
im evangelischen Gotteshause, eingelaufen.
Kirchliche Anzeigen.
Sonntag den 26. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanias.
Gottesdienst.
In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kin⸗ derkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr.— Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Schäfer.— Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Mat⸗ thäusgemeinde.— Dienstag den 28. Jan., nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein. — Freitag den 31. Januar, abends 7 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde.
In der Johanneskirche. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Vormit⸗ tags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukas⸗
gemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.— Abends 5 Uhr: Divisionspfarrer Fritsch. Beichte und
Feier des heiligen Abendmahls für Lukas⸗
und Johannesgemeinde. Anmeldungen wer⸗ den vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
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