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das staatliche Arbeit war. Die bei Privat⸗ das Kreuz von Golgatha nicht besser z unternehmungen Arbeitenden erhie ten noch die Not unserer Zeit und unserer Herzen 20 bis 40 Cts. Zulage, das war der Ach nein! wir würden uns eines große

höchste Satz.

Wer wochenlang zu dieser Arbeit gehen Geiste nach Bethlehem wandern, um mz

mußte, suchte sich ihr zuletzt zu entziehen. Es war im August 1916. Kaum hatten wir das Mittagessen eingenommen, da hieß

es mit einem Male, daß drei Mann sich in

einem Eisenbahnwagen in Zivil umgekleidet hätten und von der Arbeitsstelle verschwun⸗ den seien, obwohl alle 40 bis 50 Meter ein Posten stand. Nun ging die Jagd los. Reitende Gendarmen, Zivilisten, 20 bis 25 Soldaten aus der Kaserne setzten den Aus⸗ reisern nach, aber, dieBoches waren weg. Nach 14 Tagen wurden sie in einem anderen Hafen durch den Verrat eines nor⸗ wegischen Kapitäns festgenommen. Als die Kameraden ausgerissen waren, wurden wir von einem Sergeantmajor(Feldwebel) mit gezogener Pistole auf einen Platz zusammen⸗ getrieben, wo wir in größter Sonnenhitze zwei volle Stunden stehen mußten. Wie wilde Bestien standen wir da und wurden von Zivilisten von einer Brücke aus ange⸗ gafft und mit Steinen beworfen. Schweiß⸗ bedeckt kamen die Verfolger an diesem Abend ohne ihre Beute zurück. Wenn wir nach Beendigung der Arbeit den größten Teil der Stadt La Rochelle passieren mußten, so blieben wir fast nie unbehelligt. Einige Male waren wir sogar Angriffen beur⸗ laubter französischer Alpenjäger ausgesetzt. Das mögen diese aber nachträglich bereut haben; denn schlagen ließen wir uns auch in Gefangenschaft nicht. Einer dieser rohen Gesellen geriet in unsere Marschkolonne, und nun hagelten unsere Faustschläge auf ihn hernieder; wie ein Ball, den man beim Fußballspiel gebraucht, flog er von einem zum andern. Der uns führende Sergeant nahm diesen Mann nicht nur nicht in Schutz, sondern meldete ihn auch zur Be⸗ strafung. Das Geld, das wir verdienten, wurde in Brot umgesetzt, ebenso der Zu⸗ schuß aus der Heimat.

(Fortsetzung folgt.) Advent 1019.

Welt ging verloren, Christ ist geboren, Freue dich, freue dich, o Christenheit. Wiederum stehen wir vor dem schönsten und größten Fest der Christenheit. Können wir denn aber von Herzen einstimmen in den Jubelruf: Freue dich, o Christenheit! Sind unsere Seelen nicht müde und mürbe nach dem Ende der langen Kriegsjahre, die

uns nur Elend und Erniedrigung brachten,

Elend, so groß und schwer, wie es noch nie einem Volke auferlegt ward, solange die Welt steht. Haben jetzt nicht viele unter uns den Wunsch, die Augen von dem Stall in Bethlehem nach Golgatha zu wenden? Paßt

Segens berauben, wollten wir nicht iz

dankerfülltem Herzen vor der Krippe de heiligen Kindes zu knien. als hätten wir selber gesehen des Sternes leuchtendes Licht über der Hütte stehen, und Mariens reines Gesicht. Ja, wir könnten nicht dieses tränen⸗ un opferreiche Jahr beschließen, ohne in da Lobgesang der Hirten eingestimmt zu haben Denn mehr wie je zuvor sehnen wir un nach dem Licht auf unserm Wege, das bn dem Kinde in der Krippe uns leuchtet; uu wissen ja, daß nur über Bethlehem der Ne nach Golgatha geht, den wir alle gehe müssen, um dereinst befreit zu werden bun allem Erdenweh. Darum laßt uns diesen Advent begehen mit ganz besonderem Dan und laßt unsere Herzen darauf achten, wah er uns sagen will. Gerok hat dies in de schönen Worte gefaßt: Ich klopfe an. Jetzt bin ich noch dein Ga und steh vor deiner Tür; einst, Seele, wenn du hier kein Haus mehr hast, dann klopfest du bei mir. Wer hier getan nach meinem Worte, dem öffn' ich dort die Himmelspforte, ich klopfe an!

. ö Baronin R

Uirchliche Anzeigen.

Sonntag den 14. Dezember(3. Advent). Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vormittags Uhr Pfarrer Becker. Vormittags 11 Uhr Kinderkirche für Matthäus⸗ und Markl gemeinde gemeinsam: Pfarrer Becker. Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr. Beichte un Feier des heiligen Abendmahls für die Mal thäusgemeinde. Der Gemeindepfarrer en bittet hierzu vorherige Anmeldung. Mo tag den 15. Dez. abends /8 Uhr: Nr einigung der konfirmierten weibliche Jugend der Markusgemeinde.

In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde Pfarrer Ausfeld. Abends 5 Uhr: Pfart Bechtolsheimer. Beichte und Feier des hel ligen Abendmahls für die Lukasgemeinde Der Gemeindepfarrer erbittet hierzu bo herige Anmeldung. Abends 8 Ulk Vereinigung der konfirmierten männliche Jugend der Johannesgemeinde. Man tag den 15. Dez. abends ½8 Uhr: V einigung der konfirmierten männlichen Ju gend der Lukasgemeinde. Freitag den 19. Dez. abends /6 Uhr: Weihnachts fit des Bibelkränzchens für Mädchen aus da Johannesgemeinde. ö

Verantwortlich: Pfarrer Bechtols heimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Uniwersitäts⸗Bucß⸗ und Steindrucker R. Lange, Gießen.

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