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Einträge machte, hat auch hinzugeschrieben, wie alt die Verstorbenen waren.) Anna Catharina, Rittmeister Matthaei Justen dochter, jahr, ist bei der Kayserlichen Armee undt hatt sie anhero verdingen, das ie zur Schul gehalten. 1642 Ist Juncker Johann Friederichs von Breidenbach döchterlein Sophia Maria von hier nach Breidenstein zur Begräbnuß ab⸗ geführt worden Hanß Beyer, ein maurer jung, ist im Schwabenland unter dem Bischoff von Dillingen bey Kempten zu Hauß ge⸗ wessen Der Hr. Superintendens M.(Ma⸗ gister) Ludwig Seltzer, seines Alters 61 Jahr undt 4 monath(Seltzers Grabdenkmal findet sich in der Alten Friedhofskapelle, darunter steht in lateinischen Versen sein Lebenslauf Wilhelm Eckell Burger allhier, ist ohne gesang undt klangk begraben worden. Ist in 30 Jahren nicht zum Disch des Herrn gangen. 1643.

Dem schwartzferber von marpurgk ein tot⸗ geborenes Kind Heinrich Wichmann, des Landgrafen Johann Lakai, ist Sonntags den 28. Mai gegen Abend wegen großer Hitze urplötzlich schwach worden und am selbigen

Tag um 11 Uhr nachts entschlaffen, 24

Jahre alt Philips Mauß, Burger und

Bierbrauer, hat den 26. Juli im Brauhauß einen schweren Fall gethan und sich hart

verbrannt, davon er den 27. tods verfahren. 10 Ite e el den Tod erleiden. Das Kirchenbuch bemerkt,

1644.

Johann Christoph, Meister Hauß Scharff⸗ richters söhnlein Ein altes Weib, so sich in Hermann Rüdings(Haus) gehalten undt von Eisenach bürtig gewesen Ein 18ähri⸗

Sterbebuch folgender Eintrag:2. Februar. Christian Willich, Obrist Lieutenant, seines alters im 74 jar, Kriegsdienst 44 jar, Berlinensis Marchicus, vixit in 2. matrimo- nio, relictis vidua et 5 liberis. Sepultus in aede coemiterii, praemissa concione funebri, frequenti et honorifica deductione ad tem- plum oppidanum et post ad coemiterium. Ante honestam sepulturam, quae ex singu- lari gratia principis clementissimi Georgii Landgr. Hass. concessa fuerat, in foro Gissensi capite truncatus fuit, quia arcem Marburgensem sine necessitate hostibus tra- didit.

Die lateinischen Worte sind ein Zu⸗ satz, der später gemacht wurde, sie lauten in deutscher Uebersetzung:aus Berlin in der Mark, lebte in 2. Ehe, hinterließ eine Witwe und 5 Kinder. Er wurde in der Friedhofs⸗ kapelle, nachdem eine Leichenrede gehalten worden war, beigesetzt, unter zahlreichem und ehrenvollem Geleite nach der Stadt⸗ kirche und sodann zum Friedhof gebracht. Vor dem ehrenvollen Begräbnis, das durch eine besondere Gnade des sehr gütigen Fürsten Georg, des Landgrafen von Hessen, erlaubt worden war, war er auf dem Markt⸗ platz zu Gießen enthauptet worden, weil er das Schloß zu Marburg unnötiger Weise den Feinden übergeben hatte. Auffallend ist, daß man dem bedauernswerten Mann ein so ehrenvolles Begräbnis bereitete, nachdem man ihn hingerichtet hatte, daraus scheint seine Schuldlosigkeit hervorzugehen. Mit Willich mußten zwei angebliche Mitschuldige

daß am 31. Januar begraben wurdeGeorg

Seifried Feldwebel unter H. Obristlieute⸗

ger Knabe in einer Mühle vom Wasserrad

griffen, in das Wasser gezogen worden.

1645.

nant Willich S:(selig) Cmp. aus dem Ampt Spangenberg bürtig, welcher zugleich mit vorgedachtem Obristl. alhir decollirt(ent- hauptet) worden. Ein anderer Eintrag be⸗ richtet:Eobald(soll wohl heißen Theobald)

Bilger, Gärtner ist ohne gesang und klang

von dem Feldschütz hinausgetragen worden,

weil er in der Sach mit Uebergebung dez

Barbara, Herrn Alexander Verdrießen,

Rathsschöpffen und jetzt regierenden Bürger⸗ meisters Ehefrau Johannes Holweg, 76

jar, vixit in altero matrimonio(dieser

Mann, von dem es heißt, daß er in der zweiten Ehe gelebt habe, war der Vorfahre des früheren Reichskanzlers Bethmann Holl⸗

weg). 1646.

Schlosses Marburg interessiert gewesen. Wer dieser Mann war, geht aus einem späteren Eintrag hervor, 1650, am 3. Juli heißt es nämlich:Lucretia, Johann Eber⸗ hard Stroh Gärttner zu Hohen Solms Haußfraw Ihres Alters 551/́ jar. Ist von Franckfurt am Main bürtig gewesen, pri mus maritus(der erste Ehemann) Cobald

Bilger von Strasburg, Gärttner und Führer

In diesem Jahre trug sich in Gießen ein

Ereignis zu, von dem man noch in späteren Jahren viel geredet hat, es wurde nämlich auf dem Marktplatzee der Obristleutnan Willich hingerichtet, weil er das Mar⸗

burger Schloß ohne zwingenden Grund im

sogenannten Hessenkriege dem Feldherrn Geiso übergeben habe. Seine Hinrichtung scheint auf einem Justizirrtum beruht zu ha⸗ ben. Ueber sein Begräbnis steht in unserem

einer Compagnie alhir.

Aus dem genannten Jahre führen wir

noch folgende Einträge an: ein Mann aus Dudenhofen, welcher von den Schweden er⸗ schossen Johann Arnold 23 Jahr alt, auf der Landstraße zwischen Wetzlar und Gießen ohne einige gegebene Ursach von Obristen Wachtmeister Bock erschossen. Dieser Oberst⸗ wachtmeister Bock muß ein Schreckensmensch gewesen sein; denn ein weiterer Eintrag meldet: Johann Arnolt, Johann Cler⸗

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