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angetastet und abgemäht von dem schreck⸗ lichen spanischen Tod, der durch heimkehrende schwarze Truppen eingeschleppt wurde. Alle Dörfer und Plätze sucht er heim und vor⸗ nehmlich auch die großen Städte, und erfüllt alles mit Schrecken und Entsetzen. Alle Kir⸗ chen, Schulen, öffentlichen Gebäude, Restau⸗ rants, Versammlungs!okale usw. wurden ge⸗ schlossen. Kapstadt glich einer Totenstadt, und so geht es überall im Lande. In Kapstadt allein starben bereits 10000 Menschen. Am meisten leiden natürlich die armen Einge⸗ borenen, die zu Tausenden hinsterben. Man hat nicht Särge genug, um sie hineinzulegen. So werden sie in Decken gewi kelt und in Wagenfrachten zu den Kirchhöfen geschafft. wo immer Geistliche weilen, um sie zu be⸗ erdigen. Gefangene müssen große Massen⸗ gräber graben, da es an Händen fehlt, um Gräber zu machen. Oft fallen die Menschen tot in den Straßen um. So fand man in Kapstadt in einer Entfernung von 200 bis 300 Metern vier Weiße tot liegen und drei sterbend. Stundenlang blieben die Leichen oft unbedeckt liegen, bis sie abgeholt wurden.

Viele mußten begraben werden, ohne daß

man wußte, wer sie waren. In einem Hinter haus fand man 21 Männer tot, in einem anderen Hause fand man die kleinen Kinder bei ihren toten Eltern. In unzähligen Häu⸗ sern liegen alle krank und sind ohne jegliche Hilfe. In der Diamantenstadt Kimde ley si d

der langen Finsternis unsere Hoffnung sich erfüllen möge, dem Licht wieder entgegenzu⸗ gehen? Vereinen wir alle uns doch in dem Ringen, uns dem Himmlischen zuzuwenden, dem Reich, aus dem allein das ewige Licht uns Trost und Frieden in unsere Herzen scheinen läßt. Wie viel getroster vermögen wir der Zukunft entgegenzugehen, wenn das himmlische Heimweh uns erfüllt. Und es kann und wird unsere Herzen erfüllen, wenn wir die Vergänglichkeit alles Irdischen mit den Himmelsfreuden vergleichen, die für alle die bereitet sind, die Gott von Herzen lieben.

So ist es Gottes Weg von je gewesen:

Er macht uns krank, damit wir ganz genesen,

Und arm, auf daß er Schätze uns verleih':

Er bindet uns, und macht dadurch uns frei. Baronin R.

Geistererscheinungen.

Geistererscheinungen und allerhand son⸗ stige Fragen, die sich mit zweifelhaften Nacht⸗ und Rätselfragen der Seele beschäftigen, sind gegenwärtig sehr an der Tagesordnung. Der Vorgang läßt sich unschwer erklären in einer Zeit, da der Tod auf deu Schlachtfeldern überreiche Ernte gehalten hat. Er trat denn auch von jeher in solchen Perioden wie eine Epidemie zutage. Nie machte sich der Aber⸗ glaube stärker geltend, denn in ihnen. Aber

unzählige Kaffern in den Arbeiterkamps ge⸗

storben

Leider ist das schreckliche Sterben auch schon nach Südwest durchgedrungen. Nach den heutigen Meldungen waren in Windhuk bereits 68 Weiße gestorben, und auch von den anderen Plätzen wird großes Sterben, be⸗ sonders unter den Eingeborenen, gemeldet.

Dem Licht entgegen.

Wohin, wohin? Auf Erden liegt er nicht Der Friedensport, wo alle Stürme schweigen, Und wo sich leise jede Welle bricht.

Hinauf, hinauf! Die goldnen Sterne zeigen Den Weg zur Heimat, wo aus ew'gem Licht Zwei Vaterarme sich herniederneigen.

In der Natur gehen wir wiederum dem Licht entgegen. Bei den bestehenden Schwie⸗ rigkeiten der Beleuchtung erwarten wir jetzt

man sollte sich doppelt bewußt sein, daß es sich bei all diesen Erschei tungen eben doch um Aberglauben schlimmster Art handelt, gegen den unsereaufgeklärte Zeit gefeit sein sollte. Die Formen abergläubischer Auf⸗ sassung wechseln, der Inhalt bleibt der elbe. Die Geschichte selbst bietet dafür den bün⸗ digsten Beweis. Wir lächeln heute über die Erzählungen, die darüber auf uns z. B. aus den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges ge⸗ kommen sind. Aber wie viele sind in Wirk lichkeit noch um keinen Deut gescheiter ge⸗ worden, als die befangenen Gemüter in jenen Tagen. Heute steht die geschäftliche Aus⸗ nutzung des Aberglaubens in besondeter Blüte. Hunderttausende werden fürge schickte Prospekte und sonstige Anpreifungen diesesLiteratur-Zweiges ausgegeben, um Millionen dafür einzuheimsen. Man sollte meinen, das Geld wäre in diesen teueren Tagen für wichtigere Dinge nötig. Nüch⸗

mit um so größerer Sehnsucht das längere terner Sinn tut uns in diesem Ernst der Zeit Tageslicht. Im Gegensatze hierzu empfinden über alles not. Wenn in all den Spuk⸗ wir doppelt schmerzlich die tiefe Finsternis, geschichten, die seit Jahrhunderten die Runde die uns seit vielen Wochen umgibt, die je machen, ein greifbarer Wahrheitskern steckte, länger je mehr auf uns lastet und unsere dann wäre er längst zu allgemein anerkann Gemüter niederdrückt. Wohin wir auch ter Wahrheit geworden. Aber schon der alte schauen, überall treten uns die Wirkungen Lateiner kannte den Spruch:Die Welt will dieser unheilvollen Macht entgegen, die unser betrogen sein! Und wir Deutschen haben einst so blühendes, reichgesegnetes Land zur ein ähnliches Wort, in dem von derDumm⸗ Wüste zu machen beginnt, durch keine Men⸗ heit, die nicht alle wird, die Rede ist. Ein schenmacht daran gehindert. deutlicher Wim für solche, welche nicht wün⸗

Steigt in uns allen da nicht die heiße schen, daß diese Worte auf sie Anwendung

Sehnsucht auf, daß es Licht werden, daß nach finden.