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N seine Frau, die ihres Lebens zuweilen, da er alltäglich besoffen, nicht sicher seye.

1744.

Wird angezeigt, daß auf Himmelfahrts⸗ Tag im Brauhause bey der Schule Bier ge⸗ brauet worden. Der Braumeister Busch soll deshalben Rechenschaft geben.

Die Traubelmetzgerin hat unter der Früh⸗ predigt am 15. p. Trin. ihre Magd sehr geschlagen und darbey schröcklich geschändet und geschännet, daß es überall auf den Gassen gehöret worden. DieTraubel⸗ metzgerin war die Ehefrau des Wir es Zur Traube, der zugleich Metzger war. Um das Jahr 1813 lebte derTraubel⸗ vogt, der die bekannte Begegnung mit dem Feldmarschall Blücher, der hier imEin⸗ horn im Quartier lag, hatte.

1745.

Wegen der Juden geschieht eine Anzeige, daß sie mit schwarzen Mänteln umher⸗ gingen, welches sonst niemal erlaubt gewesen eye.

1746.

Ist Erinnerung geschehen, daß in Brannt⸗ weinhäusern und Bierschenken sich des Sonntags auch unter der Predigt Spieler hier und da einfinden.

1747.

Wir haben früher schon einmal auf Grund unserer Kirchenkonventsprotokolle darauf hingewiesen, daß in der alten Zeit Verlobte sich nicht ohne die Einwilligung der Behörde voneinander scheiden konnten, sie mußten vielmehr nach Art der modernen Eheschei⸗ dung geschieden werden. Hiervon berichten folgende Einträge:Der Metzger Georg Balthasar Lony, welcher sich mit Elisabettha Diehlin von Leygestern versprochen, auch bereits Zmal proclamiret worden, nun aber in Zwistigkeit mit ihr gerathen ist, erschien, DTiehlin hingegen war ausgeblieben. Er wurde ermahnet, die Hindernisse von seiner Seite wegzuschaffen, die Dirne aber soll durch den Beamten citirt werden. In der nächsten Sitzung erschienen die beiden Verlobten. Die Braut klagteüber des Metzgers erstaunliche Flüche und Verwünschungen, auch daß dieser ihr noch gestern das Messer an die Brust gesetzt habe. Er leugnete alles und wollte es nicht erwiesen haben, sie erbot sich zum Er⸗ weis und bate, geschieden zu werden, oder sie wolle ihr Vaterland meiden. Er:ich will mein Mensch haben. Es ging hiernach unter diesen Verlobten erstaunlich derb zu. Die Ehe scheint auch nicht zustandegekommen zu sein; denn in unseren Kirchenbüchern findet sich kein Eintrag, der mitteilt, daß eine Trauung der beiden stattgefun den hat oder daß diesem Paare Kinder geboren sind.

(Schluß folgt.)

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Kleine Mitteilungen.

Ueber das ThemaBilder aus Kamerun

sprach am vergangenen Sonntagabend Herr

Missionar Walther⸗Beuern an Hand von ethnographischen Gegenständen im Wart⸗ burgverein. In sehr anschaulicher Weise schil⸗ derte der Vortragende das Leben und Trei⸗

ben der dortigen Bevölkerung, ihre Sitten

und Gebräuche. Sodann ging er zur Tier⸗ welt über und zeigte Schlangen, Schild⸗ kröten und Insekten vor. Besonders inter⸗ essant war sein Bericht über den Kampf mit Schlangen, über die von den Schwarzen erfundenen Märchen über das Kolibri, den Maiskolben und über Zwergantilope und Schildkröte. Anschaulich schilderte er den Nutzen, den wir früher aus unserem Kame⸗ run hatten, woher wir Oel, Kaffee und Kakao erhielten und zeigte, welchen Verlust wir durch die Wegnahme unserer Kolonie erlitten haben.

Kirchliche Anzeigen.

Sonntag, den 30. April. Miserik. Domini.

In der Stadtkirche. Vormittags Uhr, Pfarrer Mahr. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr. Montag, den 1. Mai, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmier⸗ ten männlichen Jugend der Matthäus⸗ gemeinde. Dienstag, den 2. Mai abends

8 Uhr: Helferversammlung der Männer⸗ und Frauenvereinigung der Matthäus⸗ gemeinde.

In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonsirmier⸗ ten aus der Johannesgemeinde: Pfarrer Ausfeld. Vormittags Uhr: Missionar Walther. Vormittags 11 Uhr: Kinder⸗ kirche für die Lukasgemeinde: Pfarrer Bech⸗ tolsheimer.

*

Evang. Arbeiterverein. Samstag, den 29. April, abends 8 Uhr, im Vereinslokal: Sitzung des Festausschusses. Sonntag, den 30. April: Unsere Mitglieder sind zu dem Familienabend des Wartburg⸗ vereins herzlich eingeladen. S. Wartburg⸗

Verein. *

Wartburgverein.

Sonntag, den 30. April, nachm. Spazier⸗ gang. Führer: E. Eckel. Treffpunkt 2⅛ Uhr Ludwigsplatz. Abends 8 Uhr im Markus⸗ saal, Kirchstr. 9: Familienabend. Musika⸗ lische Darbietungen, Theateraufführung, An⸗ sprachen. Eintrittskarten zu 2 Mk. sind bei Frl. Weller, Ludwig Schott und im Heim zu haben. Freitag abend im Heim: Bibel⸗ stunde und Diskussion. An einem der näch⸗ sten Abende wird Herr Garteninspektor Rehnelt einen Lichtbildervortrag über Ceylon halten.

Verantworfsich; Pfarrer Bechtolshesmer Druck und Perlag der Brühl'schen Unsversstäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange, Gießen.

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