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900 mit der Bahn, schon bis westlich War⸗ nem schau, wo sich der Ring schließt, mitein⸗ gerechnet, 1100 mittels Marsches. In fünf

ald. Monaten des Halbjahres hatten wir 100 Ge⸗ sche fechtstage.

1 Könnte ich doch bald meinen Lieben daheim 1 meine Erinnerungen und Erlebnisse aus 5 dieser interessanten Zeit in gemütlichen

Abendstunden erzählen!

. 110 wenn du nur treu verbleibst. ird(Fortsetzung.)

An einem Februarabend dieses verhäng⸗ nisvollen Jahres saß der Maurer Christoph Rusch zu Neu-Bamberg in schwerer Sorge in seiner Wohnstube. Wenn wir hier seine Wohnstube erwähnen, so soll damit nicht gesagt werden, daß er daneben noch andere Stuben gehabt habe. Das Häuschen, das er

bewohnte, stand hoch oben auf dem Berge, nicht weit von der Ruine. Es war so niedrig, daß ein mittelgroßer Mann, auf der Straße stehend, mit der Hand nach den Dachziegeln langen konnte. Trat man durch die Haustür ein, so kam man in den Flur, der zugleich als Küche diente, links lag die Stube. Eine steile Treppe führte vom Flur aus

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stein beim Georg Faubel. Alle wiesen ihn ab; denn sie hatten nichts zu tun. Nicht nur die Winterkälte hinderte das Bauen, die Leute hatten auch kein Geld, um auch nur einen Schuppen oder einen Stall ausführen zu lassen. Da war Christoph nach Kreuznach gegangen, hatte in den Ger⸗ bereien und in der Glasfabrik nachgefragt, niemand wollte ihn nehmen. Endlich war er zu reichen Bauern gegangen, um als Taglöhner Beschäftigung zu finden, aber auch die Wohlhabenden in den Gegend hatten. nichts mehr zu dreschen. Zuletzt war es in der Weidenmühle gewesen. Dort fand er auch keine Beschäftigung, aber die Frau des Besitzers hatte dem Mann die Not angemerkt und hatte ihm, da sie eine gute Frau war, einen Korb Kartoffeln geschenkt. Von diesen Kartoffeln lebte nun die Familie, etwas Zichorie war auch noch da, aber Christoph dachte mit Schrecken, wie das werden solle, wenn ihm in wenigen Tagen nicht geholfen würde.

Den Tag über war es empfindlich kalt gewesen, am Nachmittag hatte Schneefall eingesetzt. In der Abenddämmerung war der Wind erwacht und war allmählich zum Sturm geworden. Mächtig brauste er über den Berg, Türen und Fenster klapperten, Ziegeln flogen von den Dächern herunter. Manchmal setzte der Wind einige Augenblicke aus, um dann mit erneuter Wucht vom Tale her in nördlicher Richtung wieder heranzustürmen. Im Plattofen, der in einem Winkel der Stube stand, brannte ein Holz⸗ feuer, die kleineren Kinder drängten sich um das Feuer zusammen und wärmten sich die blaugefrorenen Hände. Begierig sahen sie nach der Pfanne, in der Magdalena Kartoffelkrüstchen briet. Vom Braten konnte allerdings nicht recht die Rede sein; denn das Fett fehlte. Das Kind hatte, wie es das von der Mutter gesehen hatte, die rohen Kartoffeln in Streifen geschnitten, um sie, mit Salz bestreut, in der Pfanne zu rösten. Das sollte mit Cichorienkaffee die Abendmahlzeit werden. Nicht eine Brot⸗ krume war im Hause. Und hätte man den Christoph auch auf den Kopf gestellt, es wäre kein einziger Kreuzer aus seinen Taschen herausgefallen. Nicht einmal das Lämp⸗ chen konnte er anzünden, weil er kein Oel hatte. Nur das Feuer im Ofen gab etwas Licht her. Wenn man, solange die Dämme⸗ rung währte, an eins der beiden Fenster trat, so wurde man gewahr, daß sich der Schnee draußen auf der Fensterbank immer mehr anhäufte.

Man konnte die lange Nacht nicht ohne jede Beleuchtung sein, darum stand Christoph, ehe noch die Kartoffelkrüstchen fertig geworden waren, auf, um bei seinem Nachbar, dem Taglöhner Kaspar Sand, etwas Rüböl zu leihen. Kaspar war auch

Ich nach dem Dachstock, der noch eine Kammer zum enthielt. War das Häuschen auch mehr als getter bescheiden, so brauchte es sich doch vor seinen Nachbarn nicht zu schämen; denn die ledigt waren allesamt in derselben Bauart auf⸗ nach gebaut. Unten im Tale, da, wo man durch Ver⸗ einen alten Torturm das Dorf betritt, stehen stattliche Bauernhäuser. Ein stolzer, aus⸗ d an gedehnter Bau ist das Schulhaus, das in 1 früherer Zeit kurmainzisches Amtsgebäude laden. war; je höher man aber den Berg hinauf⸗ schon steigt, um so kleiner werden die Häuser. Neben der Ruine hat sich die Armut ange⸗ n liel siedelt, sie hat wenigstens den Wind aus clof, erster Hand. et is. Hinter Christoph Rusch lagen schwere fertig Monate. Im November war seine brave, immer fleißige und fromme Frau, die so gern am pie Sonntage ihre Schritte nach dem weit vor n und dem Dorfe, dicht an der Weidenmühle lie⸗ 15 zu enden Kirchlein gelenkt hatte, am Nerven⸗ anden. keber erkrankt und nach vier qualvollen site Wochen aus dem Leben geschieden, ihrem Manne fünf unversorgte Kinder hinter⸗ e lassend. Zwar war das älteste Kind, die 127 fünfzehnjaͤhrige Magdalena, beim Tode der 1 Mutter schon konfirmiert, auch war das 155 Kind recht fleißig und anstellig, aber doch 9 noch zu jung, um unter so schwierigen * Umständen den Haushalt zu führen. Seit . mehreren Wochen herrschte bittere Armut im lng Haufe. Christoph Rusch war ganz ohne *. Arbeit. Als Maurer konnte er gar nichts wal verdienen. Ueberall in der Nachbarschaft iner hatte er um Arbeit nachgefragt, in Wons⸗ f del heim beim Maurermeister Adam Löffel, in Siefersheim beim Jakob Götz, in Wöll 1

sein Gevattermann, er hatte ihm das jüngste