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und der Marine erforderlich sind, festzuletzen. Der Höchst- Preis für ein Kilogramm Rohwolle reingcwaschen ohne Waschlobn jeder Herkunlt bei aa/a bi» aaa Feinheit wurde

auf 8,85 Mk. festgesetzt, die übrigen sieben unterschiedenen Fcinheitsgrade stufen sich darunter bis 5.70 Mark für ge- tvaschene Wolle ab. einschließlich Waschlohn sind die Höchst- Preise in fünf FcinheitSstuscn von Mk. 6.20 bis Mk. 9.30 seitgelegt. Für Kammzug sind acht Feinheitsstufen von Mk. 6.30 bis Mk. 9.75 vorgesehen. Für Kammgarn 2°26 n bis b ist der Höchstpr-is, wenn es gefärbt ist, aus Mk. " 65. wenn es rohweiß ist, auf Mk. 10.90 bestimmt. Bei Mannschaftsküchen ist der Höchstpreis für 1 Meter Militär- t^ch aus Mk. 10,75. für 1 Meter Marinetuch aus Mk. 11.75, kür 1 Meter Kmumgarnstaff aus Mk. 12.25 festgesetzt 'vor- den. Die Höchstpreise treten an, 21. Dezember 1911 in Kraft.

Kein Kartoffelmehl für Seife.

Berlin, 22. Dez. (98. B. Amtlich.) Der Bundcsrat hat in der heutigen Sitzung durch Verordnung die Derwcnd- vng von Kartossclmcbl und anderen Erzeugnisien aus Kar- trffeln zur Herstellung von Seife verboten. DaI Verbot war erforderlich, um die bislang zur Füllung von Seife vcrwendeten erheblichen Mengen von Kartoffelmehl künftig der Brotbereitung zu erhalten. Die Seifenfabrikanten sind nach der Verordnung verpslichtet. amtliche Besichtigungen der Fabrik- und Geschäftsräume zu gestatten und gewissen­haft Auskünfte zu erteilen. Für die unbedingte Geheim- Haltung der hierdurch den amtlichen Stell-n zur .Kenntnis gl kannten Keschästsverhältnissc ist durch streune Strasvoc- schriften Sorge getragen. Der willentliche Verkauf ver­botswidrig hergestellter Seife ist gleichfalls verboten und unter Strafe gestellt. Vor Erlast dcS Verbots mit Kar- tasfelniehl gefüllte Seife darf auch weiterhin verkauft Wer­da». ,

Die Laoe der dentfchen Kriegs' gefangenen in Frankreich.

Berlin, 22. Dez. (W. B. Nichtamtlich). DieNordd. Allgemeine Zeitung" schreibt über die Lage der deutschen Ge- sangenen in Frankreich: Das International« Komitee vom Roten Kreuz i» Eens stellt einen von dem französischen Be­vollmächtigten sür die Ucberwachung der Krtegsgesangenen- lagcr erstatteten Bericht zur Verssigung, in dem es heißt:Ich habe die Lesangencnlagcr in Blaqe, Montauban, Albertville, Rouen, St. Etienne, Le Pup, Elermont und Aurillac besucht »nd kann versichern, dasi die Behandlung der deutschen Kriegs- gcsangcnen dort überall korrekt ist. Alle für ihre Untcrkunst, Kleidung und Verpslcgung gctrossene» Einrichtungen müsie» cts ausreichend bezeichnet werden. Ein Verbot, deutsch zu sprechen, besteht nicht. Der bricsliche Verkehr mit ihren An­gehörigen ist den Eesangenen gestattet, indes hat man in ein­zelnen Lagern die Beschränkung dahin getrosten, daß pro Woche nur ein Brief von zwei Seiten, stellenweise auch zwei Briese abzuschicken gestattet ist. Im übrigen gelten sür alle Lager die gleichen ministeriellen Vorschriften. Die über die Behandlung der deutschen Kriegsgesangencn in Clcrniont-Fer- rand in der deutschen und schweizerischen Prcsic verbreiteten beunruhigenden Eerüchte sind nicht begründet. Danach solllc es mit den Eesundheitsverhältnisie» im dortigen Eesangenen- lager schlecht aussehcn. Ein deutscher Ossizier (Herr Böhmer- Reukchatel) sollte mißhandelt worden sein.. Die Versuchung durch einen französischen Arzt hat ergeben, daß di« zusammen mit französische» Soldaten IM Lager sür einige Zeit internier­ten, jetzt anderweitig untergcbrachten deutschen Kriegsgefan­genen, korrekt behandelt worden sind, und daß die Behauptung einer Mißhandlung des deutschen Ossizlcrs nicht zutrcstcnd ist Die gesundheitlichen V-rhältnisie des im Gebirge gelegenen Lagers, in dem jetzt noch französische Soldaten liegen, sind durchaus nicht ungünstig.

(Haben für die Gefangenen.

Berlin, 22. Dez. (SB. B. Nichtamtlich». Von der Er­laubnis, Materialgaben den gefangenen Deutschen in Frank­reich übersenden z» durscn, hat das Rote Kreuz sofort nach Slbschluß der bezüglichen Verhandlungen Gebrauch gemacht. Ein Waggon mit warmen Sachen, Lebens- und Genußmitteln ist gestern Abend mit dem D-Zug von hier über Stuttgart nach Eens abgcgangcn. Ein weiterer Waggon wird in Stutt­gart von dem Württemberischen Landcsoerein vom Roten Kreuz angehängt. Zwei Waggon sind aus München, je einer aus Dresden, Karlsruhe und Darmstadt aus dem Wege nach Genf. Von hier werden die Gaben unter Begleitung eines Deutsch Schweizers »ach Frankreich gebracht, wo die Slusbän- digung unter der Aufsicht des ani.-eiaknischcn Botschafters er­folgen wird. Sluch die Provinzialoereine Preußens sind zur Teilnahme an dieser Ecsangenensürsorge ausgeboten worden Etwaige Geld- oder Materialspcnden werden den Landeszen- tralstellcn oder den Provinzialvorständcn vom Roten Kreuz zuzusühren sein, in Berlin dem Zentralkomitee sür das Rot- Kreuz, Herrenhaus.

Weihnachten im Feindesland.

O liebe jrohc Weihnachtszeit,

Daheim im Elternhaus«,

Doch wir, wir stehen kampfbereit,

Bei Wind und Sturmgebrauße,

Mit Gott, die SBasjen in der Hand Stehn wir sür unser Vaterland.

Wir hören keinen Glorkenklang.

Rur Donner der Kanonen,

Und keinen Kinderchorgrsang.

Mög' Gott uns nur verschonen.

Vor feindlichem Geschoß und Schmerz Gönn' Weihnachtsfteud auch unserm Herr

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Ach möchte Gott in srtne« Sohn Uns Friede» bald beschere».

Und auch vo» seinem Htmmelsthro»

Den tückschen Feinden wehren.

Ach möchte kommen dies« Zeit,

Durch Gotte» Mach, und Herrlichkeit.

Wo all« Waste» werden schweigen Und alle gelndschast hören aus,

Aus Erde» sich wird Frieden zeige».

Gerechttgkett im vollen Lauf.

Und Jubel über Tal und Höh'n,

Mit Gott «in frohes Wiederseh'nk Gedichtet im Schützengraben im Argonncnwald von Reser­vist I. Wenzel, Rej.-Zns.-Rcgt. 88 au» Gronau b. Hanau.

DcrKriegerm Weihnachtsabend.

Ein Krieger aus Dorheim sendet seinen Eltern sol- gendcn Feldbries:

Liebe Eltern und Geschwister I Es steht am Weihnacht Erbend Ein Krieger aut der Wacht Bef in Gedanken schaut er Hinein ins Graue der Nacht Die Sterne leuchten niilde Herab vom Firmanient Der Krieger auf der Flinte Gefaltet hat die Händ'.

Ihr Sternlein sollt mir grüßen Daheim mein Vaterhaus Wo jetzt vom hohen Turme Tie Glocken sckgxll'n hinaus.

Die Kerzen leuchten belle C, süße Weibnachtslust,

O, Traum des deutschen Hauses Du webst mir durch die Brust.

Ich bin hinaus gezogen Für's Vaterland und Herd Der Hiinmel bat gesegnet Das gute deutsche Schwert Der Himmel hat erhalten Bisher mich stark und frisch So steh' ich hier und hüte Euch Euren Weihnachtstisch.

Bon einem Dorheimer Krieger.

Parleinachrrchtcn.

Tr. Roesiike fast einstimmig gewälilt.

In der Reichstags-Ersatzwahl sür Eolmar-Ezar.

nikau-Filehne-Schneidemühl ist am 18. Dezember unser Bun dcrvorsitzcnde Herr Di. Ro-sickc nahezu einstimmig gewählt worden. Nur wenige Stimmen sind zersplit­tert. Damit wird die unermüdliche Arbeitslrast und das teiche Wißen unseres Führers im Rcichsparlament der deutschen Landwirtlachst und der Gesamlhelt wiederum zugute kommen. Das ist angesichts der wichtigen Rcichstagsarbeit nach diesem welterschütterndem Kriege ganz besonders crfteulich.

Horn Felde der Ehre.

* Echzell, 22. Dez. Der von hier gebürtige -Otto Grotb, Feldwebel beim 21. Jägcr-Bataillon erhielt für tapferes Verhalten bei dem bekannten Durchbruck, ans der gcplan- ten Umklammerung der niiiifcfccn Armee das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Als Architekt hat er ebenfalls bemerkenswerte Leistungen vollbracht. Ein hervorragender Geist, versr.ft nie. selbst wenn er sich nur kleinen Verhaltniss- n z,-r Höbe cmporschwingcn mutz.

Ans der

* Friedbrrg, 23. Dez. Noch nicht eingestellte Rekruten der Friedens- und Kriegsaushebung 1914 hoben zu dem tm Ia- luar 1915 stattfindenden Mujtcrungs- und Aushebungsgcschäft licht zu erscheinen. Sie stchcn -ur Verfügung der Gcneralkoir.- nandos. Eine Anmeldung dieser Leute zur Rekrutierungs. tammroll- ist also nicht ersorderlich.

* r. Friedberg. 23. Dez. (Drupprnuereidrguug.) JEic vereidigt-"' der Rekruten des hier ansgestellte» Feld-Inf.- Bat.-Nr. 72 wird Voraussichtlia, am Donnerstag Morgen tcttfindcn. Ter Vereidigung der 596 evangelische» Mann- chasten wird ein (öoltesdieistt in der ^otadtkirckpt vorau-- zrhen, zu dem mit den Glocken gclänlet werden wird.

"Der Feind heißt England". Der Verfasser dieses zcstern von uns veröffentlichten, wirkungsvollen Gedicht ift Herr C. Wamser an:- Vilbel. Ans Versehen wurde der Naine hinwcggclaiscn, was toir hierdurch nach!,ölen.

e. Friedbrrg, Tcz (Weihnachtrscier in der Stadt- kirche.) An, l. Ebriftseie-, lag nach mg:- '»» 5 Uhr wird der Evang. Kirck uariangacrri» in. der Sladltirche eine inusikalijche Weihnau,t-.-,cicr v raust . in d-- Herr Kon­zerlsänger Ludwig Margntl, von Bad Nauheim uiitwic- kcu wird. Im Wechsel von Orgelstücke» imd Ebören des Kirebengcsangvereins und der Chorschnle wird Herr Mar- gnth das Rezitativ niit nachfolgender Arie aus Handels MessiasTröstet, tröstet Zion" und 2 reizvolle neue Weib- iwchtslieder von Engelbert Hnmperdink und von Wilhelm

Slans*l »» Rickelmiinj«» Aus BanUreilen wird berich. ret daß Im täglichen Zahlungsverkehr immer mehr ein Mangel an Rick.tmünzen sählbar werde. Möglicherw eif- s ei die Erscheinung daraus zuriiilzuführe». daß die Sonrmetbüchsen

sv» Wobltätigkeitsvereiuen oft lange Zelt ungeleert bleibe».

Iedensnll» sollten dt, Sammler schon tm Interest« ihrer eige. nea Sach« für einen ruschen Umlnns der gespendeten Münzen sorgen.

WeihnachtSvcrkrhr. Im Gegensatz zu früheren Fab- ren wird der starke allgcnreine Verkehr am 24. Dezember nachmittags mit der Abbcsördernng einer großen Anzahl ran Militärnrlaubern zusammentreffcn, und auch am 27. Dezember und 3t. Dezember nachmittags anßergewölmlich anfchwcllcn. Wegen Hcrgabe eines großen Teils der Be- tiiebsmittel zu Heercszwecken können Vor-, Nach- und San­dl rzüge nicht in dem glcicktzm Umfange gebildet werden, als cs früher gcsck>ebe» ist und wie es auch dieses Jahr zur ord- nnngsniäßigen pünktlichen Betricbssührmig U-inlchen- v.-rl wäre. Es wird nicht zu v.-rmeiden sein- daß am 21., 27 und 31. Dezember nachmittaggs alle Züge sehr stark benutzt, leicht Verspätungen erhalten und unter Umständen Anschlüsse ver- säumen werden; vereinzelt werden den Pcrsoncnziigen auch mit Bänken ausgerüstete Gütcnvage» beigestellt werden müstcn. Hiernach würde es sich empfehlen, wenn alle die­jenigen, die über ihre Ncisezcit frei verfüge» können, sich dem Vorstehenden gemäß mit ihrer Reise einrichtc».

Nirdcr Florstadt. 22. Dez. Heraus mit de», Gold! Eine Goldlammlung in hiesiger Gemeinde, durch de» Herrn Feldschütz Georg Karl Alt ergab die Summe von Kilo Mark, welche beule an die Reichsbank-Ncbenstcllc zu Fried- bcrg abgeliefcrt wurde.

Starkrnbnrg.

Ossrnbach, 22. Dez. (KreiSrat Lochnra»» gestorben.) Letzte Nacht um 2 Uhr verstarb plötzlich an einem Herzschlag der KreiSrat von Ofkenbach, NegicrnngSrat Lochnian». Er ist aus Darnistadt gebürtig, 5k Jahre alt. >r>ar am Kreis­amt in Mainz als Amtmann tätig, wurde 1900 KreiSrat des Kreises Dieburg und im Oktober 1908 KreiSrat von Offenbach.

Heffen-Rasia».

» Fulda, 22 . Dez. Der Kreistag beschloß die Aufnahme eines wetteren Darlehn, von 300(WO Mort für Keicgsunter- ftümißcn. Bis jetzt hot der Kreis üovvn Mort monatlich an Kriegsunlerstützungen gezahlt. Weiter erklärte sich der Krct, tag mit der Ausnahme eines Dorlehns von I2V NN0 Mort bei der Landesversicherungsanstall Hesten-Rasta» zur BekämpvtNg der Arbeitslosigkeit einoerstonben.

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Wechselnd bewölkt, vereinzelt Schneejälle,

kälter, östliche Winde, Nachtsrost.

Bringt euer Gold; zur Neichsbank!

Verantwortlich für den pol,tischen und lokalen Teil: Otto H i r s chel, Friedbrrg; für den Anzeigenteil: K. Sch in i d t, Friedberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeitung" A. G.. Friedberg i. H.

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Die Geschäftsräume des Unterzeichneten sind Donnerstag, den 21. d. Mts. von Mittags 12 Uzr

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Friedberg, den 21. Dez. 1914.

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