Einzelbild herunterladen

nt. zw

«tut Xag«»j(iiuug. SHewtag, Hb 21. Dezember 1111

Seit« I

Htmcnt Rr. 70 an. Mit Tranen in den Augen klagten sie über Hunger und brutale Behandlung seitens der russischen Ossi-

ziere.

Starke Verluste der Rüsten.

Wien, 19. Dez. <W. B. Nichtamtlich). Nach Berichten der Kriegstorrcspondenten der Blätter, die das Schlachrseld von Limanowa besichtigten, haben die Kämpfe zur »ollen Zu­rückweisung des Feindes aus Westgalizicn geführt. Die öfter« reichlich ungarische Armee machte 2« 000 Gefangene und erbeu­tete «ine grohe Menge Kriegsmaterial. Die Verluste der Rus­sen waren ungeheuer. Bei Limanowa allein wurden 120« Ge­fallene gezählt. Di- Verfolgung ist überall nachdrücklich im Gange. Die Bevölkerung kehrt in das von den Russen ge­räumte Gebiet zurück.

Reue Offensive in Serbien.

Budapest. 2«. Dez. Nach einer Meldung aus Sofia berichtenlltro" undDuevnck", daß die österreichisch-ungarische Monarchie gegen Serbien eine neue Offensive vorbereite, die das Schicksal Serbiens besiegeln werde. WieDnevnik" weiter berichtet, hatte der Gesandte der Monarchie, Gras Tarnow-ky, gestern eine zweistündige Beratung mit dem bulgarischen Mini­sterpräsidenten Radoslawow, der auch der Chef der Kabinetts- lanzlei des Königs beiwohnte.

kililracht rwüchkii!>tl!tlch!ini- und (Oeftcrrfid).

Budapest, 19. Dez. (315. B. Nichtamtlich). Di- Zei- ungMagyarorfzag" protestiert entschieden gegen die Ver­leumdung der Londoner Blätter, welche behaupten, derMa- gyarorfzag" machte den deutsche» Eeneralstab für den Rückzug der österreichisch-ungarischen Truppen aus Serbien verantwnrt-

weil er veranlaßt haben soll, daß die dortigen Streitkräfte

Rücksicht aus die Leute in Serbien nach Norden dirigiert wurden Die Londoner Blätter berufen sich ebenso aus das ge­nannte Blatt, das den deutschen Eeneralstab beschuldigt hätte, daß er für di« Einfälle der Rusien über die Karpathen verant­wortlich sei, da aus seine Anordnung dem österreichisch-unga­rischen Heer- in Galizien grobe Bestände entzogen seien. Das genannte Blatt protestiert entschiede» gegen die Illoyalität der englischen Blätter, die sich fälschlich aus Behauptungen b-ruscn, die niemals in derMagyarorszag" erschienen sind., Ebenso entschieden verwahrt sich die ZeitungA Nap" gegen das Vor- glhen der englischen Blätter, die falsche Zitate ausA Rap" mit Angrissen gegen den deutschen Eeneralstab verössentlicheu, die niemals in dem genannten Blatt erschienen sind.A Rap" erklärt, daß niemals eine Bemerkung, daß der deutsche Ecuc- calstab schlesische Streitkräfte durch österreichisch-ungarische See­resteile zum Schaden der Monarchie verstärkt hat, von ihm uerössentlicht worden sei. Das Blatt bezeichnet es als äußerste Persidie, daß die Londoner Blätter den verleumderischen Be­hauptungen durch Berufung auf derarttge gesälschte Zeugnisse eine höhere Glaubwürdigkeit zu verleihen trachten.

Konstantiuopcl, 19. Dez. (28. B. Nichtamtlich.) Amt­licher Bericht. Unsere siegreich gegen Kotur vorrückondcn Truppen eroberten einige Hügel, die die Stndt beherrschen.

Kämpfe im Sudan. Wien, 20. Dez. (28. 23. Nicht­amtlich.) DieJleue Freie Presse" meldet ans Konslanti- opel: Jni Sirdan haben die Kämpsc begonnen. Der Hakim von Tarfur, Junius Mollah, begann mit 80,000 Mann einen Angriji auf die Provinz el Kab, die zu dem cnglisclp ägyptischen Sudan gehört. Ebenso erhob sich die mnsst- incunsche Bevölkerung in Abn-Naja. Die beunruhigte eng­lische Negierung sandte indische Truppen über das Rote Meer, die bei den Tiflach-Jnseln bei Suakin ausgeschiist wurden. Bei dieser Gelegenheit sollen die Inder gemeutert e.ben, worauf englische Kreuzer den Tiflach-Bezirk beschös­se,,. Ein Zug, der Truppen von Suakin »ach Karthuin bringen sollte, wurde in der Station Tamai von Beduinen- scharen an der Wcitcrsahrt gehindert.

GrucralscldiuarschaU von der Golb bei,» Sclaiulik. Konstantinopel, 1!>. Dez. (28. B. Nichtamtlich.) General- scldiuarichall Freiherr von der tsioltz wohnte gestern zum ersten Mal dem Selanilik bei. Er trug die Uniform eiiwS deutschen Gencralseldmarschalls mit dem Abzeichen des Sonder-Flügeladjutanten de? Sultans. Ebenso wird auch General Zaki Bcy die türkische Uniform mit den Abzeichen de? Flügeladjutanten des deutschen Kaisers tragen. Zeki Be», der ebenfalls dem Selanilik beiwohnte, reist demnächst nach Deutschland ab.

Der rechtmäßige Khrdivr in Berlin. Aus Wien wird gemeldet: Ter Khedive von Aegypten, der bekanntlich jetzt in Wien weilt, wird eine Konferenz mit dein Grasen Derch- tcld haben. Sodann begibt sich der Khedive nach Berlin.

Vom englischen Khedive». Paris. 19. Dez. DerTempo" meldet an? Kairo: Hussein Kemal besteigt ain San---m Sultan den Tbron, nachdem die Absetzung des Khediven Abbas Hilmi verkündet ist. Das beträchtliche Privatver- mögen des Kbediven verbleibt ibin.

London, 20, Dez. (W, B, Nichtamtlich,) Das Pr yjc- burcau melde!: Angesichts des Verhaltens des früheren Khodiven von Aegypten, Abbas Hilmi Pascha, der sich den Fcluden des Kötiigs anschloß. hat sich die Regierung veran­laßt gesehen, ihn des KhediviateS zu entsetzen. Die hohe Würde mit dein Titel Sultan von Aegypten wlirde Sr. Hoheit d«m Fürsten Hussein Kemal Pascha, dem ältesten lebenden Prinzen der Familie Meheined Ali angeboten und von ihni ongenonime». Der König hat den neuen Sultan zum Ehrenritter des Großkreuzes des Ball,-Orden» und zum Präsidenten des Ministerrates, und Hussein Rusihdi

Pascha zum Ehrenritter de» Großkreuzes de» Ordens vom

hl. Michael und hl. Georg ernannt.

Der Burenausstand.

Die aufständischen Bure» vor Gericht. Pretoria, 10.

Dez. (Meldung des Reuterschen Bureaus). Der erste Fall vor dem zur Aburteilung der Aufständischen eingesetzten beson­deren Kriegsgericht wurde gestern abgrschloffen. Der Bur van der Linden wurde wegen des Versuchs einen Aufstand zu or­ganisieren. zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

London, 20. Dez. Wie dem Reuterschen Bureau aus Pretoria gemeldet wird, hat dort die Verhandlung gegen den Burenführer Fourle und besten Brüder vor dem Kriegsgericht begonnen.

London, 2«. Dez. Meldung des Reuterschen Bureaus: Der letzte (?) Führer der Ausständischen im Fretstaate, Cion- roy, wurde gefangen genommen.

§ik iiorlii|djf KönigsriilWlNklikiiilN.

Eine amtliche Verlautbarung. Malmö, 20. Dez. Folgende barnung ist gestern abend nach der Abfahrt des dänischen und norwegischen Königs verösscntlicht worden:

Die Zusammenkunft wurde mittags, den 18. Dezember, mit einer Rede des Königs Gustav eröffnet. Der König hob da­rin den einträchtigen Willen der nordischen Reiche zur Neu­tralität hervor und betonte, wie wünschenswert ein Fortsetzcn gemeinsamer Arbeit zwischen den Reichen zum Nutzen ihrer ge­meinsamen Interessen sei. Der König erklärte ferner, es sei das lebhafte Gefühl der Verantwortung vor der ganzen Welt gewesen, irgend etwas, was zum gemeinsamen Nutzen der drei Völker gereichen könnte, zu versäumen, das ihn bewogen Hobe, die Monarchen Dänemarks und Norwegens zur Beratung ein­zuladen. Die Rede König Gustavs wurde vom König Haakon und König Christian beantwortet. Beide bezeugte» ihre leb­hafte Freude Uber die Initiative König Gustavs und sprachen die Hoffnung aus, daß die Zusammenkunft segensreiche Folgen für die drei Völker haben möge. Die Zusammenkunst endete am 19. Dezember nachmittags. Die Verhandlungen zwischen den Königen und ihren Ministern des Aeußein haben nicht nur das bestehende gute Verhältnis der drei nordischen Rc'che noch mehr befestigt, sondern cs ist auch während der Verhand­lungen in den besondere» Fragen, die von einer oder der an­deren Seite zur Erwägung vorgelcgt wurden, scstgcstellt wor­den Schließlich wurde die Ansicht ausgesprochen, die so glück­lich ringeleitetc gemeinsame Arbeit sortzusührcn und zu diesem Zwecke, falls die Verhältniste dazu Veranlastung geben wür­den, neue Zusammenkünfte zwischen den Vertcrtern der Regie­rungen anzuordnen.

Der König von Schwede» hat in Begleitung der Königin, die gerade aus Saßnitz angekommcn war, um 12 Uhr die Rück­reise »ach Stockholm angetrcten.

Kopenhagen, 2«. Dez.Politiken" schreibt: Mit

größter Ausmcrksamkeit hat man rings in der Welt die Mal- möer Zusammenkunft verfolgt. Man hat aus jeder Seite der kriegführenden Parteien versucht, die Zusamenmkunst als Ci- so!g zu buchen. Man sprach davon, die Zusammenkunst be­deute eine Strandung der Politik der andere» Mächtegruppen, Beide Vermutungen sind ein Irrtum Die Zusammenkunst ist nur ein Ausdruck dafür, daß die Regierungen der nördlichen Reiche einig sind und daß jede Neutralttütspovlitik das einzige Mittel ist, um dem Norden den Frieden zu bewahren und die wirtschaftlichen Nöte zu mildern, welche der Krieg für die nor­dischen Staaten im Gefolge hat, sowie für die Möglichkeit, ei­ner Zusanrmenarbcit der nordischen Staaten festere Formen zu schassen,

Kriegsschiffe als Schub der ncutrascn Handrlsschissc?

DieVoss, Ztg." berichtet aus Malmö: lieber das Er­gebnis der Dreikönigszusammenkunft wird eine gleichlau­tende amtliche Mitteilung erst hcrausgegebcn werden, wenn die drei Monarchen wieder in ibre Hauptstädte znriickge- kchrt sind. Der Korrespondent derBoss Ztg," erfährt aber schon jetzt über den Inhalt und die Fassung, das, die aintliche Bekanntgabe in ziemlich allgemeinem Ton gehrl- ten sein wird. Wenn auch die wirtschaftlichen Beziehungen darin wiedergegcbcn sind, so enthält die zu erlassende Er­klärung doch nichts genaueres über die Richtung, in der sich die heute morgen und heute mittag fortgesetzte politische Unterhaltung bewegt hat. In unterrichteten Kreisen ist inan der Ansicht, daß gerade ein Nichtcingehen ans die Einzelheiten sowohl in den drei beteiligten Königreichen wie ini übrige» neutralen Ausland, hauptsächlich aber auf die kriegführenden Parteien einen größeren moralische» Ein­druck machen werde. König Christian von Dänemark äußerte:Ich bin mit dem Verlauf der Verhandlungen über alles Erwarten zufrieden." Jin übrigen verlautet hier, daß man eine» altskandinavischenConvoi" cinrichte» wolle, d. h. die Kaussahrtrischissc sollen von einem Kriegsschiff eines beliebigen der drei Staaten begleitet werden, die Kricgsüh- reuten » iiidrn dann nicht mehr das Untersuchiingsrccht haben. Andererseits soll die Tatsache der Begleitung durch Kriegsschiffe d-asür bürgen, daß die Ware für neutrale Zwecke bestimmt ist. Ans diese Weise würden die skandi- nnvischcii Länder Baumwolle, Leinsamen und andere aine- rikanische Waren erhalten, ohne den englischen Schikane» ausgcsetzt zu sein. Ob die Einrichtung dieses sogenannten Ecnvoys beschlossene Tatsache ist, entzieht sich noch der Kenntnis. Gesprochen hat man jedenfalls davon. Die Einrichtung findet ein geschichtliches Beispiel in dein ameri­kanischen Unabhängigkeitskrieg gegen England, während dessen Dänemark und Schweden gleichfalls ihrer Handels- fchiffahrf ein Geleit siellte».

Vom Balkan.

Serbien, Köln, l9. Dez, Wie derKölnischen Zeit­ung" ans Sofia gemeldet wird, erklärt dieRjetsch", die

serbischen Ersolge seien nach Ansicht zuständiger Militär?

doch nicht geeignet, Rußland von der Sorge um den serbi­schen Verbündeten zu befreien. Bei der kommende» Wie­derholung des Angriffe? auf Serbien werde dieses wegen Mangels an Kriegsmitteln rmd der allgemeinen Erschöpf, ung nicht widerstehen können. Es brauche dringend Hille von außen, aber wedex auf die Griechen noch ans die Ru­mänen oder Bulgaren sei zu rechnen. Rußland aber babc keine Kräfte verfügbar, nm Serbien zu helfen.

Ein bulgarisch serbischer Zwischenfall. Sofia, 19. Dez. (W. B. Nichtaniilich.) Meldung der Agence Bulgare, Am l6. Dezember nachmittags versuchte eine Gruppe inazedo- nischer Flüchtlinge, die ans 1 18 Männern, Frauen und Kindern aus dem Bezirk Jschtip bestand, die Grenze im Bezirk Struwihe zu überschreiten, um auf bulgarischem Ge­biete Zuflucht zu suchen. Ter serbische Posten, durch zahl­reiche Komitatschis verstärkt, erössnete nicht allein gegen die Flüchtlinge, die überdies in einen serbischen Hinterhalt sie­len, sondern auch gegen den bulgarischen Posten das Feiier, Die Serben stießen gegen den bulgarischen Posten wilde Schreie und freche Beleidigungen aus. Tie bulgarischen Soldaten nahmen Stellung und ließen über den Zwischen­fall Bericht erstatten. Sie enthielten sich aber lange Zeit der Erwiderung des Feuers der Serben, die ununterbrochen gegen die bulgarischen Blockhäuser, sowie gegen die Hütte» und Weiler feuerten, die längs der Grenze zerstreut liegen. Die Bewohner dieser Hütten und Weiler ergriffen die Flucht, Das Feucrgcsecht forderte aus beiden Seiten Opfer. Oie Flüchtlinge konnien sich größtenteils auf bulgarisch'? Ge- biet retten, aber einige von ihnen fielen im Laufe des Fener- gcfechts. Die bulgarische Regierung unternahm unverzüg­lich die notwendigen Schritte, um die Ilufmerksamkeil der serbischen Regierung ans die schwere Verantwortlichkeit zu lenken, die ibr zufalle, wenn aus Hinterbalten auf serbischem Gebiet serbische Soldaten nicht allein ans unglückliche Flücht­linge, sondern auch auf bulgarische Grenzposten schießen, deren Kaltblütigkeit und Geduld durch das häufige Schan- spicl der Mißhandlung von wehrlosen Frauen und Kindern genugsam auf die Probe gestellt seien. Das Erscheinen von serbischen Banden, welche die Rolle von Grenzwächtern spie­len, rufe in nicht minderem Maße Erregung an der Grenre hervor. Es sei zu hoffen, daß die serbische Regierung alle Maßnahmen treffe, um die Wiederkehr ähnlicher Zwischen­fälle, insbesondere angesichts des ununterbrochenen Zustr'ö- mens Flüchtlinge, z» vermeiden.

Bulgarien freut sich über die russische Niederlage. Sofia, 2«. Dez. Das BlattKambana" bespricht die große russische Niederlage und sagt: Die bloße Möglichkeit eines Siege» Rußlands erregte ein Zittern bei allen Neuttalen vom Süden bis zum Norden. Elllckltchcrweise sind die ruWchen Kerntrup. pen bereits besiegt. Damit entschwebt diese Gefahr. D°son- drrs wir Bulgaren sind erfreut über die russische Niederlage, weil auch Rußland sich über das Unglück Bulgariens gefreut hat, und weil nunmehr das größte Hindernis für die Verwirk­lichung der Ideale des bulgarischen Volles beseitigt worden ist. Der Zusammenbruch der russischen Armee ist nicht nur ein Se­gen für die ganze Kulturwclt, sondern bedeutet auch eine Be- srcinng des rusiischen Volkes von den Ketten des Zarismus.

Die enttäuschten Gebrüder Bnxtoa. S a l o n I k, 19, Dez. Die Brüder Buxton sind aus Risch zurllckgekehrt. Sie sind sehr schweigsam. Sie sollen keinen Ersolg in ihren Besttebungen nach einer Annäherung Serbiens an Bulgarien erzielt haben,

Aus Frankreich.

Deutsche Gefangene in Frankreich. Berlin, 19, Dezbr. ?lnsragen über deutsche Kriegsgefangene in Frankreich sind, wie dieNordd, Allg, Ztg." mitteilt, nicht an das Komitee

des Roten Kreuzes in Bordeaux, sondern an das Internatio­nale Komitee vom Roten Kreuz in Genf zu richten,

Franircich wird fromm. Paris, 19. Dez. Maurice Bar- res wird am 22. Dezember in der Kammer einen Gesetzentwurf über die jährliche Abhaltung eines Rationalsciertages zu Ehren der Jungfrau von Orleans einbringen.

Notstand und Kohlenmangel in Paeis. Basel, 20. Dez. E>n Baseler Brief derRaiionalzettnng" bespricht den Kohlen- Mangel in Paris. Bei der leichten Bauart der Häuser und bei dem Fehlen der Vorfenstcr müsien sehr viele liieren, die schon zu den Wohlhabenden gehören. Die Arbeitslosigkeit hält an und stellt gewaltige Anforderungen an die Armeeverwal- tung, die täglich mehr als «v «9« Personen speist, und zwar nicht nur in den Armcnvierteln, sondern Tausende holen sich Unterstützung, die sicher noch nie in ihrem Leben genöttgt wa­ren, sich etwas schenken zu lasten.

Ans Rußland.

Gesährdet« Lage im Kaulajus. Die Reise des Zaren nach Wladikawkas im Kaukasus wird in Kunstantinopel als «in Zeichen dafür angesehen, da Rußland dle Lage lm Kaukasus als gesährdet ansieht. Man glaubt jedoch nicht, daß die Rc)je einen Ersolg haben werde, trotz der Enadenbeweise, di« wahr­scheinlich auf angesehene Mohammedaner herabregnen werden. 9» Prozent der kaukasischen Bevölkerung sicht im Zarismus ihren Todfeind,

Jahrgang 1010. Berlin. 19. Dez, DieB, Z, a. M," meldet ans Sofia: Rach russischen Zeitungsmeldungen sieht

sich Rußland gezwungen, wegen Mangel- weiterer Reserve» demnächst den Rckrutenjahrgang 1910 cinzuberusen.

Bus Belgien.

Der belgische Kriegsbeiirag. Brüssel, 2V. Dez, Die Landtage der neun belgischen Provinzen haben in ihrer gest­rigen Sitzung beschlosicn, die der Bevölkerung Belgiens vom Eeneralgonverncment für die Dauer eines Jahres auserlegle, in Raten zu zahlende Kontributation von 480 Millionen Fr. durch die Ausgabe von Schatzscheinen auszubrrngcn, für welche di« neun Provinzen die Soltdarhaft übernehmen. Die Schatz­schein« werden von einem Banktonsortium, an desien Spitze die belgische Societe geaeral« steht, übernommen »nd bei dem »och