«t. 198
Zwangsenteignungsverfahren.
Berlin. 17. Dez. (W. B. Aintlich.) Der Bundesrat »estaltete heute durch eine Verordnung das Zwangsversah- rcn zur Uebcrnahmc von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, wesentlich wirksamer. Das Zwangsverfahren wird von der zuständigen Behörde dadurch cingcleitet. daß sie an den Besitzer eine Aufforderung erläßt, in der der Antragsteller und die ilinftände bezeichnet werden, un'er denen er die Gegenstände übernehmen will. Kommt eine Verständigung nicht zu Stande, so ordnet die Behörde nach Prüfung etwaiger Einwendungen die Ucberlassung der Gegenstände an. Damit der Besitzer nicht die Möglichkeit hat. über die Gegenstände in der Zwischenzeit anderweitig zu verfügen, kommt die Aufforderung der Behörde in ihrer Wirkung einer Beschlagnahme gleich. Rcchtsgcschöstliche Verfügungen über die beschlagnahmten Gegenstände, sowie Verfügungen, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvoll,iebung erfolgen, sind nichtig. Entziehung aus der Verstrickung wird unter Strafe gestellt. Auch gemein- nübige Organisationen erhalten das Recht, derartige Auf- forderungcn zu erlassen, die auf die Dauer einer Woche die- selbe Wirkung haben, wie die behördliche Aufforderung, zu weiterer Geltung aber der Bestätigung durch die Behörde bedürfen. Wen, die Anordnung zugegangen ist, der ist verpflichtet, die Gegenstände, deren Enteignung ausgesprochen worden ist. bis zum Ablauf der behördlich festzuiekenden Zrist zu verwahren. Für die Verwahrung kann ihm eine Vergütung gewährt weiden. Weiter ist in der Verordnung noch dos Zwangsverfahren fiir ungcdroschencs Getreide geregelt.
Hunde als Kelfer.
Das Nauinburgcr Jäoe "-'aillon ersucht, wie der Mitarbeiter der .Deutschen Tageszeitung" in Halle draht.-t, zum wirksamen Schutz seiner Posten, die im Felde durch die Gewandtheit der farbigen Hilsstruppen unse-cr Feinde im Autchlcichcn häufig Uebersällcn ansgefctzt sind, um Zuführung geeigneter wachsamer Hunde.
faljriirfiörrniiifjipng zu Iilgtndmhr-AebuMN.
Zur Förderung der uirter Leitung der Heeresverwaltung eingerichteten niilitärischen Vorbereitung der männlichen Jugend im Alter von mehr als 16 Jahren treten mit scfortigcr Gültigkeit die n.rchstehcnden Tarifbestimmungen ii' Kraft:
Kahrpreiscrmäßigiiiln im Jutereffe der militärischen Vorbe- rcituug drr Jugend.
1. Zum Zweck der uütitärische« Vorbereitung der männlichen Jugend werden für die Dauer des gegenwärtigen Krieges die Angehörigen der unter Leitung der Heeresverwaltung eingerichteten Jugcndkompagnien im Alter von wehr alS 16 Jahren sowie ihre Leiter und Führer cinschließ- lüi) der Bezirkslcitcr (Vertrauensmänner) behufs Teil- nahnie an den gemeinfchastlichen militärijchen Uebunzen im Gelände aus allen deutschen Staatseifenbahnen, den Reichs- ciscnbahncn und einer Reihe von Privatbahnen, in der 3. Klasse der Personcnzüge — in Berlin und Hamburg- Altona auch der Stadt-, Ring- und Vorortzüge — zum Militärfahrprcis befördert.
Die Mindesttcilnehmcrzahl muß 10 Personen betrage».
2. Die Abfertigung erfolgt mit Befördcrungsschcin, der aus Grund eines schriftlichen Antrag? für einfache oder für Hin- und Rückfahrt ausgestellt imd bei Bcendigimg der Fahrt abgenommen wird.
3. Dem Antrag ist eine Bescheinigung des Leiters der llrbung darüber beizufügen.
a) wieviel Aufsichtspersonen (einschließlich Helfer) und toievicl Jungmannen an der Uebung teilnchmcn,
b) daß die Jungmannen zur Teilnahme an der Hebung berechtigt sind und solckre unter 16 Jahren sich darmrtcr nicht befinden.
Die Bescheinigungen müssen mit dem Stempel oder Siegel des Generalkomnüssariats zur militärischen Vorbe- rcitung der Jugend oder der Ortsbehörde versehen sein.
4. Der Antrag ist bei der Abgangsstation unter Angabe des Rciscwges und -Zieles, der zu benutzenden Züge und der Teilnehmerzahl möglichst frühzeitig, spätestens aber 1 Stunde vorher, bei 100 bis 200 Teilnehmern jedoch 2 Tage und bei mehr als 200 Teilnehmern 5 Tage vorher zu stellen.
5) Zur Aufstellung der Anträge und Bescheinigungen dienen die vom Generalkominissariat zirr militärischen Vorbereitung der Jugend zu beschaffenden Vordrucke, denen auf der Rückseite die vorstehenden Bestimmungen aufgedruckt sind. Zu den Besördcrungsicheinen sind die bei den Fahr- tärteuanSgaben vorrätigen Besarderungsschcine für Sckrul- schrien und Fahrten im Interesse der Jugendpflege (Deut- fcl-er Eisenbahn-'Personen- und Gepäcktarif Teil 1 § 12 E IV und VII zu verwenden. —
Hindcnbnrg's Rede.
txi der Huldigung, die den, Eencralseldmarschall v. £i»-- tcnourfl am Tage der Siegesnachricht in seinem Hauptquartier dargebracht wurde, hielt er mit markiger, doch tief bewegter Stimme die folgende kurze Ansprache:
\a» danke Euch, daß Ihr hierher gekommen seid. Es spricht daraus der Deist, den wir in dtesc» ernsten Zetten ganz besonders haben mühen, der Treue zu Kaiser und Reich, und es wird uns immer gut gehen, wenn wrr dielen Deist besitzen. Run singt noch einen Vers und dann geht nach Hause, denn ich habe noch mehr zu tun.
Brausende Hurrarufe waren di« Antwort aus diese Worte.
Ta geszei tung. Samstag, des 1». Dezember 1914.
Ans der Heimat.
Fricdbrrq, 19. De». Der EinzahlungSkurs für Postan-
Weisungen nach den Ländern der Frankenwährung beträgt Mk. 88. gleich 100 Fr., nach Dänemark, Norwegen »nd ^.cbwrdcn, Mk. 115.— gleich 100 Kronen, nach den Vereinigten Staaten von Amerika Mk. 554.— gleich 100 Dollar.
Ober.Rosbach, lg. Tcz. Morgen Sonntag Abend von 7 Uhr ab wird im „Waldfchlößchcn" ein Vaterländischer Abend z» Gunsten des Roten Kreuzes »nd unserer im Felde siebenden Soldaten veranstaltet. Zwei vaterländische Schaufpiele betitelt „Aus großer Zeit", das uns in die Zeit des Befreiungskampfes bineinvcrfetzt und „Waffenbrüder", lvclches eine Episode aus dem schlcSwig.holstcin'schen Krieg t>on 1864 uns vor Augen führte, werden durch hiesige jrmge Mädchen und Burschen zur Ausführung gelangen. Neben gesanglichen Darbietungen komnren verschiedene vaterländische Gedichte zum Vortrag, und wird auch der unter dem Tichternamen Armin Kraft unfern Lesern bekannte verwundete Kamerad, zur Zeit im Friedbeiger Lazarett, niit einigen seiner sclbstverfaßten Erzeugnissen die Veranstaltung unterstützen, so dnß sowohl bezüglich der Reichbaltig- keit des Programms, als auch in anbeteo.ckit de? guten Zwecks der Sache auf eine reibt zahlreiche Beteiligung gerechnet werden darf, daniit die aufgcwendcte Müde »nd Arbeit durch einen recht schönen Erfolg belohnt werden möge.
Hrsskn.Rosiau.
* ! Usingen. 17. Dez, Unser Herr Landrat Vacmeist.-r, Oberleutnant der Reserve im Infanterie Regiment 145, itt zum mertenmale verwundet worden und zwar durch einen Muskel- schuß am rechten Arm. Er befindet sich zur Zeit in seiner Hei-
JsenburgerLCo.
Pferdehandlung, Friedberg
Telefon 8. _.............
war die ganze Bahnlinie in den Händen der Engländer. Die Eingeborenenstadt Bare ergab sick> Fünf Lokomotiven, eine große Anzahl von Eisenbahnwagen »nd zwei Flugzeuge sielen den Engländern in die Händc. Am 0. Dezcnr- bcr wurde ein englischer Leutnant schwer verwundet. An der Ostbabn wurde am 26. November eine französische Kund- lck-aftcrabteilung angegriffen. Sie verlor zivei Lsil-.'erc und 29 Eingeborene an Toten, ein Unteroffizier crlrg sei- ncn Wunden. 15 Eingeborene wurden verwundet. An d:r nigeiischen Grenze fanden nur kleinere Scharinützel statt, in denen ein englischer Offizier schwer verwundet wurde. Es gelang den Deutschen nicht, über die Grenze vorzndrin- gen. In Nvrdkamcrnn streß eine englische Truvve aus eine
winschaft passende
billig abzugeben.
»il Mi Ulf ssimt im «?
Fass-Schützer wasserdicht, Einlegsohlen, Militär- Dlenslstiefel, Marsül zum Wassertüchlmachen der Stiefel, wanne und leicht enterzuäringende Pantoffel
Vorrätig im
iS Weckerling
Friedberg, dem Amtsgericht gegenüber
Taschen
lampen
Batterien
in grösster Auswahl
Taschenwärmeöfchen Bayer. Sackmesser
bei
A. Baltin-Oppenheimer
Fricdberg I. H.
llsirr hauen einige für Land-
Seite 9
mar Rcuwieb. hofft indessen tu ungefähr 4 Wochen wieder sich an die Front begeben zu tonnen.
* jr. Eschdach. 17. Dez. Bet einem von dem Ausschuß für Kriegsfürsorge dahier vorgenommenen Umtausch von Gold gegen Papiergeld zu Dunsten der Rcichsbank würben bisher 4,560 Mark umgcsetzt. Es ist, „ach verschiedenen Feststellungen, noch viel Gold im Kreise, deshalb: Debet dem Vaterland, was des Vaterlandes ist!
Hie Ehristbelchrrnng
der hiesige» Kleinkinberschulc wirb am Sonntag, de» 7«. Dezember, nachmittags VA Uhr in der Fcsthallc der Augustiner schule stattsinden. Eingang vom Schützenrain. — Erwo-l-sme zahlen 30 Psg,, Kinder 15 P,g. Eintrittsgeld.
Frankiuner Wetterbericht
Vomüegend bewölkt, zeitweise Niederschläge, zei!:: .tig «»■eftlidrc Winde.
Berontwortlich für den polititchen und lokalen Teil: Otto L i r t che I. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch i d l. Friedberg. Truck rnrd Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.. Friedberg r. H.
Äktitii-MWliMeriii.
Wegen des Kampagneschlusses und der dadurch bedingten Lohnabrechnungen mit den Arbeitern bleibt unsere Kasse für Riiben- zahlungen in der Zeit vom 21.—25. ds. Mts. | geschl o ssen.
Tuchlig«
Jiiiintcrorlfllrn
und ein gesucht.
Jca» JVütlev, AimmrrmUr.
Friedderg. kismarckslraße.
Ein Junge,
der seine lliährige kausmannische! Irhczeit dis aus 2 Monate vol I lendet hat und durch den Krieg ausdruch um leine Stelle kam. i !»cht anderweitige Anstellung.
Rohere» in der Expedition der Reuen Tageszeitung.
Achtung!
Bettfever» werden gereinigt und desinfiziert,
Frim/, Desinfellor.
Friedberg i.H.. Ksijerstraße ll4. Bestellung durch Postkarte genügt
Laubünd lllaeirnptrrii
zu verlausen bei
Heinrlh Seiler. Dastwirt. rtntcr Schmitten b. Nidda.
! Achtung vor Nachahmung!
Apotheker Dotier'«
! Krampfmittel.
Mrkiamstev Mittel gegen steifbeinig- kett u. Freß- Unlust der Schweine, llojahr. Ersolg. Flasche nur echt, wenn der palen-, gesch. Ramc Dotter eingebrannt. Zu habe» i 75 Pfennig in der Hosopotgeke I zuin En el und Hosapotheke zum
Mohcen in Feirdbcrg. _
Mehrete hundert teere
ISinoircninften
billigst »bzugcben. Näheres in der Erpedtl. d. R. Tageszeitung.
2-3iminer-WshN«il
mit abgescht. Vorplatz und Zubehör an ruhige Leute p. to'ort -„vermieten, NäheresFriebberg« Fauerbach, Klau enitr. 12.
Für die
cicitnpc
empfehle:
jfrinrs Kichkil-Krhl
per Pfd 2b Pig.
grosse Rosine»
per Pfd. SO Psg.
<5orinlhcn
per Pfd. 50 u. 60 Psg.
Sultaninen
per Pfd. 80 Psg.
Mandeln
per Pfd. 1.50 Mt.
Danitklll rifrn nrofjf
per Pfd. 1,70 Mk.
Schmal! pr. ttin
per Pfd. 06 Psg.
Sdjmnli (trloli-S|ifilrfrlt
per Pfd. 74 Psg. Hochfeine
Siilirnljm • enffl'Jllntprinr
per Psd. 06 Psg.
45lorft iiorolnör
per Pfd. 1,20 Mk.
<kafkl-<lhololadr
in diversen Sorten
(Torao pr. rein
pei'/. Psd. 4-(50, v. 60 Pf. Llske in rortiigt, Ohiclität
per */, Psd.75.100 u, 125Pf.
Ii». .tzasclnnssc
per Psd. ."'5 Psa. H
Fkioru jirr 44 pf§. {teilt. Zucker
per Pfd. 24 Psg.
feines Salatöl
per Liter 1,20 Mk.
gebe. Kaffee
in eigner Rösierri gedronnt p. Pfd. 1,50, 1.60, 1.70 Mk.
ItasMta
für Lebensmittel
Friedberg, Hanauerstr, 3.
Filiale in iiungcii.
Bitzenstr. 3.
Laternen
sturmsicher, sclbstverscrtigt, große Auswahl.
Reparaturen billigst,
Hch. Schmidt, bstmsslekairchrr,
Fiicddeeg. Vorstadt z. Darlen 13.
Ferner
Eröifnnnll
einer neuen Filiale
ZkollharLIßrakc ilr. MI
am nächsten Montag, j
unteren Dunajec dauern sort. Die Russen haben sich somit ii Kathien neuerdings gestellt, I» Südpolen erreichten wir di»
Stida.
Der Stellvertreter des Chefs des Deneralstabs: o, Höfer, Fcldmarschalleutuant,
Der Nückzug der Russen.
Wien, IS, Dez. |W, B. Richtamtlichs, Die „Reue Fr. Presse" meldet nach der „Dazetta Kraioweka" vom l7. Dezbe.: Der Feind wird Tag und Nacht unausgesetzt verfolgt. Unsere Truppen rückten heute in Iaslo ein. Nach Krakau wurden heute größere Abteilungen von «esangenen gebracht, fast ausschließlich Polen, Sie gehörten dem russischen Infanterre-R«.


