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ift Dies darf aber keinen Anlab zu einer Aenderung der allgemeinen Flottenpolitik der Admiralität geben.
Dieser Bericht tennzeichnct einerseits die Verlogenheit der englischen Berichterstattung und andererseits die Kopflosigkeit,
in die die englische Regierung Lurch den kühnen deutschen Vor- sich geraten ist. Zn der ersten Bestätigung nämlich hat Eng- land selbst zugegeben, »ob er sich bei Hartlepool und Scar- borough um befestigte Plätze handelte. Wenn man jetzt die Augen darüber verdreht, daß Deutschlands Flotte unbefestigte englische Plätze angreist. so ist dies eine Heuchelei, die man ja vom perfiden Albion gewohnt ist. Erheiternd wirkt es. wenn die Engländer von deutschen Verlusten spreche». Woher wollen ne denn Kenntnis davon haben, Latz die Deutschen überhaupt nur den mindesten Schaden bei der Beschießung der beiden englischen Städte erlitten haben.
Bestürzung in London.
Rotterdam. 17. Dez. Wie aus London gemeldet wird, .lesen die Nachrichten von der neuen Beschießung der cnglishcn Küste durch deutsche Kricgsschijse große Bestürzung hervor. Die lldmiralität wurde um Auskunft geradezu bestürmt. Dichte .Renschenmassen stehen vor dem Gebäude.
Der Eindruck in Paris.
Aber den Eindruck des deutschen Angriffs auf die englisch: riiste in Paris meldet der „Berliner Lokalanzciger" aus Senf: Die Pariser Zensur gab erst frühmorgens die Depesche über ?or Seeegefecht bei Scarborough frei, daher das verspätete Er- cheinen der gestrigen Zeitungen, die nur in Ucberschriften der .arken Verblüffung über die völlig unerwattctc -rutsche Marineaktion Ausdruck gebe» konnten. Sämtliche Ablei lungsvorständ« des sranzöfische« Marineamtes wurden zu e! r Sondersitzung einberuscn.
Antzerdeutsche Urteile.
Wien, 17. Dez. (Nichtamtlich). Das „Extrablatt" schreibt ,:i dem deutschen Flottenangiljs: Die deutsche Flotte bewies .bcrmals. daß sie aktiver, schlagfertiger und unerschrockene: ift ls die gegnerische. England hat eine neue Lektion bekommen, reine Anmaßung, das Weltmeer zu beherrschen, wird mit jc- em Tage lächerlicher und das ist eines der besten und wert- ollsten Ergebnisse, die der Krieg bisher zeitigte. — Die Reichspost" sagt: Der unternehmende (Seift der deutschen flotte ist nicht nur durch den Heldentod des Grafen v. Spee and seiner Mitkämpfer nicht erlahmt, sondern neu belebt wollen. Von dem gleichen Geiste wie Gras v. Spee. der schon angst den Todfeind Deutschlands erkannt hatte und entschlossen war, sein Leben für die Niederringung dieses Feindes einzu- -tzen. ist dis ganze deutsche Flotte beseelt, das gestrige deutsche lnternchmen wird von der ganzen Bevölkerung am Rhein und in der Donau mit dem heißen Wunsche begleitet, mit dem die putschen Soldaten in Westflander» einander grüßen: Gott rase England!
Amsterdam, 17. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Der Nicuwe Nottcrdamsche Courant" meldet aus London: Es ist »nötig, zu sagen, daß'dcr Angriff auf die Ostküste hier tiefen Lindruck machte, obwohl das ruhige Aussehen Londons nicht -stört ist. Die Menschen erwarten gespannt die weitere Ent- icklung der Ereignisie, über die die Admiralität Mittcilun- en versprach. Inzwischen erhellt aus den Berichten, daß in e„ beschossenen Städten der Schaden nicht unbeträchtlich ist; »runter befindet sich auch ein altes Kunstdenkmal in Yottshire. .Evening Post" sagt, daß die Beschießung von Scarborough bei iclen den bereits gefaßten Plan zur Ausführung brachte, sich ei einem Einfall in Sicherheit zu bringen. Die Bahnzüge us Scarborough hatten viel mehr Passagiere als gewöhnlich, in Augenzeuge erzählte einem Berichterstatter der „Porkshirc lost", daß in Scarborough tausende aus den Häusern aus die itraßn strömten, nach der Eisenbahnstalion und in der Ri'ch- :ng der Hauptstraßen nach dem Innern des Landes zogen. Sic wenigsten hatten etwas bei sich. Die meisten verließen de» z in Port. Vom Zuge aus konnte man de» ganzen Auszug . Menschen nach dem Innern des Landes mit Kindern auf arrcn und alle» mögliche» anderen Fahrzeugen wahrnchme.:.
Der österreichische GeneralftaZ jj _ meldet: —— —— t 1
Wien. 17. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Amtliches Kom- unigne. Die letzten Nachrichten lassen nicht mehr zweifeln, -iß der Widerstand der rujsifcn Hauptmacht gebrochen ist. n Siidslügcl in der mehrtägigen Schlacht von Limanowa, im erden von unseren Verbündeten bei Lodz »nd nunmehr an der ;»ra vollständig geschlagen, durch nnsrre Vorrückung über die arpathen von Süden her bedroht, hat der Feind de» allgemei- » Rückzug angetreten, den er im Karpathen-Vorland, hart- iäig iömpsend, zu decken sucht. Hier greise» unsere Truppest st der Lin!« Krosno—Zaliiczq» an. An der übrigen Front die Verfolgung iw Gange.
Der Stellvertreter des Chefs des Ecnerakstabs: v. Hofer, Generaimajoi.
Die Käniple iu der CnkciPina.
W icn. 17 Dez. (W. B. Nichtamtlich). Die „Reichspvst" :dcl c;s Czernowitz vom 12. Dezember: I» den letzten Ta- » kam es zwischen unseren und den russischen Truppen in der stow,na zu kleineren, für uns durchaus erfolgreichen Eesech- I. stohireiche Äufklärungspatrouillen der Rusien wurden :s gefangen, teils ergaben sie sich.
K i m p o l u n g , 16. Dez. Die Rusien werden in den Boviner Bergen starl durch aus Bergruthinen (Huzulen) gebil- l« Feeilorps belästigt. Die Huzulen, di« eine ausgezeichnete crraintcnntnis besitzen, verbergen sich in den Bukowiner Ur- ildern und überfallen plötzlich russische Truppen, wobei sich t größere rrbrttertc Kämpfe abjprelen, in denen die Rusien hrblschc Verluste erleiden, Bisher wurden mehrere größere
Reue Tageszeitung. Freitag, 8e» 18. Dezember 1814
Abteilungen gefangener Russen van den Huzulen ins öfterre>.
chisch-ungarlsche Lager «ingebracht. Die Kümpfe tragen zumeist den Charakter einer Guerilla. Die Organisation der Huzulen ist ausgezeichnet, der Andrang der Bergruthenen zu den Freikorps gegen die Rusien sehr groß.
Der Rückzug aus Serbien.
Budapest, 17, Dez, lieber den Rückzug unserer Truppen aus Serbien wird mitgeteilt, daß in erster Reihe der vor Arangielowatsch und Liianowatsch sowie südlich von Valiewo i» vorbereiteten Stellungen entfaltete Widerstand der in der Uebermacht befindlichen Serbe» maßgebend gewesen sei. Unsere durch das Vordringen ermüdeten Truppen waren gegenüber der Uebermacht außerstande, eine entsprechende Offensiv- Iraft aufzubringcn,
Wien, 17. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Die „Reichspost" meldet aus Salonik voni 6. Dezember: Ueber Salonik gehen ununterbrochen Kanonen, Munition, Waffen und Lebensmitte! in ansehnlichen Mengen nach Serbien, Vor drei Tagen sind sogar sranzösischc Osfizicrc und Soldaten, die mit dem französischen Schlachtschiss „Waldeck Rousseau" eintrafen, nach Serbien abgcgangen. Der Verkehr aus der gesprengten Wardar- brückenstrecke wird durch Umladung hergestcllt.
Die ößerrMilihe Kriegsanleihe.
Wien, 17, Dez. Dre hiesigen Blätter heben hervor, daß die Zeichnung von mehr als drei Milliarden Kronen auf die Kriegsanleihen in Oesterreich-Ungarn ein alle Erwartungen iibertreffcndes Ergebnis bedeutet, das ein glänzender Beweis der wirtschaftlichen Stär!« der Monarchie genannt werden kan».
Der Krieg im Orient.
Ein türkisches Dementi. K o n ft a n t i n o p e l, 17. Dezbr. (W. B. Nichkamtlichs.Das osmaniiche Jnformationsbureau dementiert amtlich in kategorischer Weise die Gerüchte, wonach die Dardanellen von den Russen, die angeblich in diese eindrangen, beschossen worden seien, oder daß die Rusien Trape- zunt neuerdings bombardiert hätten.
Eine Aktion der englischen Flotte? Loi^don, 17. Dez. Reuter meldet aus Athen: Ein Telegramm aus Mytilene
mildst, daß die englische Flotte am Montag die türkische Trupps beschoß, die an der Nordküste des Golfes von Teros, nördlich von den Dardanellen zusammcngezogen ist. Einzelheiten fehlen noch.
Deukfche Hilfe für die Türkei. Berlin, 17. Dez. Etwa 200 deutsche Sanitäts-Soldaten werden, der „Bosiischen Ztg," zufolge, demnächst zur türkische» Armee nach dem Kaukasus ab- rcisen,
Australien und Japan.
Tokio, 17. Dez. Jiu Verlauf der Parlaurerttstagung stellten Deputierte der Opposition auf Grund australischer
Angaben fest, daß die australische Bundesregierung verlangt habe, die Operationen der japanijchen Flotte sollten sich auf den Nauin nördlich des Aequators beschränken.
Ans Frankreich.
Zustände bci den Verbündeten. Aus einem Feldpost- tiief, den die „Köln. Volksztg." von einem Angestellten ihrer Geschäftsstelle erhielt, entnehmen wir folgende Stelle:
Täglich kommen Neberläufer, durch Hunger und Kälte gezwungen. Sie alle erzählen, daß es sehr traurig bei ihnen anssicht. Die Engländer wären im Rejervegraben imd würden „sich dick und satt fressen", während sie im erst:» Schützengraben lägen und seit drei Tagen nichts bekommen hatten. Es scheint gar keine Kameradschaft unter unseren Feinden zu herrschen. Die Franzosen sehen jetzt erst ein, wie schlvcr sie betrogen worden sind. Sie teilten mrS mit: Wenn sie sich Essen holen wollten, würden sie von englischen Offizieren niit dcni Revolver zurückgetrieben.
Dir marokkanischen Todesurteile. Berlin, 16, Dez. Die „Kölnische VolkSzcitnng" meldet aus Casablanca:
Aus privatem Weg hier eingegangeneri^llachiichteii zu- fclge ist das gegen drei deutsche Ansiedler in Marokko aus- gcsprochene Todesurteil in Gefängnisstrafen von je zwei Jahren rimgcändert worden. Ueber die Begründung dieses Urteils ist nichts bekannt.
Es handelt sich hier um die deutschen Rcichsangeböri- gcn Brandt, Krake und Ficke, die wegen angeblicher Verschwörung gegen die französische Herrschaft in Marokko bald nach Kriegsausbruch vor das Kriegsgericht in Casablanca gestellt wurden.
Nicht in Uniform. Von den Mitgliedern der Depu- tiertcnkammer, die demnächst in Paris zusammentrcten soll, befinden sich etwa 186 ini Feldzug. Es wurde ihnen be- deutet, daß sie mir in Civil zu den Verhandlungen erscheinen dürften, hingegen soll ihnen, wie uns versichert wird, das Tragen eines Regenschirme? gestattet sein.
Ans Rustland.
Die Demoralisierung de» russischen Heeres. Bus Wien meldet der „Berliner Lokalanzeiger": Aus Sofia wird berichtet: Der bekannte russische General Radko Dimitriew schrieb an einen Sofioter Bekannten einen Brief, in dem er behaup. tete, daß sich in den Mannschastskreisen der russischen Anne« Zeichen einer Zersetzung bemerkbar machen, und daß er jetzt auch einzusehen beginn«, weshalb man in Rußland aiich selbst die russische Armee als demoralisiert bezeichne. Er sei Augen- zeug« davon gewesen, daß di« Mannschaften die Aussühru «g des Befehl» verweigert haben, und dt» Offiziere ohnmächtig zusehen mußten, wt« dt» Mannschaft«», obwohl st» in der Uebermacht waren, dt« Flucht »rgriffen.
Di« Abschließung Rußland». Köln. 17. De,. Wie die „Kölnische Zeitung" erfährt, hat England außer d«m großen Eisbrecher „Kanada" «m 21. November einen zweiten kleinen
Eisbrecher nach Archangelsk geschickt, der das Eis in den Bin. nenhäfen brechen soll. Alle diese Maßnahmen sind aber nicht imstande, eine Absperrung des Eismeeres und damit Rußland, zu verhüten. Die gegenteiligen Behauptungen der Engländer und Russen werden bald durch die Tatsachen widrlegt wrden.
Die Schwierigkeiten der russischen Rekrutierung. Sofia, 17, Dez. Hiesige Eroßkaufleute haben Nachrichten aus Rußland bclommen, in denen Mitteilungen über die Schwierigkeiten enthalten sind, die in Rußland der Einberufung der Reichswehr begegnen. Etwa die Hälfte der Lauern muß mit Gewalt zur Emlleidung gezwungen werden. Viele sind geflohen. In Rnpansk kam es zu einen, Aufruhr und es erfolgten Massen. Verhaftungen.
Ossrziersmangel bei den Rusien. Ein schwedischer Reseioe- ostizier in Upsala erhielt von einem hohen russischen Beamten des finnischen Postauttes ein Schreiben, worin ihm unter der Versprechung eines höheren Dienstgrades und einer bedeutenden. Geldprämie, sowie einer besonderen Auszeichnung bei Friedcnsschluß, das Ansinnen gestellt wurde, in russische Dienste als Instrukteur der Reservetruppen zu treten. Außerdem wurde dem schwedischen Ossizier zugemutet, er solle unter seinen Kameraden für deren Uebertritt in die russische Armee werdcn. Dabei wurde ihm die Zusicherung gemacht, er könnte im Falle des Ausbruchs eines schwedisch-russischen Krieges ungehindert nach Schweden zurücklehre». Der Ossizier wies die russischen Lockungen entrüstet zurück. — Als in Stockholm eie Machenschaften, mit denen Rußland sein Offizierkorps in Schweden ergänzen will, bekannt wurden, glaubte das Petersburger Nachrichten-Bureau de» peinlichen Fall dadurch aus der Welt schassen zu können, daß es solgendcs Commumque verösfcntlichlc: Die Deutschen begnügen sich nicht damit, nach jedem Kampf zu melden, sie hätten russische Soldaten zu Tan. senden gefangen genommen, sie suche» nun auch mit allen mag. lichen Mitteln die russische Regierung zu kompromittieren, -. Diesen russischen Rcchtserttgungsversuch wies „Aftenbladet" nü- den Worten ab: Die vom amtlichen russischen Nachrichten. Bureau angezweifelte Meldung stammt nicht aus Deutschland. Der schwedische Reserveoifizier hat uns das Schreiben des ruf. fische» Postbeamten im Original vorgelegt,
Di« russischen Sozialdemokraten. Genf, 17.'Dez. Das Organ der russischen Sozialdemokraten in Paris, „Eokos", nimmt offen gegen die liberale Presse Rußlands, die die ruh fische Negierung unterstütze, Stellung und geißelt die Heucheket, wonach der russische Krieg ein Befreiungskrieg wäre,
«Ile radikalen Mitglieder der Duma vrrhastkt. Wien, 1ü. Dez, Nach einer politischen Korrespondenz aus Bukarest zu» geheuden Mitteilung bericht«» aus Rußland dort eingetiisf-ne Reiiende, daß nicht nur die Führer der Soztaltsten, sondern überhaupt alle radikalen Mttgitcder der Duma verhaftet worden sind.
Aus England.
Ein Riesenpump i» Euglaud. Basel 17. Dez. (W B. Nichtamtlich). Nach einer Londoner Meldung »erhandelt Rußland mit Londoner Banken wegen der Emission von 10 Millio- nen Psund ruffischer Kriegsanleihe in England.
Selbsterkenntnis ist der erst« Schritt zur «»sieruag. Aus
Amsterdam wird gemeldet: Di« „Daily Mail" schreibt in einem Leitartikel: Wenn wir in den nächsten Tagen hundett- tausend Mann nach der Front senden könnten, so wäre der Kampf in Flandern vielleicht bald erledigt. Aber weder wir noch unsere Verbündeten können das. Wenn als» von Ppern aus etwa ein Fortschritt gemeldet wird, so bedeutet das nicht etwa auch nur den Anfang vom Ende des Krieges. Vorläu fig ift Deutschland noch gänzlich srei vom Feind und sein Besitz Belgiens nicht im geringsten erschtzttert. Zwischen dem, was wir erreicht haben oder in naher Zukunft erreichen können und dem, was wir zu erreichen uns bestrebt haben, klafft eine un- gcheueilich« Kluft, die zu Überdrücken die denkbar größten Opfer aller Verbündeten noch immer nicht groß genug sein werden.
Die Verlust« des englischen Eepeditionskorpo. London, 17, Dez. Das Piesiebureau teilt mit, daß das englische Expeditionskorps bis zum 11. Dezember 3871 Offiziere verloren hat. nämlich 1133 Tote, 2225 Verwundete und 513 Vermißte, oder Gefangene. Bis zum 11. November hatte der Verlust 2120 Offiziere betragen. Die Verlustliste enihält 15 Generäle, 1Ü8 Oberste, 322 Majore, 1123 Hauptleute und 2363 Leutnants.
Ein Deutscher sucht in einer Kiste aus England zu entkom- men. Ein Deutscher, namens Otto Koehn, der versucht hatte, in einer Kiste aus England zu entkommen, wurde bei der Einschiffung in Tilbary auf einen Dampser der Bataoialinie entdeckt und nach dem Kouzenttationslagcr in Dorchester gebracht. Es heißt, daß Koehn Offizier der deutschen Handelsmarine ist.
Das Ejjerue furo; 1. El. für de» Lkichskanrler^
Berlin, 17. Dez. Der Kaiser hat dem Reichskanzler' v. Bethmann-Hollweg einige Zeit nach der Rückkehr von der Ostfront und nach der Reichstagssitzung das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen.
General Kronlart v. Mellendorf f.
In Marienhof in Mecklenburg ist der ehemalige preußisch« Kriegsminister Dr. Walter Bronsart von Schellendorf gestorben. Bronsart von Schellendorf war am 21. Dezember 1833 in Danzig geboren. 1851 trat er als Portepeefähnrich in das 1. Infanterie-Regiment. Schon 1880 wurde er als Oberleutnant in die Topographisch« Abteilung de» Großen Eeneralst.-be» kommandiert. Den Sturm aus die Düppelee Schanzen machte er al» Hauptmann mit, auch an der Schlacht von Königgrätz nahm er im Großen Hauptquartier teil. Bei Ausbruch de» Deutsch sranzöstschen Krieges wurde er zum Chef dr» Generalstabes des 9. Armeekorps ernanitt und inacht« hier die Schlachten von Mars la Tour, Graoelotte, Orleans und Le Man» mit. Rach verschiedenen Kommanoo» in Württemberg unk Mecklenburg erhielt er 1879 die Führung der 31. Insanterie- brigade, 1881 die der 17. Division. Nach dem Regierungoan-


