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Sir. 296

diene Tageszeitung. Donnerstag, den 17. Dezember 1914

Zum

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer getroffenen ' 'erlöste unseres teuren Entschlafenen sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren

herzinnigen Dank.

Besonderen Dank dem Provinzialausschuss der Landwirtschafts­kammer, dem Bezirksausschuss Vilbel, dem Vorstand der Ver­einigten Landwirte, dem Kriegerverein Ober-Erlenbach, dem Bauern­verein Ober-Erlenbach, sowie den Beamten der Station flolz- hausen v. d. H. und allen Beteiligten von Holzhausen u. d. Umgebung.

Ober=Erlenbach, den 17. Dez. 1914.

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Anmeldung zur Landftnrmrolle.

Die Landsturmpslichtigen 2. Aufgebots, die in Friedberg und dem Stadtteil Fauerbach wohnen oder fich aufhallen, ha­ben stch in der Zeit vom 16. bis 20. Dezember d. I. im hiesi­gen Stadthaus, Zimmer Nr. tv, 2. Et., zur Elntragung tn die Landsturmrolle anzumelden.

Meidepfiichtig sind alle militärisch nicht ansgibUdeten Landsturmpslichtigen, die in der Zeit vom 1. August bi» 81. Dezember 1863 oder in den Fahren 1876 bis 1876 geboren sind.

Die Militärpaxiere (Landsturmschein oder Ersatz-Reseroe- pnß> sind vorzulegen. Cosern der Meldepslichtige dies« Pa­piere nicht besitzt, hat er sich durch andere behördliche Urlunben über seine Person auszuweilen <z. D. Geburtsschein, Tauszeug- »is, Heiratsurkunde, Fnvalibenkartes.

Strafbestimmungen: Wer die sristzeitige Anmeldung zur

Landsturmrolle nicht bewirlt. wird mit Freiheitsstrose von 6 Monaten bis zu 6 Jahren bestraft, sosern nicht wegen gah- nenslucht eine härtere Strase verwirkt ist.

Friedberg, den 15. Dezember 1914.

Der Bürgermeister: Stahl.

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Die lieben Kleinen unserer hiesigen Kleinkinderschule wollen wir mit linder Hand an der Kricgsnot vorübersühren und ihnen auch diesmal die Freude einer Chriftbcscherung be­reiten. Mir bitten deshalb um gütige Zuwendung von Geld und sonstigen, ihr Herz erireuenden Gaben in der angenehmen Hojsnung. daß wir auch jetzt nicht vergeblich bitten.

Friedberg, am t. Dezember 1314.

Fräulein Amalie Blum. Frau Pfarrer Klcberger.

Frau Kreisrat Freifrau Schenk zu Schweinsbcrg.

Frau Bürgermeister Stahl. Frau Kaufm. A. Weber.

Bekanntmachung.

Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Apo­theken der Stadt Friedberg künftig abwechselnd in monat­licher Ablösung während der Nachtstunden geschlossen sein werden. Cs ist also nur eine der Apotheken nachts zur Verfügung der Bevölkerung. Welche Apolheke den Nacht- dieiist hat, ist durch Aushangschild an beiden Apotheken er­sichtlich. Außerdem werden alle Veränderungen im Nacht- diensl durch Anzeigen der Apothckenbesitzer in den Fricd- berger Tageszeitungen veröfsentlicht werden.

Friedberg- den 24. November 1914.

Großhcrzogliches Kreisamt.

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für die Verwundeten.

Das diesjährige Weihnachtssest soll auch unseren Fe* wundeten Kameraden in den hiesigen Lazaretten eine» Strahl dankbarer Liebe für ihre großen Opfer drautze» im Dienste des Vaterlandes bringen und ihnen in der Hei­mat eine kleine Freude bescheeren. Darum bitten wir olle Freunde derselben in Stadt und Land um Geschenke aller Art, besonders um praktische Gegenstände (Wollenes Unter­zeug, Hosenträger, Geldtäschchen, Briefpapier, Taschenlämp­chen, Zigarren, Tabak, Aepsel, Nüsse und dergl.) und Bücher oder um Geldspenden, die es ermöglichen, den Weihnachts­tisch für unsere Verwundeten zu decken und das Herz der vielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ihren Lieben feiern müssen, ein wenig zu erfreuen. Gaben für bestimmte Verwundete, die etwa dem Geber nahestehen, werden am besten verpackt und mit Namensangabe des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Frau Oberinspektor Koch in der Gewerbeschule spätestens bli zum 15. Dezember einzusenden oder abzugeben.

Prof. Werner. Stabsarzt Dr. Achert. Oberinsv. KoH