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»eralität und bet Diplomatie, darunter des deutschen Botschafters mit dem Botschaftsrat Dr, Kllhlmann und dem Dragon,an -'lieber, sowie der deutschen Militärmission in einer besonderen Loge- Pünltlich um 1 Uhr erschien der Sultan in Begleitung des Thronfolgers und der anderen Prinzen sowie des Khedi- oen, mit dem der Sultan sich vor der Einnahme seine» Platzer ungewöhnlich lange unterhielt. Im Mittelpunkt' de» Intcres- jer sland von der Goltz Pascha, der sich in der Begleitung des Sultans bcsand und in der Hosloge Platz nahm. Nachdem der Sultan nach allen Seiten huldvollst gegrüßt hatte, fand die Verlesung der Thronrede statt, die der Traditionen entsprechend schweigend entgegcngenommcn wurde. Nur eine gewisse Bewegung ging durch die Versammlung, als der Heilige Krieg und die glorreichen Waffenlaten der deutschen und österreichisch-ungarischen Bundesgenossen erwähnt wurden, Das der Thronrede folgende Gebet wurde zum crstenmale in dem türtischen Parlament in arabischer Sprache gesprochen. Nach der Abfahrt des Hofes und des diplomatischen Korps begann die erste Sitzung unter der Leitung des früheren Präsidenten Halil Bcy.
Vom Baltarr.
Serbische Vorsichtsmaßregeln. Athen, 15, Dez. Die serbischen Behörden haben nach Sprengung der Vardarbrllcke bei Udowo vier Reserve-Bataillone zur Bewachung der Bahnlinie von Sechowo bis Pirot kommandiert. Die bulgarisch sprechende» und türkischen Dörfer, welche die Komitadschis unterstützten, wurden entwaffnet.
Was macht Rumänien, Kopenhagen, 15. Dez. „Ver- lingsle Tidende" erfährt aus Paris, alle dort wohnenden jun- geu Rumänen hätten Befehl erhalte», sich auf der rumänische» Gesandtschaft zu melden.
T c bemerkenswerte Stimme.
Mailand, 14. Dez. (SB. B. Nichtamtlich). „Sole", das hervorragendste, täglich erscheinende Finanzhandelsblatt, bespricht die handelspolitischen Folgen des Krieges für Italien und kommt dabei zu dem Schlüsse, daß Italiens Interessen durch einen Sieg Englands und Frankreichs keine Förderung erfahren würden. Beide Mächte hätten schon jetzt die Herr- schast im Mittelmccr an sich gerissen und wurden dann noch verstärkt, um von ihren Wachtposten Gibraltar, Suez, Bizerta und Malta »och stärker auf Italien drucken zu können, und ihm jede Entwicklungsfähigkeit rauben. Die Verstärkung der deutschen Flotte im Mittclmecr würde dagegen zur Herstellung des Gleichgewichtes unter den Großmächten zum Vorteil« Italiens beitragen. Vielleicht könnten dann sehr wahrscheinlich da keine Verringerung der Machtstellung Italiens in der Adria zu befürchten ist, durch friedliche diplomatische Verhandlungen auch die diesbezüglichen Wünsche Italiens ihre Erfüllung finden.
Aus Italien.
Eine anständige Rede im Senat. Rom, 15. Dez. (SB. B. nichtamtlich). Eine großzügig angelegte häufig von Beifall unterbrochene Rede hielt der Senator Earofalos im Senat. Slus seiner Rede ist folgende Stelle erwähnenswert: Wir können keine Feindseligkeiten gegen Nationen unternehmen, mit denen wir so lange verbündet gewesen sind, und auch nicht gegen andere Nationen, mit denen uns Bande der Rassenver- wandtschaft einen. Es ist daher nicht schön, wenn von einigen der Gedanke vertrete» wird, daß Italien sich Vorbehalte, in de» Kamps einzutreten, um dem Besiegten de» Gnadenstoß zu geben. Es ist nicht schön, wenn wir unsere Hilfe verschachern und nicht vor einem schändlichen Verrat zurückscheuen. In der Regierungserklärung hatten die Worte, die sich aus unsere Aspirationen beziehen, nicht weniger den Orient als den Occidcnt im Auge. Trotzdem haben einige »ui nach einer Richtung geblickt. Man darf hoffe», daß einige Städte, in denen man italienisch spricht, nicht immer von uns getrennt bleiben, aber das ist eine Erwägung, die wir mit anderen Nationen gemein haben. Heute ist es wünschenswert, daß die Völker national ge- dr' 'leiben. Aber der Wunsch, eine Sache zu besitzen, recht- j noch nicht eine gewaltsame Slktion, sich ihrer zu bemächtig, o.
Die Schwei; viihm- des Weltkriegs
Bafel, 15. Dez. (SB. T, B. Nichtamtlich.) Das Schweizer Handelsdepartoment veröffentlicht eine Tabelle, welche zeigt, wie sehr die Einfuhr in den ersten drei Kriegs- inonatcn zurückging, Die Blätter weisen überzeugend nach, daß die Schweiz ihre eigenen Bedürfnisse nicht decke» könnt: und dass daher die Behauptung, sie bezöge Waren für andere Staaten, gänzlich unhaltbar ist. Die Tabelle weist auch darauf hin, wie schwer die schweizerische Dollswirtschaft ,m!cr dcu Einfuhrschwicrigkeitcn leide, welche bei deren Fortdauer zu Arbeitseinstellungen in den verschiedensten Industrien führen würde.
Dic (lnijchiidiyiina für turemdurg.
Berlin, 15. Dez. Die der lnrcmbnrgischen Regierung angewiesenen Entschädigungsgcldcr belaufen sich auf 1,9 Millionen Mark. Davon sind 1,15 Millionen Mark bereits ansgczahlt.
Die Lage in Belgien.
-Hot Vaterland" enthält einen Bericht aus Belgien, ui du: den ins Ausland geflüchteten besser situierten Bel- .icr» nahe gelegt wird, unverzüglich nach der Heimat zu- cückzukehrcn. Sic hätten sowohl in Antwerpen wie in Brüssel von den Deutsche» nichts z» fürchten. Ihr Platz sei ,n der Heimat, wo sic mit ihrem Geld viel Gutes stiften könnten. Sie brauchten nicht in den ersten Hotels in der Fremde zu wohnen
Besonders ausgefallen sind deni Mitarbeiter des „Vaterland", der erst jetzt aus Belgien zurückgekommen ist, d!> Gcgcnjätz^ die sich in Belgien abspielen. Während in den
Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 16. Dezember 1911
Dörfern größtes Elend herrsche, sehe man in Brüssel wieder den gewohnten Luxus sich entfalten.
Zujummukuust der uMlhtil Könige.
Stockholm, 15, Dez, Das ofsiziösc „Swenska-Telegra- fen-Büro" meldet: Auf Anregung des Königs von Schmede» wird am Freitag, de» 18. Dezember eine Zusammenkunft zwischen den Königen von Schweden, Dänemark und Norwegen in Malmö stattfinde». Die Könige werde» von ihren Ministern des Sluswärtigc» begleitet sein. Diese Zusammcnkunst ist ein Ausdruck für das gute Verhältnis zwischen den drei nordischen Reichen und für die zwischen ihnen bestehende vollständige Einigkeit, ihre bis jetzt beobachtete Neutralitätspolitik aujrccht zu erhalten. Das Zusammentreffen bezweckt insbesonders, den beteiligten Regierungen Gelegenheit zu geben, sich über die Mittel zu beraten, die i» Frage kommen könnten, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die der Kriegszustand für die drei Länder mit sich bringt, zu begrenzen und zu hemmen.
Vereinigte Staaten v. Amerika.
Lehre» aus dem Seekrieg. Washington, 15. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) In dein Berichte des Marineministers heißt es: Die jüngsten Ereignisse im Seekriege haben das Vertrauen in die Unterscebooie gckräitigt. Das Marinc- amt schlägt deshalb eine erhöhte Zahl von Untcc- secbootcn und einen ausgiebigeren Gebrauch dieser Waffe vor. Die amerikanischen Marinefachleute glaube» jedoch, daß der Dreadnought nach wie vor den hauptsächlichste» Bestandteil einer guten Flotte bilden muh. Die Vereinigten Staaten stehen in Bezug auf die Unterseeboote nach der Ausstellung vom Juli 1911 an dritte Stelle. Deutschland, das eine größere Flotte besitzt als die Vereinigten Staaten, hat weniger Unterseeboote, Japan nur halb so viele. Was die Vereinigten Staaten auf dem Gebiete des Baues von Unterseebooten getan haben, ist jedoch »och nicht ausreichend. Wenn die Vereinigten State» eine Division von Unterseebooten fertig haben werden, wird der Schlachtschiffflotte eine starke Waffe zngefügt sein, die in den zukünftigen Un- torseeoperationen eine große Nolle spielen wird. Der Ma- rinesekretär betont aufs nachdrücklichste die Notwendigkeit des Ausbaues der Luftflotte, die bisher vernachlässigt wurde, und fordert dafür mindestens vier Millionen Dollars.
Aus Frankreich.
Ritterlichkeit. Berlin, 11. Dez. Schnelle Sühne haben die Franzosen jüngst nach einer Grcueltat walten losten, der einer unserer Soldaten zum Opfer gefallen war. Am 4. Dezember b. Js. war ein zur Bewachung eines Drabthindernisies aufgestellter deutscher Posten mit abge. schnittenen -Ohren, dnrch Kopfschuß getötet, anfgefunden worden. Schon ani nächsten Tag erschien bei den an seiner Stelle liegenden deutschen Sicherungen ein Offizier des französischen 165. Jns.-Regt. und bat, mit verbundenen Augen zu dem kommandierenden General geführt zn werden. Hier gab der französische Ofsizicr die Erklärung ab, daß sein Truppenteil mit dem, der die Grcueltat verübte, keine Ge- ineinschast bebe. Der Mann sei wegen des von ihm bc- gangcnen Verbrechens ani gleichen Tage, dem 5. Dezember erschossen worden. Das schnelle Walten d-r militärischen Gerechtigkeit und die ritterliche Form, die man auf sranzö- sischer Seite für die Uebermittelnng der Genugtuung an die betrokfenen Truppen gewählt hat, verdient von unserer Seite die Anerkennung, die man im Kriege auch dem Gegner schuldet, wenn er würdig und vornehm gehandelt hat,
Kopenhagen, 15. Dez. (W, B. Nichtaintlich.) „Politiken" meldet ans Paris: Der Kriegsminister will ein Gesetz vorlegen, wonach jeder waffenfähige Franzose zwischen 18 und 52 Jahren dienstpflichtig ist.
Ans Rußland.
Erircullchc Wirkung der Einnahme von Lodz. Kopenhagen, 15. Dez, Wie die „Daily News" zugebcn müssen, ist durch die Einnahme von Lodz die Winterausrüstnng der russischen Soldaten ernstlich in Frage gestellt. Die Tuchfabriken von Lodz — bekanntlich die bedeutendsten in Rußland — waren fast vollständig für Militärliefernngen mit Beschlag belegt, Abgesehen von den großen Vorräten a» fertigem Mililärtuch. das jetzt nicht zur Ablieferung kommen kann, werden die Webereien ihre Tätigkeit nunmehr der deutschen Armee widmen müssen. Demnach dürfte es mit der behaupteten Bedeutungslosigkeit von Lodz doch nicht seine Richtigkeit haben.
Der Sohn des rusiischen Botschafters gefalle». Aus Wien wird berichtet: In Russisch-Polen ist der Fähnrich Nikolai Swcrbejcw, der 23jährige Sohn des ehemaligen rusiischen Botschafters in Berlin gefallen. Er war Jurist an der Universität Moskau,
Russischer Raubzug. Amsterdam, 11. Dez. Im September wurde berichtet, die Russeu hätten die Schätze de-s Ossolinski-Museums in Lemberg entführt. Die offiziöse insiische Presse bestritt das damals mit Entrüstung. Jetzt schreibt die „Nowoje Wreinja": Aus der Sammlung des Osiolinski-Miiscnms sind 1931 Gemälde, 21,990 Radierungen, 5000 Autographien und eine Anzahl kostbarer Port- räts und Entwürfe nach Petersburg gebracht worden. Der Stadt Lemberg wurde das Eigentumsrecht an den Kostbarkeiten zugestandcn, die nur zu dem Zweck hicrhergebracht wurden, um im Falle de? Eindringens des Feindes auf russisches Gebiet Vcrgeltungsmaßregeln in der Hand z» haben.
Aus England.
Eine verständige «»sicht. London, 15. Dez, (W, B.
Nichtamtlich), In den „lim»«" schreibt et» Artillerieoffizier: Die Beschießung von Kirchtürmen und allen hohen Gebäuden
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ist unerläßlich. Es ist unsinnig über die Zerstörung von großen Gebäude» sich zu beklagen, gleichgültig ob es Rathäuser. Kirchen oder Fabriken sind. Wir beschießen sie gerade so wie die Deutschen. Die Offiziere beider Parteien benutzen sie für Beobachtungszwecke, Jetzt geschieht es in Frankreich, später kann cs dem Kölner Dom ebenso ergehen. Wir sollten lieber die lauten Klagen vermeide», um nicht später für Scheinheilige zu gelten,
Trinkgelder für die Indier, Delhi, 11, Dez, (W. B, Nichtamtlich), Die Regierung des Punjabs hat im Einvernehmen mit der indischen Regierung das Ausmaß der Kolonien für pensionierte indische Soldaten auf 178 00Ü Slcres crhöhr. 103 000 Acres werden für Dienste im gegenwärtigen Kriege auszegeben, 75 000 Acres für Indien reserviert, die sich besonders auszeichneten.
Die trinkstcudigen Kanadier. Aus einem Slrtikel in der „Times" ersieht man, daß die 30 000 Kanadier, die Kanada dem Muttcrlandc zu Hilfe geschickt hat, noch immer im Militärlager von Salisbury liegen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß sie erst für de» modernen Krieg gedrillt werden müsien, und so wird denn fleißig mit ihnen exerziert: allein
der militärische Fachmann der „Times" glaubt nicht, daß man die Kanadier noch in diesem Jahre werde auf den europäische» Kriegsschauplatz werfen lönnen. Den Mangel an militärischer Schulung machen dafür, wie die „Times" klagen, die Kanadier durch ihre Trinllust wett, sie scheinen, schreibt das Blatt, eigens zu dem Zweck nach Europa gekommen zu sein, um sich gründlich dem Trunkc zu ergeben. Die Schuld daran trügen aber meistens Engländer, die die Kanadier zuin Kneipe» verleiten. Infolge ihrer unbändigen Trinklust mußten ganze Slbteilungen von Kanadiern zurückgeschickt werden.
Uirbefteüb. Felbpostsendmtlieu.
Berlin, 15, Dez. (W, B, Nichtamtlich), Hinsichtlich der Rückgabe unbestellbarer Fcldpostsendungcn, deren Empfänger vermißt wird oder tot ist, besteht bei der Reichspostverwaltung seit jeher die Bestimmung, daß die Postbesteller sie den Slbsendern in rücksichtsvollster SBeije auszuhändigen haben und daß, wenn der Absender nicht in dem Poftorte, sondern aus dem Lande lebt, der Landbriefträger derartige Feidpostjendun- gen an die Ortsbehörde oder den Ortsgeistlichen auslicscr» soll, damit die Angehörigen auf diesem Wege schonend vorbereitet werden können. Verschiedene seit Ausbruch des jetzigen Krieges angestellte Versuche ergaben, daß sich dieses letztere Ver- fahren auch in größeren Orten hat durchführen lassen. Die Rcichspostverwaltung erweiterte deshalb die bisherigen Bestimmungen dahin, daß Feldpostsendungen, deren Empfänger tot ist oder vermißt wird, auch in Postorten ohne Mitwirkung des Postbestellpersonals den Absendern ln geeigneter Weise zurückgegeben werden können. Das hierbei einzuschlagende Verfahren soll den örtlichen Verhältnien angcpaßt, auch soll auf besondere Wunsche der Ortsbehörden und der Geistlichkeit, soweit sie sich mit den sonstigen postalischen Vorschriften vertragen, Rücksicht genommen werden. Den Truppenteilen im Felde ist im übrigen neuerdings höheren Orts empfohlen worden, aus den unbestellbaren Feldpostsendungen an Gefallene fortan, statt des kurzen Vermerks, „tot" oder „gefallen", die Fassung anzuwenden „gefallen fürs Vaterland" oder „gefallen aus dem Felde der Ehre".
Ein patriotischer Veteran.
Aachen, 15. Dez. (W, T. B. Nichtamtlich.) Der Oberbürgermeister gibt bekannt: Seine echt patriotische Ge- sinnnng bekundete der deutsche Untertan Matthias Werker in Providence (Nordamerika) dadurch, daß er seine Militär- Pension von 198 Mark für die Zwecke der Kriegsfürsorge der Stadt Aachen durch die Königliche Negierung in Stachen zur Verfügung stellte, mit dem Hinzufügen, daß er selber leider nicht imstande sei, für Deutschlands Ehre zu kämpfen.
Zur Mtrnnu der Wstiinde in Okpreusitu.
W. T. B. Nichtamtlich.) Die vom evangelischen -Ober- kirchenrat angeordnete, am diesjährigen Erntedankfest zur Lindcrnng der durch den Krieg hervorgernfenen Notstände in Ostpreußen eingeleitete Kollekte ergab allein in den älteren Provinzen Preußens die stattliche Summe von 120,000 Mark. Der Betrag der Sammlungen i» den neueren Provinzen für den gleichen Zweck steht noch nicht fest, darf jedoch als reicher bezeichnet werden.
Wer treibt nun „Militarismus" und hat mm Krikgr arhrht?
Wien, 8, Dez, (W. B, Nichtamtlich), Die „Sleue Fr. Presse" veröffentlicht ein Schreibe» Pleners, des Präsidenten des Gemeinsamen Obersten Rechnungshoses und Obmannes der Oesterreichlschcn Gruppe der Interparlamentarischen Union an Bartholdi, den Obmann der amerikanischen Gruppe der Interparlamentarischen Union, in dem er sich gegen die Legende vom deutsche» Militarismus wendet und das unparteiische Urteil sowie die loyale Gesinnung Bartholdts ancust, um den Ursprung des gegenwärtigen Krieges richtig zu bewerten und die Verantwortlichkeiten für das gegenwärtige Urteil sestzu- stellen. Ptencr weist darauf hin, daß seit der Marokkokrise die Rüstungen aller europäischen Staaten zugenommen haben. Die jährlichen Heeresausgabe» sind in den Jahren 1890 bis 1912 in allen Staaten um mehr als 20 Prozent gestiegen, das Marine bndgit Englands allein aber um mehr als 50 Prozent: dazu Lame» die »cue» außerordentlichen Militärkredite Rußlands im Jahre 1912 mit den belannten Probemobilisierungen, ferner die militärische Krastverschiebung durch den Balkankricg und schließlich die Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit i» Frankreich. Angesicht» dessen war Oesterreich-Ungar» genötigt, sein Retrutenkonttngcnt zu erhöhen. Auch Deutschland konnte begreislicherweise angesichts seiner Lage und der Rüstungen der anderen nicht gleichgültig bleiben. Nicht Deutschland war das treibende Element des eurooätlchen Militari»-


