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Land! Jedes «injelnt Land, welches in bttfen schrecklichen Äampf verwickelt ist, Hai in den letzten 30 Jahren «inen oder Mehrer« Kriege auf dem Kerbholz, mit Ausnahme Deutsch­lands! Weshalb also ein Land heruntermachen, welches durch di« lat bewiesen hat, dass es in erster Linie zu allen Zeiten flir Frieden war?! Ich bin für Deutschland und vertraue zu Gott aus seinen Sieg, Ich bin ein Irländer, und Englands brutale Behandlung meiner Rasse Hai keine Liebe bei uns er- weckt, England war stets ein brutaler, Deutschland ein fried­fertiger Kolonisator. So schließe ich denn mit dem Rufe: »Deutschland über England."

Ans Rußland.

Rustisches Kulturlrciben. Konstantinopcl, 11. Dez, Dez, (SB. B, Nichtamtlich). Nach Berichten desOsmanischcn Lloyd" aus Rußland versolgen die russischen Behörden in schrecklicher Weise die Muselmanen im Gouvernement Kasan. In Orenburg sei auch die türkische Presse und Literatur der Verfolgung ausgesctzt. Die strengsten Maßnahmen würden getrossen, um die Verbreitung des Aufrufs der türkischen Pa­trioten zu verhindern. Aehnliche Maßregeln seien im Kauka­sus getrossen. Den Muselmanen wurde verboten, aus dem Kaukasus ins Innere des Landes zu reisen. Der türkische Kon­sul Rostow wurde mit dreißig muselmanischen Notabeln verhaf­tet und nach dem Kubangebiet geschafft.

Was haben die Russen in Skandinavien vor? Stock­holm, 11. Dez. Ein Telegramm desAstonbladet" meldet aus Lulea: Achthundert Mann arbeiten Tag und Nacht an der Fertigstellung der russischen Bahn an der schwedischen Nord- grenze, die jetzt auch bei der Stadt Närki in Angriff genom­men wird. Dies deutet daraus hin, daß Rußland die Bahn längs der schwedischen Grenze weitersühren und bis Norwegen rorstsßcn will.

ßfldjlnpflljotf non fcrifgf»ro!)fiofffn.

Berlin, 14. Dez. (SB. B. Amtlich.) Beschlagnahme der Kriegsrohstosse. Nach der» Wortlaut der aus Veran- . lassung der Kriegs-Rohstofs Abteilung des Kriegsministers durch die stellvertretenden (Generalkommandos verfugten Beschlagnahmen (Versiigungsbeschränkungkn) ist die Lics.'r- , ung aus beschlagnahinten Bestanden an andere Firmen, die Kriegsmaterialien Herstellen, zulässig, sofern die Lieferiing lediglich zur Venvendung tiir Kriegszwecke erfolgt und dies durch besonders zu führende Belege nachgcwiesen wird, die aufzubewahre» sind. Das Kriegsministerium gibt nunmehr bekannt, daß für sänitliche Lieferungen aus belchlagnahmien Beständen, die voiii 1!>. September ab ansgeführt werd.nt, als ordnungsgemäße Belege ausschließlich die Belegsch'ine angesehen werden, die von der Kriegsrohstosf-Abteilung des Kriegsministeriums ausgcgebe» und durch Nohstoffkäufer usw. nach Maßgabe der auf dem Belcgschcin vermerkten Bc- stinnnungeu ordnungsgemäß unterschrieben sind. Forum- lare für diese Bclegscheine (Belegscheine zur Entnahme von Kriegsrobstatfen ans beschlagnahmten Beständen) werden von allen Postanstalten erster und zweiter Klasse voui 15. Dezember ab an das Pnblikiim nusgegeben.

Der Alkohol im Felde.

Die Bekämpung des unmäßigen und unregelmäßigen Ak- koholgenusies halten wir besonders im Felde für eine unerläß­liche Notwendigkeit. Andererseits ist zu bemerken, daß unter gcwisien Verhältnissen ein mäßiger und gelegentlicher Genuß von Alkohol nicht nur erträglich ist, sondern bis zu einem ge­wissen Grade notwendig werden knan. Die Heeresverwaltung scheint aus einem ähnlichen Standpunkte zu stehen- denn sie hat bekanntlich gegen die Sendung von kleinen Mengen Rum, Ar­een die Rüsten nahe oaran gruilsseck, un<? Vln Mio-

die hart bedrängten Deutschen niederzusausen, als sie das plötzliche Auftauchen aus der Gegend von Kutno vordrinqender deutscher Verstärkungen zwang, sich zurückzuziehcn. Rustkoje Slowo" betont, der Ausgang der Kämpfe in Russisch Polen sei -ntschkidend für den europäischen Krieg, weshalb denn .uch die Verbündeten verzweifelte Anstrengungen aufwendcn und ieden "'e-v »nspannen, um ihrevorübergehenden Erfolge" sicher zu -llen.

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nach eigener Angabe unter den deutschen Landwirten ungefähr 7g 006 Abonnenten hat, betreibt in Verbindung mit dem Abon­nement seit Jahren eine Sterbegeld- und Unfallversicherung, sowie eineBichversicherung", deren Bedingungen derart ge­halten sind, daß sich der Verlag seinen Verpflichtungen im Schadensfall« jederzeit entziehen kann und auch entzieht, wie zahlreiche Klagen aus den Kreisen der Landwirte beweisen.

Uom Felde

der Ehre.

Bleichenback,, 11. Dez. Unserem jetzt in Rußland kämpseu- Rescrve-Dragoner Heinrich m-ich. der ehemals dem 23. Dragoner-Regiment und jetzt dem Reserve-Dragoner-Regiment Nr. i zugehärt, sowie unserem Bürgermeister H. Ad. Rau- mann, der dem Landsturm-Bataillon Friedberg als Feldwe­bel-Leutnant zugeteilt ist, wurden die Tapferkeitsmedaille ver­liehe».

Ans der Heimat.

» Friedberg, 15. Dez. Iungwehr. Mittwoch, den 16. De­zember 1914, 8X Uhr abends, letzte diesjährige Zusammenkunft der >., 2, und 3. Kompagnie in der Turnhalle der Augustiner- schule. Liederbücher mitbringc».

» Frankfurt M., 15. Dez. Die Riesenpleite der Kredit- sirma N. Fuchs beträgt nach Feststellungen des Konkursverwal­ters 3'A Millionen Marl, sodaß die Gläubiger kaum mir fünf Prozent rechnen können. Man hoijt trotz alledem, daß der Kon (kurs durch einen Zwangsvcrgleich Erledigung finde«.

J Umt Da^s,«it, N,. $i«n«tag. den 15. Dezember ,,11

Frankfurt e. M . 15 . Dez. Die in Rastau aufgefundenen Leichen unbekannter Selbstmörder müssen von nun an der Uni- versttät Frankfurt a. M. überwiesen werden. Die klebcrweisung der Leiche» an die Universitöt Marburg ist behördlich untersagt. Hier merkt die alte Philippina bereits die Konkurrenz der Frankfurter Hochschule. Die Universikät Marburg hat" seit Jahresfrist bereits einen Mangel an Leichen.

Frankfurt a. M, 15. Dez. Der Marktoerkehr mit Bich

auf den 10 bedeutendsten Schlachwiehmärklcn Deutschlands im November dieses Jahres war wie wir schon aus dem hiesigen Markte feststellen konnten, ein ungewöhnlich reger. Den Schlachlhösen wurde» zugesührt: 107 397 Rinder gegen 59 212 im gleichen Monat 1913, 63 581 (72 551) Kälber. 78100 85 65g, Schafe und oll 111 (368 009) Schweine. Die ungewöhnlich

hohe Zufuhr an Schweinen erregt Bedenken, da darin unreife Bestände und große Angebote von Zuchtsauen enthalten sind.

Aus dem Landkreis Hanau, 15. Dez. Krankenversiche­rung. Die Laudkrankenkaste schreibt uns: Der in einer der letzten Nummer dieser Zeitung unter der UeberschristKran­kenversicherung" abgedruckte Auszug aus einer Entscheidung, die das Oberversichcrungsamt Meiningen in Sachen der Kran­kenversicherung der Familienangehörigen getrossen hat, ist ge­eignet, in den Kreisen der Beteiligten immerhin unberech- liflte Verwirrung hcrvorzuruscn. Abgesehen davon, daß eine solche Entscheidung, da grundsätzliche und allgemeine B - drutnng nur die Erkenntnisse des Reichsversicherungsamies habe» immer nur gegenüber den unmittelbar von ihr Betroffe­nen rcchlswirksam sei» kann, so darf stc auch schon aus ande­re» Gründen keinen Anspruch daraus erheben, als Anhalt für die Verfolgung ähnlicher Ansprüche i» anderen Bezirken be­nutzt zu werden. Daß das Vorhandensein eines Arbeitsner tragcs zur Begründung der Kassenmitgltcdschaft durchaus nicht erforderlich ist, habe» wir schon zu Beginn d. I. den Vera», staltern der Hanauer Protestverjammlung gegen die gamilien- angehörigenvcrstcherung in dieser Zeitung und auch imHa­nauer Anzeiger" überzeugend nachgewicscn. Auch kann durch Einblick in die Bestimmungen der Paragraphen 165 Slbs. 2 und 100 der Rcichsversicherungsordnung unschwer seslgestcllt wer. den, daß bei der Krankenversicherung die Gewährung von Sach­bezügen (Beköstigung oder vollständig sreicm Unterhalt usw.) genügt, um die Versicherungspflicht nach sich zu ziehen. Wenn in der fraglichen Enlschcidung trotzdem das Schwergewicht »u! den Bezug eines Barlohnes gelegt wird, so handelt es sich hier­bei ofsenbar um eine Verwechslung mit der Invaliden- und Hinterbliebenenvcrsicherung. Was im übrigen die besonderen Verhältnisse im Landkreise Hanau anbetrisft, so sei schließlich noch daraus hingewicsen, daß schon in nächster Zeit für unscre Kasse eine hächstinstanzliche Entscheidung erwartet wird, die voraussitlich dazu beitragen wird, auch noch die letzten Zweifel an der Gesetzmäßigkeit unseres Vorgehens zu verstreuen. Daß eine Entscheidung des Obcrversicheiungsamtes Meiningen nicht für den Kreis Hanau maßgebend ist, wissen wir und ha­ben es auch nicht behauptet. Immerhin ist es wichtig, daß ein Oberversicheruiigsamt in dieser Frage Stellung genommen hat und zu einem andere» Schluß gekommen ist wie die Land- krankenkasie Hanau Wir halten nach wie vor unsere Aufsas- sung aufrecht, daß der Standpunkt der Hanauer Landkranken­kasse ein irriger ist und wir hossen, daß cs zu einer grundsätz­lichen Entscheidung des Obcrversicheiungsamtes in Kassel kon-- men möge.

Hessen-Nassau.

Gelnhausen, 15. Drz. Ei» Kaufmann in SchäNkrippen

verkauft den Liter Petroleum zu 55 Pfennig. Trotz des exor­bitanten Preises findet der Brcnnstosf rasende Abnahme. Aus der nähere» und weiteren Umgebung kommen die Landleute mit Kannen und Flaschen zu diesem Lichtbringer.

Schwanheim a. ** 15. Dez. Der Pächter der Main­sähre bei Höchst, der am ganzen Main bekannte Bauunterneh­mer Joses Anton Bender von hier, ist im 08. Lebensjahre plötzlich gestorben.

Vom Main, 15. Dez. Wie die Fischereivereinc der Re­gierungsbezirke Wiesbaden und Kassel uiiablässig bemüht sind, die Fischzucht im Main, dessen Uiil.rer Laus durch Fabrik Ab- wässer schauderhast verunreinigt wird, durch Aussehen von un­empfindlichen Fischen, die im Schlo.inm und Schmutz leben kön­nen, wie Karpfen, Schleien, Aale, zu heben, ist seht auch von

Seite 8.

| dem llnterfränkischen Krei,s>sch«reiv«rein in Durchführung der Bewirtschaftung des Mains, in demselben die Aussetzung van

10 000 Stück Zandcrsctzllnge, 29 Zentner zweisömmerige Kar-

pjeu und 2 Zentner Schleien ersolgt. In die NcbensILsse und Bäche des Mains wurde» weiter an Brut ausgesctzt: 72 500 Stück Bachforellen, 13 500 Stück Dachsaidlinge und 31 500 Stück

Regrnbogcnsarellcn.

* Wiesbaden, 15. Dez. In der Generalversammlung der hiesigen Fleischerinnung fand e>» Antrag des Nassaiiischcn Viehhändler Vereins, die Innung möge in Zukunft da» auf de», Wiesbadener Markte von Mitgliedern des Nassauischcn Sirhhändler-Vrreins aufgetrlebenc noch unverlaufte Birh, welches aber iniolqe Ausbruchs der Maul und Klauenseuche im Bichhos abgcschlachtet werden muß, durch die Innnngr- Schlachihosoiehversichcrung zu versichern. Annahme im Hinblick auf das gute Einvcrnchnie» zwischen Händler »nd Metzger am hiesigen Zlatzc, mit der Maßgabe jedcrzeitigen SBidcrrufs. An Stelle des zurückgctrctcncn Vorsitzenden, Obermeisters Matter» wählte die Versammlung das Vorstandsmitglied Kiesel, sveiter wurde beschlossen den Vorstand zu beauftrage», darüber Insormatioucn eiiizuzichcu, ob cs angebracht erscheine, die.zivilrechtliche Versolgung gegen de» ehemalige» Vorsitzen­den Maltern wegen der von diesem zum Rachietl der Innung begangenen Unterschlagung von 20000 Mark auszuuchmen.

* Vom Taunus, 15. Dez, Die Schüler des 120 Einwohner zählcndcu Dörfchens Hambach im Untcrtaunus haben an den lchuifreien Nachmittagen im Gemcindewatd dürres Holz gelesen, dasselbe raummetcrwcise gesetzt und nunmehr öffentlich an die Ortseinwohner versteigert. 98 Mark ergab der Erlös, von dem die Zungen 00 Marl de» Feldtruppcn des 18, Armee­korps übersandten, den Rest für Weihnachtsgaben an di- Krie­ger des Dorfes verwendeten.

* Kassel, 15. Dez. Der Schöpfer desHcsscnlöwen" auf dem Schlachtfeld- von SBörth, der Bildhauer Heinrich Wilhelm Brandt, ein begabter und geschätzter Künstler, der in seiner Eigenart die hessische Vollsart nicht verleugnen konnte, -in Vc- teran der Feldzüge 1866 und 1870-71 ist on einem Schlagansall in Kassel, wo er Jahre lang künstlerisch gewirkt, plötzlich ge­storben.

Frankinrter Wetterbericht.

Voraussage: Ziemlich wollig, zeitweise Niederschläge, mild, südwestliche Winde,

Kirchliche Anzeige».

Evanaelilche ltzemeinde Gottesdienst in der Stadtkirche.

Mittwoch, den 16. Dezember, abends 8'/, Uhr: Kriegsbitt­andacht. Herr Direktor S ch o e l l.

Gottesdienst im Stadtteil Faueebach.

Mittwoch, den 16. Dezember, abends A9 Uhr. Kriegsbitt­andacht. Herr Psarrer Z a tz m a n n.

Verantwortlich für den politilchen und lokalen Teil: Otto H i r I ch e l. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt,

Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung" A. G.. Friedberg i. H.

Die glückliche Geburt eines

kräftigen Sohnes

zeigen wir hierdurch statt jeder besonderen Mitteilung

hocherfreut an.

Gut Sclgental b. Seckach i. B., 13. Dez. 1914.

Anna Wlttiucr, geb. Alle». Fritz Wlttmer, z. Zt. im Felde.

Laternen

siurmstcher, selbstoerscrtigt, große Auswahl,

Neparalurcn billigst.

Hch. Schmidt, SpenalermeiHer,

Fri-dbcrg, Vorstadt z. Garten 13.

Dunkelbrauner

Jentslher Wserhilnil

entlaufen. Vor Ankauf wird ge­wannt. Wiedcrbringcr erhält Be­lohnung.

I. Füller. Frieoberg.Bisinaeckste.

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u. ausserdem erhallen Vereine, Krankenhäuser,

Lazarette bei ihren Weihnachtseinkäufen V orzugspreise.

Fr. W eber,

Friedberg j, H,

KalserstraUe 62 .